Gartenarbeiten im März

Das Wichtigste für den Biogarten im Frühling: Bäume und Sträucher schneiden

Der Rückschnitt von Sträuchern und Obstbäumen steht ganz weit oben auf der Aufgabenliste. Markus Neubauer, Geschäftsführer der gleichnamigen Biogärtnerei rät: «Alles was bis jetzt noch nicht geschnitten ist, sollte man bis März unbedingt kürzen. Sonst wird der Saftdruck von Rosen, Obstbäumen und Reben zu hoch.» Der Winterschnitt hilft neuen Trieben auf die Sprünge. Das betrifft besonders Kernobstarten wie Äpfel und Birnen. Diese Bäume wachsen umso besser, je früher und kräftiger man diese zurückschneidet. An Steinobstarten sollte man die Schere ausschliesslich im Spätsommer ansetzen. Den meisten Sträuchern verpasst man im Spätwinter den besten Schnitt. Hingegen sollte man bei früh blühenden Straucharten bis nach der Blüte warten. Doch auch Totholzstengel und alle verdorrten Pflanzenteile dürfen nicht vergessen werden. Das trifft besonders auf Stauden zu, welche die Hobbygärtner im Winter als Vogelfutter stehen gelassen haben. Deren Reste kann man kompostieren.

 

Schädlingen vorbeugen

Im März legt man Leimringe um die Obstbäume, um diese gegen den Kleinen Frostspanner zu schützen. Intakte Netze helfen bei einzelnen Gemüsepflanzen gegen Fliegen. Die Ränder sollte man jedoch eingraben bzw. beschweren, damit Schädlinge keine Einschlupfmöglichkeit finden. Ferner kann man mit Tunnelnetzen ganze Beete vor unerwünschten Gästen bewahren.


Vorbereitung des Biogartens im Frühjahr.

Im Frühjahr wird der Garten für die Bepflanzung vorbereitet. Foto: Elenathewise, iStock, Thinkstock

 

Damit es grünt und blüht im Biogarten

 

Jetzt wird wieder in die Gartenhandschuhe gespuckt und zur Grabgabel gegriffen. Das Ziel: den abgetrockneten Boden zu lockern und zu lüften. «Es lohnt sich, die Beete zu lockern,» erklärt Markus Neubauer. «So kann man das noch kleine Unkraut einfacher und ohne grosse Mühe entfernen.» Auf das Umgraben sollte man generell verzichten, da man dadurch die Erdschichten zu sehr durcheinanderwirbelt. Damit alles gedeiht, wächst und blüht, werden zusätzliche Nährstoffe benötigt. Dafür streut der Biogärtner Hornflocken in die Beete und Rabatten. Es genügen etwa 50 Gramm je Quadratmeter. Markus Neubauer bringt anschliessend eine Schicht Kompost auf, sodass «nichts von der positiven Wirkung der Hornflocken verloren geht.» Der Kompost ist eine nährstoffreiche Alternative zum Torf. Um die Moore zu schützen, wird im Biogarten auf den Einsatz von Torf verzichtet. In den darauffolgenden Monaten genügt es, den Erdboden leicht mit einer Gartenkralle zu bearbeiten – tatkräftige Unterstützung erhält man von den Tieren «unter Tage» - wie beispielsweise vom Regenwurm.

 

Gründüngung im Frühjahr

 

Die meisten Hobbygärtner nutzen die Nachsaat. Damit können sie dem Boden neue Nährstoffe während der Winterpause zuführen. Nicht winterharte Pflanzen wie Gelbsenf oder Spinat sterben während der kalten Jahreszeit ab und bilden so eine Schutzschicht. Davon bleibt im Frühjahr nur ein karger Rest, den man abräumt oder in den Erdboden einarbeitet. Eine andere Möglichkeit ist die Vorsaat. Wenn die Beete vom Schnee befreit sind, sät man kälteunempfindliche Pflanzen wie Spinat, Winterroggen oder Ackerbohnen. Diese mäht man nach den Eisheiligen ab und baut anschliessend die Gemüsepflanzen an.

Via: http://www.nachhaltigleben.ch/themen/garten/pflanzkalender/biogarten-im-fruehling-1263

 

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