Mo

12

Sep

2016

Permakultur Versuchsfläche Hüswil

Thomas Schär hat freundlicherweise diese Drohnennbilder für mich gemacht!

Vielen Dank!

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Fr

05

Aug

2016

Getreideernte "Wie zu Gotthelfs Zeiten"

via: http://www.dudenhofen.info/inhalt/landwirtschaft/landwirt-getreide/
via: http://www.dudenhofen.info/inhalt/landwirtschaft/landwirt-getreide/

 

Es gab vor 100 Jahren für die Arbeit auf den Feldern keine oder nur wenige Maschinen. Die meisten Äcker waren damals kleiner als heute. Viele Menschen waren für die Getreideernte nötig, denn fast alles wurde von Hand gemacht. Die gesamte Bauernfamilie, Knechte und Mägde mussten mithelfen. Die Arbeit war schwer. Wenn das Getreide reif war, wurden die Halme mit der Sense knapp über der Erde abgemäht. Diese sehr anstrengende Arbeit machten die Männer.

 

Die Frauen nahmen die abgeschnittenen Halme auf und formten daraus Bündel. Geschickt knoteten sie einige Halme um die Mitte des Bündels. So entstanden die Garben. Zum Trocknen wurden die Garben so aufgestellt, dass die Ähren oben waren. Oft machten Kinder diese Arbeit. Später wurden die Garben auf einen Pferdewagen geladen und in die Scheune des Bauernhofes gebracht. Dort lagerten sie bis zum Spätherbst oder Winter. Dann wurden die Garben aus der Scheune geholt und die Halme mit den Ähren auf

 

dem Dreschplatz ausgebreitet. Mit Dreschflegeln aus Holz schlugen die Männer die Körner aus den Ähren. 

 

Ich habe zusammen mit Wendelin Roos, einem Luthertaler Bergbauern ein kurzes Video gemacht. Es ist sehr wichtig alte Bauerntechniken für zukünftige Generationen zu bewahren. Ich hoffe das wir mit dem Video einen Teil dazu beitragen können. Ich habe zu dem Thema noch eine schöne Seite gefunden.

Unter: http://www.dudenhofen.info/inhalt/landwirtschaft/landwirt-getreide/ findet ihr einen detaillierten Bericht wie früher in Dudenhofen Getreide geerntet wurde.

 

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Mi

01

Jun

2016

Paletten Garten Bauanleitung

Quelle: www.avogel.de
Quelle: www.avogel.de

Ich habe zum Thema Paletten Gärten ein kleines Video mit einer Bauanleitung gemacht.

Im Internet findet man unzählige Bauanleitungen, deshalb habe ich für euch einige gute herausgesucht und unten aufgelistet.

Viel Spaß beim Paletten!

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Mi

02

Mär

2016

Foliengewächshaus Bauanleitung

Ein Garten dient nicht nur der Erholung und Entspannung, sondern hat natürlich auch einen praktischen Nutzen. So kann der Hobby-Gärtner eine Vielzahl unterschiedlicher Kräuter-, Obst- und Gemüsesorten anbauen und diese dann erntefrisch direkt weiterverarbeiten. Nun gibt es allerdings einige Obst- und Gemüsesorten, die etwas empfindlicher sind und besonderen Schutz erfordern. Dies kann zum einen dann der Fall sein, wenn das Obst oder Gemüse vor zu viel Regen oder Kälte geschützt werden möchte und zum anderen dann, wenn das Obst oder Gemüse zu den bevorzugten Speisen von beispielsweise Schnecken oder Mäusen gehört.

Gewächshäuser gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen. Für den Laien ist es zwar sicher nicht ganz so einfach, ein Gewächshaus selber zu bauen, das einem stabilen und wetterfesten Glashaus gleicht. Ein einfaches Gewächshaus hingegen, das mit Folie bespannt ist, kann jedoch problemlos im Eigenbau angefertigt werden.

 

Folientunnel Folie kaufen

Mit einem Folientunnel lässt sich sehr günstig und einfach  ein Gewächshaus selber bauen. Bevor man allerdings die Folientunnel Folie kauft, ist es ratsam die genaue Größe des Gewächshauses zu bestimmen und die Foliengröße zu berechnen. Für den Folientunnel kann man keine gewöhnliche Kunststoffolie verwenden, da diese in der Regel nicht UV und wetterbeständig ist. Im Fachhandel werden spezielle Folientunnel Folien angeboten, die die oben genannten Eigenschaften erfüllen. Am einfachsten ist es, wenn man sich einen Folientunnel Bausatz kauft, bei dem alle benötigen Bauteile einschließlich der Folie enthalten sind. Eine hochwertige Folientunnel Folie ist mit Reißverschlüssen versehen, so dass sich der Tunnel zur Pflege der Pflanzen einfach und bequem öffnen lässt. Beim Kauf eines Folientunnels sollte man auch auf die Qualität des Folienrahmens achten. Folientunnel werden mit Kunststoffrahmen und mit Metallrahmen angeboten. Kunststoff hat häufig den Nachteil dass es bei UV Strahlung spröde und brüchig wird. Ein Metallrahmen aus feuerverzinktem Stahl oder Aluminium besitzt meist eine wesentlich längere Haltbarkeit. Insbesondere bei einem größeren Folientunnel ist es aus Stabilitätsgründen empfehlenswert einen Folientunnel mit Metallrahmen zu kaufen. Beim Kauf sollte man auch darauf achten, ob der Hersteller auch eine Ersatzfolie für den Folientunnel anbietet, da man ansonsten den Folientunnel entweder mit einer teuren maßgeschneiderten Folie ausstatten muss oder man kann diesen bei einer Beschädigung gleich wegwerfen. Die Preise für einen Folientunnel incl. Folie mit den Maßen 150x90x50 cm liegen zwischen 30-60 Euro. Große begehbare Folientunnel kosten hingegen einige hundert Euro. natürlich kann man sich auch einen Folientunnel selber bauen. Dazu kann man Fieberglasstäbe verwenden, die man halbrund biegt und dann in einem Abstand von ca. 70 cm 25 cm tief in den Erdboden hinein steckt. Die einzelnen Rundböden werden dann oben mit einer Schnur stabilisiert. Dazu wickelt man die Schnur oben um die einzelne Böden einmal herum. Die beiden Enden der Schnur werden nun gestrafft und an Pflöcken, die man vorher in den Boden schlägt, fest gebunden. Durch diese Konstruktion erhält der Folientunnel an den Stirnseiten genügend Stabilität. Nun kann man die Folientunnel Folie über die Konstruktion spannen. Die Folienüberstände werden dann noch mit Steinen beschwert. Hinweis: Zum Bau des Folientunnels sollte man UV stabilisierte Folie verwenden.

