Schnecken im Garten?

Allgemein wirken Gerb- und Bitterstoffe, z.B. Odermennig und Pflanzen mit reichlich ätherischem Öl abwehrend auf Schnecken.

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), zermahlen um die gefährdete Pflanze herum ausgebracht, Begonien (Begonia cucullata u. semperflorens), Bohnenkraut, Borretsch, Brennessel, Buchbaumhecke (Duft), Eberraute (Randbepflanzung um bedrohte Beete), Efeu, Estragon, Farne (Barrieren aus getrocknetem, zerriebenem Farn vermischt mit zerkleinerten Eierschalen, Buchensägemehl, evt. noch mit etwas ungelöschtem Kalk, Mulchen mit (Wurm-)Farnkraut, Holunderblätter, Kamille, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch (dichte Reihen pflanzen), ausgehöhlte und aufrecht stehende Grapefruchtschalen, Heiligenkraut (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Holunder, Koriander, Kresse, Lavendel (Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, unverdünnt auf gefährdete Pflanzen sprühen), Liebstöckel, Majoran, Oregano, Petersilie, Rainfarn, Ringelblumen, Rosmarin, Salat umkränzt von stark verkleinerten Thymian, Salbei, Schafgarbe, Schwarze Johannisbeeren (Blätter), Seifenkraut, weißer Senf, Tannenzapfen (auskochen und ausgießen), Thuja, Thymian (Randbepflanzung), Tomaten, Wacholder, Wermut, Wurmfarn, Ysop (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Zwiebeln; entweder Auszüge machen, Beetrand bepflanzen oder mulchen. Stehen Ringelblumen oder Kapuzinerkressepflanzen zwischen dem Gemüse, wird letzteres weniger heimgesucht. Zum Mulchen geeignet sind Brennesseln (frisches Kraut), Borretsch (frisches Kraut), Farn, Gerstenstroh, Fichtennadeln, Ringelblumen (dichten Mulch um Pflanzen legen).

Pflanzen immer klein schneiden und um die gefährdeten Kulturpflanzen herumlegen oder dem Mulch beimischen. Schneckengranulat wehrt ab mit natürlichen Aromen. Gerb- und Bitterstoffe wehren Schnecken ab. Am Rand des Beetes Hirtentäschel und Ackerhellerkraut pflanzen, das 'lenkt die Schnecken ab'.

Kräuter wie Oregano, Minze und Thymian schützen als Beetumrandung vor gefrässigen Schädlingen. Dasselbe geschieht mit Purpurglöckchen, Schafgarbe und Sonnenhut. Sie bekommen dann keine Schnecken in Ihren Garten.

Vorbeugende regelmäßige Spritzungen in wöchentlichem Abstand mit ENVIRepel. Der Geruchssinn der Schnecken wird durch Lavendel verwirrt. Zum Spritzen auf die gefährdeten Pflanzen kann man folgende Lösung versuchen: 10 l Wasser, 1 l Obstessig, 50 g Lavendelöl. Abends fein versprühen.

Jauchen aus Farnkraut oder Rhabarberblättern, Brühe aus ausgekochten Tomatenblättern oder Kermesbeerenauszug (Phytolacca acinosa) am Beetrand versprühen, Fichtennadelkompost um gefährdete Pflanzen ausbringen.

Niempresskuchen aus gemahlenem und ausgepresstem Niemsamen oder Niemsamen über das gefährdete Beet verteilen und zusätzlich um das Beet herum einen Wall ohne Unterbrechung ausstreuen. Das Beet wird nicht mehr betreten, Eier und vorhandene Schnecken werden vernichtet. 30 - 50 g/qm werden benötigt. - Diese Rezeptur hat sich nicht unbedingt bestätigt. -

Zimt oder Steinmehl über gefährdete Pflanzen streuen, nach Regen wiederholen.
Lavendel- oder Salbeiöl fein verteilt über Pflanzen und Boden spritzen, 5 g je Liter Wasser mit einem Emulgator (Apotheke).
Zwiebelgeruch schreckt sie ab.
Ätzkalk 20 g/qm zweimal innerhalb 30 Minuten morgens und abends stäuben, damit die Schnecken direkt getroffen werden.
Maiglöckchensaft + Lebermoosextrakt gemischt können gegen Schnecken und andere Schädlinge eingesetzt werden. Beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern!
Metaldehyd und Eisen III-Phosphat dürfen im ökologischen Landbau eingesetzt werden. Besser Roggenbier statt Weizenbier.
Thymian. Der starke Duft von Thymian vertreibt Blattläuse, Möhrenfliegen und Schnecken. Kohl, zwischen den Thymian ausgepflanzt, bleibt von den Raupen des großen und kleinen Kohlweißlings und Erdflöhen verschont. Schnecken vermeiden den mit grob zerkleinerten Thymiantrieben umkränzten Salat.

Die Barrieren bilden aus Asche, Ätzkalk (nur bei sehr starkem Befall und allergrößter Vorsicht, 10 cm breit, aber nicht im Gemüsebereich), zermahlenen Eierschalen, Feinsand, Gerstengrannen, Holz, fein zerschreddert, Kies, trockenem Mulch, Sägemehl, Schilf, fein zerschreddert, Schlacke, Steinmehl, Tannennadeln, Wellpappe. Asche, Sand usw. wirken nur bei Trockenheit. Man kann außerdem zwischen Gemüsegartenteil und Schlafplätzen Barrieren bilden durch Rasen, Mindestbreite 4 m, Weißklee 2 - 3 m, Gartenkresse/Gelbsenf 2 m, Baumrinde 1,5 m, Sägemehl 1 m, 10 cm hoch. Mepha-Schneckenfrei enthält Pflanzenöle, die den Geruchssinn der Schnecken stören. Sie verharren in Ruheposition oder graben sich ein. Nach Regen erneuern.

Auch Beetumrandungen aus Buchs oder duftenden Kräutern mit stark verholzten Trieben halten die Schnecken ab. Sie bieten gleichzeitig Unterschlupf für Laufkäfer, Raubwanzen und Spinnen. Randbepflanzungen mit Tagetes als Lockpflanzen.

Schnecken mögen keinen Kupfer. Eine Kupferfalle überwinden sie nicht gerne. via: http://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Schnecken

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Kommentare: 2
  • #1

    Reinhold Hauck (Montag, 18 August 2014 19:43)

    Das ist ja mal eine geballte Ladung an Schneckenabwehr-Information - prima.
    Einiges wird sicherlich in der nächsten Saison ausprobiert, bevor kleine Plänzchen wieder "vor die Hunde" (Schnecken) gehen.

    Herzlichen Gruß - Reinhold

  • #2

    werner (Samstag, 14 Mai 2016 19:40)

    wowwww..das ist mal ein profi super seite yyeee