Ich bin in den Schweizer Alpen geboren und aufgewachsen. Berge, Jahreszeiten, klare Linien. Irgendwann wurde mir die Schweiz zu eng. So sehr ich die Heimat liebe – mich zog es hinaus, in die Welt, ins Abenteuer, in Landschaften, die andere Sprachen sprechen.
Meine Wurzeln liegen in der Erde. Ich habe Gemüsebeete gepflegt, Waldgärten aufgebaut, Bäume gepflanzt und mir ein tiefes Pflanzenwissen erarbeitet: welche Arten essbar sind, welche heilen, welche geschützt werden wollen. Dieses Wissen teile ich seit Jahren – in Coachings, in Kursen, im Gespräch am Wegesrand –, nicht aus Lehrbuch, sondern aus gelebter Erfahrung.
Ich habe in Süd- und Zentralamerika mit Menschen an Gärten und Feldern gearbeitet, in Afrika beim Aufbau fruchtbarer Flächen geholfen und mit Bauern am Umstieg auf regenerative Methoden mitgewirkt. In Skandinavien habe ich Wildniskultur gelebt und vermittelt – still, pragmatisch, respektvoll. Überall habe ich gelernt, Landschaft zu lesen und Orte zu verstehen, ohne sie zu nehmen.
Bushcraft ist für mich keine Bühne und kein Wettbewerb. Es ist eine Haltung: aus wenig Wärme, Schutz, Nahrung und Ruhe zu schaffen. Ein Feuer entzünden, wenn alles nass ist. Einen Schutz bauen, der trägt, ohne Spuren zu hinterlassen. Wasser finden, ohne den Ort zu erschöpfen. Mit der Natur sein, nicht gegen sie.
Genauso natürlich ist für mich der Ausdruck. Ich schreibe – Aphorismen, Gedichte, Reportagen, Fragmente. Ich mache Kunst aus allem, was mir begegnet: Collagen aus Zeitungen, Skulpturen aus Ästen und Steinen, Naturdrucke, Fotografien, die Licht und Schatten eine Form geben. Oft weiß ich erst im Nachhinein, was entstanden ist – und genau darin liegt mein Weg.
Seit März 2025 bin ich mit Benny und einem Lastenrad unterwegs. Fast 5.000 Kilometer haben wir bereits gesammelt: Wälder, Städte, Felder, Küsten. Wir tauschen Arbeit gegen Ort, Geschichten gegen Mahlzeiten, Zeit gegen Nähe. Aus Begegnungen werden Texte, aus Fundstücken werden Werke, aus Wegen werden Fragen.
Ich mache kein großes Versprechen und kein fertiges Programm. Ich teile, was wächst: Naturwissen, Worte, Bilder, Kunst – und das, was dazwischen liegt. Wenn daraus Zusammenarbeit entsteht, freue ich mich. Wenn daraus nur ein Gedanke entsteht, reicht es mir oft schon.
Diese Seite ist meine digitale Fährte – wer ihr folgt, findet Spuren von Wildnis, Kunst und Worten.