 

 

Bauanleitung für ein Gewächshaus mit Folienüberzug

Materialien und Werkzeuge

Materialien:

  • 8 Kanthölzer, 200x2x2 cm
  • 8 Kanthölzer,  55x2x2 cm
  • 3 Kanthölzer, 300x2x2 cm
  • 2 Kanthölzer, 200x2x2 cm
  • 12 Stahlwinkel, vermessingt, 80 mm, mit min. 2 Schraublöchern
  • ca. 100 Senkkopfschrauben Holz, 3,0 x 25 mm
  • Tackernadeln
  • Transparente PE-Kunststofffolie aus dem landwirtschaftlichen Bedarf
  • Selbstklebendes Klettband
  • Umweltverträgliches Holzschutzmittel
  • Pflastersteine zum Beschweren der Folie

Werkzeuge:

  • Akkuschrauber
  • Winkelmesser
  • Schraubstock zum Biegen der Winkel
  • Tackergerät
  • Zollstock
Einzelsegmente: Maße und Winkel
Einzelsegmente: Maße und Winkel

Einzelsegmente zusammenbauen

Insgesamt besteht das Foliengewächshaus aus vier Einzelsegmenten, die durch drei Längsträger zusammengehalten werden. Insgesamt hat das Gewächshaus eine lichte Höhe von etwa 2,30 m, es ist 3 Meter lang und etwa 2,20 m breit.

Zunächst werden die vier Einzelsegmente miteinander verschraubt. Dazu werden die Winkelverbinder auf 140° aufgebogen. Diese Arbeit sollte im Idealfall mit einem Schraubstock erledigt werden. Insgesamt werden zwölf Winkelverbinder benötigt. Nun werden zweimal jeweils eine der langen und eine der kurzen Latten mit mindestens zwei Schrauben mit einem aufgebogenen Winkel verschraubt. Beide Hälften werden dann mit einem weiteren Winkelverbinder zu einer Art Dach verschraubt.

Bei zwei dieser dachförmigen Konstruktionen wird am unteren Ansatz der kurzen Latte jeweils eine der übrigen zwei Meter langen Latten verschraubt. Die Einzelsegmente sind damit bereits fertiggestellt.

Gewächshausgerüst montieren

Nun werden mithilfe der zwei 300 cm-Latten die einzelnen Segmente im Abstand von jeweils einem Meter zusammengeschraubt. Oben am First wird die übrig gebliebene 300 cm-Latte verschraubt. Dann sollte das Gerüst aussehen wie rechts unten im Bild.

Sollte das Holz bisher unbehandelt sein, muss es noch mit Holzschutzmittel großzügig eingepinselt werden. Hierfür eignet sich auch eine Holzschutzlasur; ökologisch unbedenklich und ähnlich schützend ist eine Behandlung mit Leinöl.

Gewächshaus in der Seitenansicht
Gewächshaus in der Seitenansicht
Fertiges "Gerüst"
Fertiges "Gerüst"
Folienverlegung auf dem Gerüst
Folienverlegung auf dem Gerüst

Folie auf dem Gewächshaus anbringen

Um eine möglichst große Dichtigkeit der Folie zu erzielen, sollte man darauf achten, dass die Folie sich großzügig überlappt. Mit transparentem Klebeband kann an den Nähten zusätzliche Dichtigkeit geschaffen werden. An der Unterseite des Gewächshauses sollte rundum ein etwa 30 cm langer Streifen übrig bleiben, der lückenlos mit den Pflastersteinen beschwert und anschließend eingegraben wird.

Bei einer zwei Meter breiten Folie sollten drei Bahnen á 570 cm über den Dachfirst gelegt werden, links und rechts sollten dabei etwa 10 cm überstehen. Anschließend werden jeweils zwei Bahnen Folie vorne und hinten an den Giebelseiten angetackert. Diese sollten sich etwa 30 cm überlappen. An der Hinterseite des Gewächshauses wird die Folie mit dem transparenten Klebeband verschlossen, die Folie unten mit Pflastersteinen beschwert und eingegraben.

An der Vorderseite wird etwa 30 cm vom Rand entfernt das Klettverschlussband mit seinem Gegenpart angebracht. So lässt sich das Gewächshaus dicht verschließen und dennoch öffnen. Bei dauerhaft geschlossenem Gewächshaus kann die Folie hier zusätzlich mit Steinen beschwert werden. Die Folienbespannung im Detail kann der nebenstehenden Zeichnung entnommen werden.

Via: http://www.heimwerker.de/garten/gewaechshaus/foliengewaechshaus-bauen.html

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Sa

23

Jan

2016

Samenfeste Sorten versus Hybridsorten

Über zehntausend Jahre war es gute landwirtschaftliche Tradition, dass Bauern einen Teil ihrer Ernte als Saatgut zurück behielten, um es in der nächsten Saison wieder auszusähen. Dieser sogenannte Nachbau setzt allerdings samenfeste Sorten voraus.

In Industriestaaten ist dieser Nachbau heute keineswegs mehr durchgehend üblich. Zum einen, weil viele Feldfrüchte wie Mais, Raps und Weizen unter das Sortenschutzgesetz fallen und nur gegen Lizenzgebühren nach gebaut werden dürfen; zum anderen, weil ein großer Teil der heute in Deutschland gewerblich genutzten 2.600 Pflanzensorten sogenannte Hybridzüchtungen sind, die sich nicht oder nur unter gravierenden Ertragseinbussen nachbauen lassen.

 

Unfruchtbare Hochertragspflanzen

Hybride entstehen durch Selbstbefruchtung möglichst unterschiedlicher Elternlinien. Aus diesen Inzuchtlinien wählt der Züchter über Generationen hinweg jene aus, bei denen die gewünschten Eigenschaften wie Größe, Form, Farbe oder besondere Widerstandsfähigkeit möglichst deutlich zu Tage treten. Kreuzt der Züchter wiederum zwei dieser Inzuchtlinien, erhält er in der nächsten Pflanzengeneration Hybridsaatgut. Aus diesem wachsen – meist mit Hilfe von synthetischen Düngern und Pestiziden – Hochleistungspflanzen mit einheitlichem Aussehen und gleichen Eigenschaften, vor allem aber mit einem hohen Ertrag: Hybrid-Roggen zum Beispiel bringt 10-20 Prozent mehr Ernte, Hybrid-Mais bis zu 600 Prozent. Allerdings: Die positiven Eigenschaften gelten nur für die Erstaussaat. Schon in der nächsten Generation geht der Ertrag deutlich zurück. Damit lassen sich Hybridpflanzen nicht nachbauen.

 

Hybridsaatgut auf dem Vormarsch

Das zwingt die Landwirte dazu, ihr Saatgut jedes Jahr neu zu kaufen. Kritiker sprechen deshalb von einer „biologischen Quasi-Patentierung“ von Hybridsaatgut, weil ähnlich wie bei patentierten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) der Landwirt nur das anbauen kann, was er jedes Jahr von den Agro-Konzernen kauft. Bei Mais hat dies in den letzten 20 Jahren dazu geführt, dass die großen konventionellen Saatgutanbieter mit ihrem Hybrid- oder gar Gen-Mais eine Monopolstellung haben – Sortenvielfalt gibt es hier nicht mehr. Auch bei Raps und Roggen liegt der Hybridanteil heute schon bei über 50 Prozent.

