Der Komposthaufen

Der Komposthaufen wird heutzutage bei vielen Menschen leider nur als „Müllhalde für biologische Abfälle“ angesehen. Genauso wird dann leider auch der Komposthaufen aufgebaut: Einfach alle Abfälle aufeinander.

 

So bilden sich dann im Sommer dicke Schichten von Grünschnitt und Rasen, die vergammeln und stinken und im Herbst füllt man eine Schicht Holz auf, die erst nach zwei Jahren verrottet ist.

 

Durch diese Art des Kompostierens und der entsprechenden Denkweise wird Grünschnitt und Holz nicht nur in unseren Köpfen sondern auch räumlich ein Abfallprodukt. Glücklicherweise gibt es meistens in der Nähe eine Verwertungsanlage bei der man für wenig Geld(!) Ressourcen abgeben kann. Auf dem Weg zurück nach Hause fällt einem dann ein, dass man ja eigentlich noch neue Beete anlegen wollte und kauft noch einen Sack Komposterde ein …

 

Nicht nur hat man zweimal Geld bezahlt, sondern auch noch ein industriell gefertigtes Produkt gekauft das weder Würmer noch eine hohe Anzahl aktiver Mikroorganismen enthält. Dafür hat man aber höchstwahrscheinlich zum Abbau der Moore beigetragen.

 

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Auf die Mischung kommt es an

 

Beim Kompostieren kommt es darauf an die richtige Mischung von Kohlenstoff (C bzw. „braun“) und Stickstoff (N bzw. „grün“) zu finden. Wissenschaftlich ausgedrückt heisst das, das C/N-Verhältnis muss stimmen.

 

 

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

 

 

Habe ich einen zu hohen Kohlenstoffanteil passiert vermutlich nicht viel mit meinem Kompost. Das geschichtete Material liegt einfach nur extrem lange herum während es zerfällt und der Kompost gewinnt nicht an Temperatur.

 

Habe ich einen zu hohen Stickstoffanteil läuft die Sache andersherum. Der Kompost wird sehr heiss, das Material zerfällt sehr schnell und der Haufen verliert an Volumen. Häufig bildet sich eine Art grüner Matsch und es fängt an zu stinken.

 

Eine lockere Schichtung des Materials sorgt für eine gute Durchlüftung. Dies ist sehr wichtig, da wir ein aerobes und kein anaerobes (unter Ausschluss von Sauerstoff) Produkt herstellen wollen .

 

 

Der Kompost sollte gut riechen, nicht nach Verwesung!

 

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

 

 

Heisskompostierung

 

Wer einen wirklich guten Kompost herstellen will der muss einen Heisskompost machen. Dabei geht es zum einen darum alle Samen im Kompost keimunfähig zu machen und zum andern darum ein biologisch aktives Produkt herzustellen. Wichtig sind hierbei neben dem C/N-Verhältnis auch die Grösse und der Feuchtegehalt des Haufens.

 

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

 

 

Durch mehrfaches Umschichten des Komposts werden Randzonen ins Zentrum gebracht und das Material gut durchmischt. Gleichzeitig wid das Material belüftet und dadurch mit Sauerstoff versorgt.

 

Ausserdem wird der Prozess der Kompostierung extrem beschleunigt so dass schon nach drei Wochen fertiger Kompost zur Verfügung stehen kann (wenn man viel Zeit zum Drehen des Komposthaufens hat).

 

Als Endprodukt erhält man nicht einfach ein dunkelbraunes Substrat, sondern einen Kompost der das Bodenleben reaktiviert, die Bodenstruktur verbessert und nachhaltig für gesunde Pflanzen sorgt.

 

Via: http://permatura.wordpress.com/2013/07/02/richtig-kompostieren/

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jose Lorence (Freitag, 03 Februar 2017 03:44)


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