Verlorene Vielfalt

Nach Einschätzung der Welternährungsorganisation FAO gingen in den letzten 100 Jahren drei Viertel der noch um 1900 verfügbaren Sortenvielfalt verloren. Besonders drastisch ist dies bei Gemüsesaatgut: einige Sorten wie extra-süßer Zuckermais, Kohlrabi, Blumenkohl, Broccoli, Rettich oder Chinakohl sind im Grunde nur noch als Hybride auf dem Markt. Bei den meisten anderen in Deutschland gängigen Gemüsearten macht der Anteil der Hybridsorten mehr als 70 Prozent aus. Deshalb muss auch der ökologische Landbau in vielen Bereichen Hybridsorten einsetzen. Dabei gelten aber die Vorgaben der EG-Ökoverordnung: Nach diesen darf im Bio-Landbau keine Gentechnik zum Einsatz kommen und das Saatgut muss ökologisch vermehrt werden.

 

Umstrittene CMS-Hybride

Viele Bio-Bauern und -Gärtner sind davon überzeugt, dass Hybridzüchtungen auch die Ernährungsqualität beeinflussen, die Pflanze also weniger gesunde und schmackhafte Inhaltsstoffe enthält. In der biologischen Landwirtschaft sind Hybride deshalb umstritten. Das gilt insbesondere für sogenannte CMS-Hybride, die mit fragwürdigen Techniken wie der Protoplastenfusion entstehen. Dabei werden Eigenschaften einer Pflanze über Artgrenzen hinweg auf eine andere Pflanze übertragen. CMS steht für cytoplasmatische männliche Sterilität und kennzeichnet Pflanzen, die nicht fortpflanzungsfähig sind, weil sie keine befruchtungsfähigen Pollen haben. Für einen Züchter ist diese Eigenschaft im Grunde ideal, weil seine Züchtungsversuche damit keinem „störendem“ Fremdpollen ausgesetzt sind und er schneller zu einem aussagekräftigen Ergebnis kommt.

 

Bio-Anbauverbände verbieten CMS-Hybride

Die männliche Sterilität kommt bei einzelnen Pflanzen von Zwiebeln, Sonnenblumen, Möhren oder japanischem Rettich durchaus auf natürliche Weise vor. Und genau das machen sich Forscher unter Laborbedingungen zu Nutze: Sie übertragen die CMS-Eigenschaft auf eine andere Pflanzenart – die männliche Sterilität des japanischen Rettichs geht so beispielsweise auf Blumenkohl über. Diese Transformation über Artgrenzen hinaus wäre mit klassischen Züchtungsmethoden nicht möglich. Zwar gilt die CMS-Technik offiziell nicht als „Grüne Gentechnik“, doch wegen der Missachtung der Artgrenzen mit unkalkulierbaren Folgen für Vielfalt und Natur gilt bei den deutschen Bio-Anbauverbänden, wie zum Beispiel Bioland, Naturland und Demeter, ein Verbot für CMS-Hybride.

 

Via:http://www.vielfalterleben.info/samenfeste-sorten-versus-hybridsorten/

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Mi

30

Dez

2015

Hochbeet anlegen - Bauanleitung & Bepflanzung

Hochbeete sind eigentlich nichts anderes als übergroße Blumenkästen aus Holz. Um ein solches Hochbeet anzulegen, bedarf es nicht der großen Gartenkenntnisse und selbst ein Laie kann ein solches Beet anlegen und bepflanzen. Egal ob Sie das Beet mit Blumen, Kräutern oder Gemüse bepflanzen, es ist in jedem Fall eine Bereicherung für Ihren Garten.

Vorteile & Nachteile eines Hochbeetes

Wie es mit aller Sache ist, haben auch Hochbeete ihre Vor- und Nachteile. Wobei man hier ganz klar sagen muss, dass die Vorteile überwiegen.

Die Vorteile eines Hochbeetes:

  • Ein Hochbeet ist Blickfang und verschönert das Gartenbild.
  • Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Rückenleiden ist ein Hochbeet die ideale Lösung, denn der Arbeitsplatz wird um gut einen Meter – je nach Modell, erhöht.
  • Die Erträge sind höher, da im Hochbeet bessere Wärmeverhältnisse herrschen und daher können Sie eher mit dem Anbau beginnen.
  • Ein weiterer Vorteil sind die besseren Nährstoffverhältnisse.
  • Der entstehende Kompost kann später weiter verwendet werden. 

Die Nachteile eines Hochbeetes:

  • Wenn Sie das Hochbeet neu anlegen, dann bedeutet dies zunächst eine Menge Arbeit und Zeitaufwendung
  • Da Hochbeete in der Regel aus Holz bestehen, bedarf dieses einiges an vorbereitender Pflege, damit es nicht zu schnell verfault und ihm die Nässe nichts anhaben kann.
  • Bei heißen Temperaturen müssen die Pflanzen öfter gegossen werden, da die Erde sonst zu schnell austrocknet.

Gemüseanbau - geeignete Sorten für das Hochbeet

Wenn Sie Ihr Hochbeet mit einer lichtdurchlässigen Abdeckung versehen, können Sie das ganze Jahr über von Ihrem Anbau profitieren. Die Salatbepflanzung ist hier natürlich ideal. Sie können hier sogar Ihren eigenen Salat aus Setzlingen heranzüchten. Allerdings gilt zu beachten, dass Sie die richtige Sorte entsprechend der Jahreszeit wählen, denn man unterscheidet Herbstsalate von Sommer- und Frühjahressalaten - Letztere setzt man etwa ab Mitte März. Die Sommersorten können ab Mitte Mai in das Hochbeet gesetzt werden und bei den Herbstsorten warten Sie bis Ende Juli.

Aber nicht nur Salate finden Ihren Weg ins Hochbeet, auch Tomaten, Paprika und Kräuter sind ideal für die Bepflanzung. So haben Sie immer reichlich gesundes Gemüse und natürlich ausreichend Abwechslung. Allerdings gilt besonders bei Paprika- oder Tomatenpflanzen darauf zu achten, dass diese vor Wind und Wetter geschützt werden sollten.

Hochbeet selber bauen - Vorbereitung & Materialien

Bevor Sie mit dem eigentlichen Bau des Hochbeetes beginnen, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst benötigen Sie einen Bausatz, welcher durch eine einfache Modulbauweise zusammenfügbar ist. Zum Bausatz gehören vier Seitenteile, ein Wühlmausgitter, Noppenfolie und Schrauben. Als Alternative können Sie das Hochbeet auch komplett selbst konstruieren und bauen, aber die erste Variante geht recht schnell und unkompliziert.

Neben dem Bausatz benötigen Sie zusätzlich noch etwas Baumschnitt, Grünschnitt, Häckselgut, Kompost, Rasenoden, Laub und Erde und dann können Sie quasi mit dem Aufbau des Hochbeetes beginnen.

Bauanleitung für ein Beet aus Holz

Wie bereits erwähnt, können Sie den kompletten Bausatz in jedem gut geführten Baumarkt oder Gartencenter erwerben. Sie haben die Auswahl an Modellen aus Holz oder aus Kunststoff, wobei Sie vorrangig auf Ersteres zurückgreifen sollten. Das hat nicht nur den Grund, dass Holz ein natürlicher Rohstoff ist, es ist auch ein nachwachsender Rohstoff, sodass Sie der Umwelt einen Gefallen tun. Vielleicht gehen Sie sogar einen Schritt weiter und halten nach Modellen Ausschau, die aus heimischen Holzarten hergestellt wurden? Das kommt der Umwelt noch mehr zu Gute, da es nur geringe Transportwege gibt. Ideal wäre hier Lärchenholz, da es einen hohen Harzgehalt aufweist und Sie sich das Imprägnieren sparen können.

Hochbeet aufbauen in 13 Schritten:

  1. Stecken Sie die Seitenteile zusammen.
  2. Verschrauben Sie diese für einen besseren Halt miteinander.
  3. Legen Sie am Boden das Wühlmausgitter ein, worüber Sie später das Füllmaterial streuen.
  4. Bringen Sie nun die Noppenfolie im Innenraum an. Achten Sie darauf, dass die Noppen gut am Holz anliegen.
  5. Befestigen Sie im Anschluss den Rand am Hochbeet.
  6. Nun befüllen Sie das Hochbeet mit einer zehn Zentimeter dicken Schicht aus Laub.
  7. Fügen Sie nun auf die nächsten 20 Zentimeter Zweige und Äste hinzu.
  8. Jetzt folgt eine dünne Schicht aus Häckselgut.
  9. Ideal wäre es, wenn Sie etwas Grasschnitt zur Verfügung hätten. Diesen können Sie in einer zehn Zentimeter dicken Schicht über dem Häckselgut verteilen.
  10. Legen Sie nun Grassoden über die letzte Schicht. Dabei sollte die Erde nach oben zeigen.
  11. Es folgt eine weitere Laubschicht. Hier genügen etwa fünf Zentimeter.
  12. Die Laubschicht wird nun mit einer Schicht Komposterde abgedeckt. Diese Schicht sollte etwa zehn Zentimeter hoch sein.
  13. Zum Schluss geben Sie eine Schicht Gartenerde hinzu und können direkt mit der Bepflanzung beginnen.

Das Hügelbeet - die Alternative zum Hochbeet

Ein Hügelbeet ist eine gute Alternative zu einem Hochbeet. Dieses ist etwas schräg abfallend und wird im Gegensatz zu einem Hochbeet ohne eine Einfassung angelegt. Der Vorteil eines Hügelbeetes – Sie erhalten mehr Anbaufläche, als wenn Sie ein normales Flachbeet anlegen.

Mein Fazit

Hochbeete sind nach meinen Erfahrungen die bessere Lösung. Sie lassen sich recht schnell anlegen und sind ideal für den Gemüseanbau geeignet. Zudem verlängert sich die Anbauzeit um einiges und man erhält eine reichlichere Ernte, als wenn man auf einem normalen Beet anbaut.

Wobei man sagen muss, dass Hügelbeete für Blumen besser geeignet sind, da diese auf dem hoch angelegten Beet sehr gut zur Geltung kommen.

Via:http://www.gartendialog.de/gartengestaltung/hochbeet/hochbeet-anlegen.html

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So

22

Nov

2015

Alles über die Walnuss

Vor allem zur Vorweihnachtszeit begegnen uns überall Walnüsse. Du solltest sie keinesfalls links liegen lassen, denn sie sind wahre, kleine Vitalstoffwunder mit hohem gesundheitlichem Wert!

 

Eine alte Sage erzählt uns Folgendes: “In der Urzeit, als Menschen noch Eicheln aßen, verspeisten Götter die Walnüsse”. Der lateinische Name Juglans bedeutet übersetzt “Jupiters Frucht”, was nur bestätigt, dass die Walnuss eine königliche Frucht war. Und schließlich wird die Walnuss in der Bibel unter anderem als das ideale Nahrungsmittel für den Menschen erwähnt. Grund genug, um uns ein wenig eingehender mit dieser Wunderfrucht zu befassen.

 

Die Walnuss strotzt nur so von Vitalstoffen wie Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Mangan, Selen und den Vitaminen B, E und K.

 

Laut neueren Untersuchungen reicht es aus, neun Walnüsse täglich zu verspeisen, um den Körper vor hohem Blutdruck zu schützen, besonders in Stresssituationen. Hast du schon bemerkt, dass der Kern der Walnuss dem Gehirn ähnlich sieht? Tatsächlich schützt sie durch den hohen Anteil der Omega-3-Fettsäuren auch die Funktion des Gehirns, verbessert allgemein die Konzentration und Merkfähigkeit. Es wäre also ideal, deinem Schulkind einige Walnüsse mit in die Pausenbrotdose zu packen.

 

Das sind die weiteren positiven Wirkungen der Walnuss auf unsere Gesundheit:

 

  • schützt das Herz und die Blutgefäße

  • hilft unterstützend bei Brust- und Prostatakrebs

  • verringert das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken

  • wirkt gegen Stress

  • hilft beim Einschlafen

 

Wenn du abends schlecht zur Ruhe kommst und an Einschlafstörungen leidest, iss ein paar Walnüsse nach dem Abendessen, und dein Schlaf wird ruhig und erholsam sein.

 

Die Walnuss gibt uns noch ein nützliches Produkt in die Hände: das Walnussöl. Hochwertiges Bio-Walnussöl ist in den meisten Bioläden, Reformhäusern oder alternativ online erhältlich. Es pflegt und schützt die Haut, und bei regelmäßiger Anwendung wirkt es gegen Falten. Walnussöl glättet die Haut, besonders in reiferen Jahren, dank der reichlich enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Vor dem Haarewaschen in die Haare einmassiert, regeneriert es beschädigtes Haar und strapazierte Haarspitzen (Spliss).

 

Natürlich sind sowohl die Walnuss als auch das Öl kulinarisch mannigfaltig verwendbar. Nur solltest du darauf achten, das Öl nicht zu stark zu erhitzen, weil es dadurch seine positiven Eigenschaften weitgehend verliert.

 

Selbstverständlich kannst du Walnusskerne auch so knabbern. Es gibt aber noch viele weitere, wunderbar leckere und interessante Rezeptvorschläge, die ich dir hier vorstellen möchte.

 

Frühlingssalat


Benötigte Zutaten:

 

  • eine Handvoll junger Spinatblätter

  • einige neue, kleine Kartoffeln, gekocht und halbiert

  • gekochte Wildspargelspitzen

  • Frühlingszwiebeln, klein geschnitten, nach Wunsch

  • Kirschtomaten

  • gekochte weiße Bohnen

  • eine Handvoll Walnusskerne

 

Alles Gemüse mischen und mit einem Dressing aus Apfelessig, Senf, Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Das Ergebnis ist ein zarter, gesunder und nicht alltäglicher Salat, der noch dazu herrlich schmeckt und von Vitaminen strotzt.

 

Weitere Verwendungen für Walnüsse

 

Ein Apfel-Selleriesalat mit einem Dressing aus Mayonnaise, Creme fraiche und Zitronensaft ist ohne Walnüsse nicht komplett, ebenso wie auch ein Avocado-Chicoree-Rucola Salat mit dem Dressing aus Tofu und Dill.

 

Die orientalische Küche kennt den Salat aus frischen Gurken und Walnüssen als Vorspeise. Dazu werden Gurken in Scheiben geschnitten, gesalzen, gepfeffert, mit Olivenöl übergossen und mit einer cremigen Sauce aus geriebenen Walnüssen, Knoblauch, Semmelbröseln, Salz und Zitronensaft vermischt.

 

Käseplatten sind ohne Walnüsse nicht wegzudenken. Und Bratäpfel mit einer Mischung aus gemahlenen Nüssen, Honig, Zimt und Zucker sind ein unübertrefflicher Leckerbissen, gerade in der Vorweihnachtszeit.

 

Auch Pestos kannst Walnüsse als regionale Alternative zu Pinienkernen verwenden. Ein Rezept für Walnusspesto-Bärlauch Rezept findest du hier.

 

Walnüsse gleich zweimal ernten

 

Schön ist es, wenn du einen eigenen Walnussbaum hast. Damit kannst du gleich zweimal pro Jahr die Früchte nutzen, zunächst im Juni, wenn sie noch grün sind. Aus den grünen Nüssen sowie Schnaps und Zucker kannst du einen wunderbaren Nusslikör ansetzen. Die reifen Nüsse sammelst du natürlich im Herbst, knackst sie selber und legst dir einen Vorrat für den Winter an. Vielleicht lässt du einige liegen, damit die Eichhörnchen im Winter etwas zum Knabbern haben!

 

Bewahre die trockenen Kerne am besten in Papiertüten im Kühlschrank auf. Du kannst sie auch in Behälter mit hermetischem Verschluss geben, so halten sie sich im Kühlschrank einige Monate. Vakuumiert und tiefgefroren haben sie eine Lebensdauer bis zu einem Jahr.

 

Du siehst, die Walnuss ist eine ganz besondere Frucht, bei der es sich lohnt, ihr mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Deine Ideen zu diesem Thema sind uns natürlich immer willkommen. Wie verwendest du Walnüsse am liebsten?


Walnussöl


Die Natur hat viel Gutes zu bieten, das sich sowohl für die schmackhafte Küche als auch für natürliche Kosmetik verwenden lässt. Aber auch wenn es um eine gesunde Lebensweise geht, dann hat die Natur einiges zu bieten. Walnussöl gehört zu den Schätzen der Natur, das sich positiv auf die Gesundheit auswirkt und zudem noch dazu beträgt, dass eine gesunde Ernährung auch noch gut schmeckt. Wer sich näher mit dem Öl der Walnuss befasst, der wird schnell feststellen, wie vielseitig dies sein kann.

 

Wie wirkt Walnussöl?

 

Walnussöl ist ein wahres Gesundheitselixier und kann gleich mit mehreren Wirkstoffen punkten, die für die Gesundheit wichtig sind. Die Walnussöl Wirkung setzt sich zum Beispiel aus 18 % einfach ungesättigten Fettsäuren und 73 % mehrfach gesättigten Fettsäuren zusammen. Das ist aber noch nicht alles, denn es kommen noch 9 % gesättigte Fettsäuren dazu und diese Mischung wirkt sich günstig auf den Fettgehalt im Blut, also auf den Cholesterinspiegel aus. In der Folge werden die HDL-Cholesterinwerte angehoben, die schädlichen LDL-Werte werden gleichzeitig gesenkt und auch der Fettstoffwechsel wird angekurbelt. In Walnussöl sind Omega-3-Fettsäuren enthalten und diese Fettsäuren sind sehr wichtig für die Zellen der Nerven und des Gehirns. Sie verbessern darüber hinaus den Blutfluss, sie verringern Ablagerungen in den Blutgefäßen und beugen so effektiv einem Herzinfarkt vor.

 

Wer Stress abbauen will, der sollte auf die Walnussöl Wirkung vertrauen, denn das im Öl enthaltene Magnesium kann den Blutdruck senken und Stress abbauen. Für einen niedrigen Blutzuckerspiegel ist Walnussöl ebenfalls eine gute Wahl, denn die Ballaststoffe im Walnussöl sorgen dafür, dass die Blutzuckerwerte nicht ansteigen. Walnussöl wirkt sich aber auch durch die Vitamine B und E positiv auf die Gesundheit aus, denn zusammen sind diese Vitamine ein sehr guter Mix, um sogenannte Antioxidantien abzuwehren, zudem haben sie eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung.

 

Das Immunsystem wird durch Walnussöl gestärkt und sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit werden gesteigert, die Fähigkeit sich zu konzentrieren, wird gestärkt und alle, die Walnussöl für sich entdecken, kann ggf. Rheuma ebenso vor wie auch Schuppenflechte und Darmkrebs vorbeugen (Für weitere Informationen fragen Sie bitte Ihren Arzt). Nicht umsonst wurde Walnussöl von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zum „Health Claim“, einem gesundheitsfördernden Lebensmittel erklärt und das besondere Öl darf mit seinen guten Eigenschaften für sich werben.

 

Walnussöl zum Braten

 

Walnussöl hat schon lange seinen erfolgreichen Siegeszug auch durch die Küchen dieser Welt angetreten, denn seit bekannt ist, wie positiv sich das Öl auf die Gesundheit auswirken kann, wird es gerne zum Kochen und Braten verwendet. Alle, die jetzt vielleicht fragen, wie Walnussöl schmeckt, werden erstaunt sein, denn Walnussöl hat ein wunderbares Aroma. Feinschmecker und auch Spitzenköche, die Walnussöl zum Braten verwenden, schwärmen von seinem nussigen, feinen Aroma, das vielen Gerichten eine ganz besondere Raffinesse verleiht. In Frankreich, Indien und auch in Moldawien gehört Walnussöl einfach zur guten Küche dazu, denn das Öl ist leicht und wird auch zu einem intensiven Geschmackserlebnis, wenn die Nüsse geröstet werden.

 

Da Walnussöl einen sehr niedrigen Rauchpunkt von nur 130° Grad hat und daher sehr schnell ranzig werden kann, sollte es in der Küche nur kurz und bei kleinen Temperaturen zum Anbraten verwendet werden. Ideal ist das Öl aber, wenn es um Dressings für Salate geht, auch wer Fisch oder einer Suppe eine pikante Note verleihen möchte, der sollte Walnussöl entweder als Zutat für die Soße verwenden oder das Öl zum Beträufeln nutzen. Wird Walnussöl für das Dessert oder für selbst gemachtes Eis verwendet, dann sollte es Öl aus nicht gerösteten Nüssen sein, denn dieses Walnussöl ist sehr mild, hat aber trotzdem einen angenehm nussigen Geschmack. In Gourmetkreisen hat sich das Öl der Walnuss schon seit langer Zeit als beliebtes Öl etabliert, und seit zahlreiche Studien nachgewiesen haben, wie gut Walnussöl für die Gesundheit ist, findet Walnussöl immer mehr begeisterte Anhänger.

 

Sanddorn Rezepte – immer wieder anders und immer wieder lecker
Sanddorn ist nicht nur gesund, die kleinen gelben Beeren lassen sich auch sehr vielseitig verwenden. Es gibt unendlich viele Sanddorn Rezepte, denn als Gemüse, als Marmelade, als Konfitüre und auch als Saft macht der Sanddorn immer eine gute Figur.

 

Einen Walnussbaum pflanzen

Einen Walnussbaum pflanzen ist nicht besonders schwer. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass genügend Platz vorhanden ist und der Baum nicht zu nah an den Garten des Nachbargrundstücks gepflanzt wird. Der Baum sollte idealerweise frei stehen und sich nicht in der Nähe eines Wegs, Zauns oder ähnlichem befinden. Darüber hinaus sollte das Erdloch, in das der Baum hineingesetzt wird, entsprechend groß sein und mit nährstoffreichem Boden gefüllt werden. Durch die Zugabe von Hornspänen wird dem Baum zusätzlich das Anwachsen erleichtert. Damit der Baum feststeht, soll die Erde angetreten werden. Nun kann der Baum beginnen zu wachsen, wobei zu beachten ist, dass eine regelmäßige Bewässerung notwendig ist. Eine längere Trockenheit im Sommer ist für Walnussbäume lebensbedrohlich.

 

 

Sorten und Geschmack


Es gibt so viele Walnusssorten, dass es unmöglich ist alle aufzuzählen. Im Folgenden sollen daher nur die wichtigsten genannt und kurz erläutert werden. Zunächst gehört die “Geisenheimer Walnuss” zu einer der bekanntesten Sorte in Mitteleuropa. Sie stammt aus der Gegend um Rüdesheim und ist besonders resistent gegen Frost und kann ohne Probleme als Einzelbaum im eigenen Garten gepflanzt werden. Ähnlich verhält es sich mit der “Moselander Walnuss”, die zu den besten deutschen Walnusssorten überhaupt gehört. Sie eignet sich u.a. auch für sehr trockene Standorte. Die “Weinheimer Walnuss” eignet sich sowohl für den privaten Anbau im eigenen Garten als auch für den kommerziellen Anbau auf großen Flächen. Die “Spreewalder Walnuss” hingegen ist sehr kälte- und frostempfindlich. Die Kernhaut der “Donaunuss” ist auffallend rot gefärbt. Die “Kurmarker Walnuss” soll wohl auch für Standorte geeignet sein, die nicht die typischen Merkmale eines Weinbaugebiets aufweisen. Diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig. Es gibt unzählige Walnusssorten.

Selbstverständlich verfügen alle Sorten über einen ähnlichen jedoch auch deutlich eigenen Geschmack. Insgesamt verfügt die Walnuss über ein süßliches, mildes und dennoch sehr charakteristisches Aroma.

 


 

 

Via: http://www.smarticular.net/die-walnuss-geballte-energie-und-schatztruhe-der-gesundheit/ und http://www.zeitung.de/gesundheit/walnussoel/

 

 

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Di

01

Sep

2015

Gartenarbeiten im September

Sollte der September kälter werden, empfiehlt es sich, Wärme liebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Auberginen, vor Kälte zu schützen. Dazu eine Konstruktion, aus Holzlatten und Folie, um die Pflanzen bauen.

Einige sehr frostempfindliche Pflanzen, wie z.B. Melonenbirnen jetzt schon ins Winterquartier umsiedeln.

Nach der Ernte der Erdbeeren, sollten Sie die Erdbeerpflanzen auf den Winter vorbereiten. Das bedeutet Austriebe entfernen, düngen und alte Blätter entfernen.

Kälteempfindliche Kräuter wie Rosmarin, Basilikum und Lorbeer, sollten vor dem ersten Frost, aus dem Garten, entweder auf die Fensterbank oder ins Winterquartier umgesiedelt werden. Basilikum ist zwar nicht mehrjährig, aber durch die Umsetzung ist eine Ernte bis Dezember möglich. Mediterrane mehrjährige Kräuter, die im Garten überwintern, sollten mit Reisig oder einer Schicht aus Mulch geschützt werden. So wird sichergestellt, dass die Kräuter auch bei tiefen Temperaturen den Winter überleben.

Die beliebte Strauch- und Heckenpflanze Buchsbaum oder Buchs sollte, wenn nicht schon im August erledigt, noch einmal mäßig zurück geschnitten werden, damit der Strauch die gewünschte Form behält oder erreicht. Warten Sie mit dem Schnitt des Buchsbaum nicht zu lange. Anfallendes Schnittgut kann ideal zum Mulchen verwendet werden.

Wenn nicht schon bereits im August erledigt, können Sie jetzt noch neuen Rasen aussäen. September ist der letzte Monat im Jahr, in dem dies noch problemlos möglich ist. In den folgenden Wochen würde der Boden auskühlen und der Rasen nicht mehr keimen. Gleiches gilt auch für das Verlegen von Rollrasen.

Der Herbst ist der ideale Pflanzzeitpunkt für Himbeeren. Beim Kauf der Himbeeren sollte darauf geachtet werden, dass es sich um widerstandsfähige Pflanzen gegen Pilz- und Viruskrankheiten handelt. So kann vielen Himbeerkrankheiten vorgebeugt werden.

Bei zu überwinternden Radicchio sollte ab September das Blattwerk entfernt werden.

Beim Rosenkohl sollten im September oder Oktober die Haupttriebe entfernt werden.

Routinearbeiten im September

  • Neue Blüten der Tomatenpflanzen entfernen.
  • Geiztriebe der Tomaten entfernen.
  • Vor dem ersten Forst, sollte nochmals um den Winterlauch Erde angehäuft werden.
  • Knollensellerie benötigt im September ausreichend Wasser und sollte besonders in trockenen Perioden regelmäßig gegossen werden.

Aussaaten und Pflanzungen im September

  • Bis Mitte September kann man noch winterharten Feldsalat aussäen.
  • Spätkulturen von Spinat können im September in den Garten gesät werden. Vor zu kalten Temperaturen schützt Folie oder Gartenvlies.
  • Bis Ende September können noch Rettich und Radieschen im Garten ausgesät werden.
  • Die Zwiebeln von Frühlingsblumen wie z.B. Narzissen und Tulpen können im Herbst gesetzt werden.
  • Kerbel und Liebstöckel (Maggikraut) kann ebenfalls noch im September ins Freiland oder auf der Fensterbank gesät werden.

Via:http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-september

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Mo

10

Aug

2015

Gartenarbeiten im August

Im August strahlt die Sonne besonders kräftig und lange. Das merkt man als Gärtner vor allem am vermehrten Wasserbedarf der Gartenpflanzen. Daher sollte man regelmäßig gießen und darauf achten, dass die Pflanzen im Garten nicht vertrocknen.

Die anfallenden Gartenarbeiten im August beschränken sich meist auf Ernten, Gießen, Düngen und sonstige Bodenpflege. Regelmäßiges aufhacken des Bodens zum Beispiel, lockert diesen und vermindert das Wachstum von Unkräutern.

Ende August nähert sich die Gartensaison langsam dem Ende zu. Daher sollten Sie jetzt Tomatenblüten entfernen, die sich noch an den Tomatenpflanzen befinden. Die Früchte, dieser Blüten, würden nicht mehr rechtzeitig fertig werden und der Pflanze unnötig Kraft rauben. Kraft die die Tomatenpflanze besser in die Ausbildung der bereits vorhandenen Tomaten investieren sollte.

Die Strauch- und Heckenpflanze Buchsbaum oder Buchs sollte noch einmal mäßig in die gewünschte Form zurück geschnitten werden.


Routinearbeiten im August

  • Geiztriebe der Tomaten entfernen und diese regelmäßig gießen.
  • Gurken und Knollensellerie benötigen in der heißen Jahreszeit ebenfalls ausreichend Wasser.

Pflanzungen und Aussaaten im August

  • Viele Kräuter wie z.B. Kerbel, können immer noch nachgesät werden.
  • Wenn nicht schon im Juli geschehen, sollten Sie jetzt Erdbeeren neu pflanzen oder bestehende Erdbeerpflanzen vermehren.
  • Wer in diesem Gartenjahr noch Chinakohl ernten will, sollte diesen bis Anfang Augist aussäen, da bei einer späteren Saat sich der Kohlkopf nicht mehr richtig ausprägt.
  • Rasen aussäen.
  • Bis etwa Mitte August, können die letzten Folgesaaten von Kopfsalat gesät werden.
  • Wer auch im Winter auf Porree oder Lauch nicht verzichten will, sollte in den ersten Augustwochen noch Winterporree aussähen.
  • Ende August werden auch die Wintersteckzwiebeln gesetzt, die dann im nächsten Frühjahr geerntet werden können. Bei den Zwiebeln der aktuellen Saison sollte man das Gießen reduzieren. Die meisten Zwiebelsorten werden August/September geerntet.
  • Wer in regelmäßigen Abständen Radieschen nachsät, hat stetig frischen Nachschub für Salate und Rohkostgerichte. Auch Rettich kann noch bis Ende September nachgesät werden.
  • Die meisten Salate werden bereits geerntet, Endiviensetzlinge können aber noch bis Mitte August ins Freiland gesetzt werden. Mehr über die Pflege von Endivien nachlesen.
  • Ein weiterer Salat, dessen Aussaat erst Mitte August beginnt, ist der Feldsalat. Dieser winterharte Salat kann noch bis Mitte des folgenden Monats ausgesät werden.
  • Diesen Monat lassen sich das letzte Mal noch Speiserüben aussäen.
  • Ab August kann man mit der zweiten Spätkultur Spinat beginnen.
  • Auch Liebstöckel lässt sich im August noch säen.
Via:http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-august
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Mi

08

Jul

2015

Studie zu Resistenzen: Scheitern der Gentech-Landwirtschaft

Foto: www.geneticliteracyproject.org
Foto: www.geneticliteracyproject.org

Die in Berlin vorgestellte Studie bestätigt Ausmaß und Folgen widerstandsfähiger Unkräuter in der US-amerikanischen Landwirtschaft, die beim Anbau von Gentech-Pflanzen entstehen. Sie zeigt aber auch die noch unbekannte Dimension des Resistenzproblems in Europa, vor allem gegen das Pflanzengift Glyphosat, das auch in der gentechnikfreien Landwirtschaft breit angewendet wird. Die Bewertung der Autoren, welche die Studie im Auftrag der europäischen Grünen erstellt haben, ist eindeutig: Superunkräuter sind eine Folge der industriellen Landwirtschaft, in der Gentechnik-Pflanzen nur die Speer-Spitze negativer Entwicklungen sind. Fazit: Dieses System steckt in der Sackgasse.

Noch vor gut 10 Jahren behauptete Monsanto, Entwickler von Glyphosat, die Bildung von Resistenzen beim Gebrauch dieses Spritzmittels sei trotz langjährigem und ausgiebigem Einsatz nahezu ausgeblieben und auch die einzigartige Struktur und Wirkungsweise von Glyphosat mache eine Resistenzentwicklung bei Unkräutern unwahrscheinlich. Fakt ist, dass heute auf beinahe der Hälfte aller US-Landwirtschaftsbetriebe glyphosat-resistente Unkräuter auf einer Fläche von 61,3 Mio. Hektar wachsen. Laut dem „International Service of Herbicide Resistent Weeds“ (weedscience.org) sind in den USA inzwischen 13 resistente Pflanzenarten registriert. Den Landwirten bereitet besonders der Fuchsschwanz, der höher wächst als die angebaute Kultur selbst und inzwischen gegen mehrere Spritzmittel Abwehrstrategien entwickelt hat, große Sorgen. Trotz ausbleibendem Ertragszuwachs hat dies bei einigen Landwirten zu einer Kostensteigerung von 100% geführt. Die Lösung der Resistenzprobleme durch die Industrie: Gentechnik-Pflanzen, die gegen mehrere Spritzmittel resistent sind. Christoph Then, Gentechnikexperte und Autor der Studie warnt vor dieser Rüstungsspirale und mahnt, diese Strategie bedeute, „das Feuer mit Öl zu löschen“.

Aber auch in Europa zeichnet sich trotz einer weitgehend gentechnikfreien Landwirtschaft die gleiche Entwicklung von Resistenzproblemen in der Landwirtschaft ab. Die meisten resistenten Pflanzenarten gibt es in Frankreich und Italien, gefolgt von Spanien sowie Deutschland. Gründe: reduzierte Bodenbearbeitung, Monokulturen, keine Anwendung von Fruchtfolgen und einseitige Anwendung von Spritzmitteln. Für Martin Häusling, Europaparlamentarier und Herausgeber der Studie, ist die Lösung klar: „Wir müssen deutlich umsteuern hin zu einer wissensbasierten statt technikorientierten Landwirtschaft, die auf ökologische Methoden wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge setzt und nicht auf plumpe chemische Lösungen, weil das einfacher ist und sich auch noch gut verkaufen lässt. Der massive Einsatz giftiger Chemikalien und eine weitere gentechnische Aufrüstung auf dem Acker sind das Problem, nicht die Lösung“. Jan Plagge, Bioland-Präsident, bestätigte die Erkenntnisse der Studie und fordert die Politik auf, Projekte zu fördern, die mit modernster Technik mechanische und herbizidfreie Ansätze liefern. [keh]

Via: http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/29785.html


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Mi

01

Jul

2015

Gartenarbeiten im Juli

Der Hochsommer beginnt und die Gartensaison ist im vollem Gange. Überall blüht und gedeiht es. Ein wichtiges Thema diesen Monat ist sicherlich die Versorgung der Garten- und Balkonpflanzen mit ausreichend Wasser. Vor allem längere Trockenperioden zehren an den Kräften der Pflanzen. Daher ist regelmäßiges Gießen Pflicht.


Richtig Gießen im Sommer

 

Die ideale Gießzeit ist am Morgen, wenn die Pflanzen noch an die kühlere Nachttemperatur gewöhnt sind und das kalte Gießwasser keinen Schock verursacht. Gießen Sie Ihren Garten zwei Mal in der Woche reichhaltig. Einige Pflanzenliebhaber machen den Fehler, oft, aber dafür zu wenig zu gießen. Dies hat zur Folge, dass nicht genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt und diese vertrocknen und absterben. Mit weniger Wurzelwerk, fällt es der Pflanze schwerer den notwendigen Wasserbedarf selbst zu decken. Vertrocknende und schwache Pflanzen sind die Folge. Daher immer reichlich gießen, dass auch genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt.

 

Gartenpflanzen, die regelmäßiges Gießen besonders benötigen sind beispielsweise Tomaten und Gurken.

 

Wichtig ist auch, dass es vermieden wird, dass Wasser unnötiger Weise über das Grün der Pflanzen läuft. Achten Sie darauf, stets am Wurzelansatz zu gießen. Viele Pflanzen, wie z.B. Tomaten, nehmen Wasser auf den Blättern übel und werden so anfällig für Krankheits- oder Pilzbefall.

 

Um längere Trockenzeiten kostengünstig zu überbrücken, sammeln viele Gärtner Regenwasser. Aber nicht nur Wasser sammelt sich in den Regentonnen, sondern auch zahlreiche nervige Stechmückenlarven. Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen diese Plagegeister und sorgen für juckende Mückenstiche. Damit Ihre Regentonne nicht zur Brutstätte für Stechmücken wird, decken Sie diese mit einem Deckel ab. Auf diese einfache Weise lagert das Wasser dunkel und so geschützt vor Insekten.


Routinearbeiten und Pflanzenpflege im Juli

 

Tomaten ausgeizen.

Damit Pfingstrosen in der nächsten Gartensaison wieder prachtvoll blühen, werden Sie nach der Blütezeit gedüngt.

Gerade im Sommer hat man den Eindruck, dass das Unkraut schneller wächst als die eigentlich gewünschten Gartenpflanzen. Regelmäßiges Unkraut jäten gehört daher zur Gartenarbeit dazu. Gerade zwischen den Gartenkräutern schleicht sich gerne das ein oder andere Wildkraut ein.

Sofern nicht schon im Juni erledigt, sollten Sie spätestens jetzt die verblühten Reste an den Rhododendren entfernen und mit speziellem Rhododendrondünger düngen.

 

Aussaaten und Pflanzungen im Juli

 

Ab Juli Erdbeeren pflanzen, damit Sie nächstes Jahr schmackhafte Früchte tragen.

Rasen kann noch bis September ausgesät werden.

Rettich für die Ernte im Herbst und Winter aussäen.

Bis Anfang Juli sind noch weitere Nachsaaten von Buschbohnen möglich, die dann etwa acht Wochen später geerntet werden können.

Wer bis in den Herbst hinein frische Kräuter nicht missen möchte, der sollte diese Kräuter regelmäßig nachsäen. Bis Ende des Monats lässt sich beispielsweise noch Dill und bis September noch Kerbel säen.

Kleine Sorten der Rote Bete, Radieschen, Rettich und Speiserüben.

Spinat

Bis diesen Ende Juli kann Zuckerhut, Stiel- und Blattmangold noch ausgesät werden.

Herbst- und Wintersalat

Erbsen

Fenchel

Chinakohl

Winterlauch (Winterporree) wird ab Ende Juli/Anfang August ausgesät.

Bis Mitte Juli kann man noch Endivien direkt ins Freiland säen. Vorgezogene Endiviensetzlinge können ebenfalls ab der Mitte des Monats ins Freiland umgesetzt werden.

Den ganzen Juli über kann man Radicchio direkt ins Beet setzen.

 

Ernten im Juli

 

Regelmäßiges Ernten erhöht bei Gurken und Zucchini den Ertrag. Ernten Sie deshalb alle drei Tage Ihre Gurken. Zucchini schmecken am besten, wenn die Früchte nicht größer als 15 cm sind. Bei größeren Zucchini wird das Fruchtfleisch teilweise holzig und schmeckt auch nicht mehr so gut.

Sobald das Grün, des Knoblauchs gelb wird, ist dieser erntereif. Heben Sie ein paar Zehen für eine erneute Pflanzung im Oktober auf.

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Mo

29

Jun

2015

Solar-Trockner selber bauen

Bei diesem Projekt geht es um den Bau eines solaren Trocknungsgerätes das z.B. zum Dörren von Obst zur Konservierung verwendet werden kann. Der Solartrockner kann ausschliesslich durch Sonne betrieben werden, d.h., sie liefert zum einen die Wärme für den Warmluftstrom, aber auch mittels Photovoltaik die Energie für einen Ventilator welcher den Warmluftstrom durch das Dörrgut bewegt und ausserdem eine gezielte Steuerung ermöglicht.


Inhalt:

1 Modularer Aufbau

Das System ist modular aufgebaut und besteht aus drei Hauptkomponenten:

- einem drehbar gelagerten Warmluft-Kollektor (siehe auch Luftkollektor)

- einem Korpus der viele Einschubmöglichkeiten für Horden bietet auf denen das Dörrgut getrocknet werden kann.

- einem Ventilationssystem


Man beachte: Die grüne Farbe ist übrigens keine gekaufte Farbe aus dem Baumarkt, sondern eine selbstgemachte; einfach grünes Pigmentpulver mit Leinöl-Firnis mischen; geht super, kostet nur ein Bruchteil des Preises von Baumarkt-Farben, und hält genausogut; das Foto wurde aufgenommen nachdem die Farbe bereits den ersten Winter überstanden hatte - und sieht noch aus wie am ersten Tag ;).


2 Features:

- kein Spielzeug, der Trockner ist ausgelegt für den bedarf eines landwirtschaftlichen Betriebes (z.B. in punkto Fassungsvermögen)

- modularer Aufbau; wenn nicht benötigt kann der Luftkollektor auch abgekoppelt und etwa zur Beheizung eines Anzuchtgewächshauses oder gar einer Wohnung verwendet werden.

- Innen ist Platz für 28 Einschübe, das entspricht einer Trocknungsfläche von rund 8qm !!!

- Luftkollektor Aperturfläche ca. 2 qm

- der Luftkollektor ist aus Schrott-Teilen gebaut (z.Bsp. Glas: Teile einer alten Duschkabine, Absorberblech: alte Computergehäuse, Isolationsmaterial: geschreddertes Altpapier)

- Ventilator Luftdurchsatz: 100m^3/h = 1.67m^3/min; das entspricht ungefähr dem 4.4-fachen des Korpusvolumens - anders gesagt pro Min wird die Luft des Korpusvolumens ca. 4.4-mal ausgetauscht.

- Die Rahmenteile des Korpus sind komplett und ausschliesslich aus Bestandteilen bzw. Bauteilen aus dem Basis-Set "Holz" gebaut. Die Rahmenteile der Luftkollektor-Halterung quasi aus den Bestandteilen des Ergänzungs-Set "Langholz", dh. die Längen und Gehrungen sind natürlich angepasst, aber der Kantholzquerschnitt stimmt damit überein.

- Der Ventilator wird durch die 4 Photovoltaikpanels (4 x 100W/peak) betrieben, die im Hintergrund zu sehen sind. Das ist etwas überdimensioniert, aber war halt gerade verfügbar ;) Mittelfristig will ich dafür noch ein eigenes Panel bauen, welches dann auf dem Korpus-Dach positioniert wird und unter dem Korpus wird dann noch eine 12V-Batterie, sowie eigener Laderegler und Inverter untergebracht. Damit läuft das Teil autonom.

- Der Winkel des Luftkollektors ist beliebig schwenkbar und kann im Sommer flacher (etwa 45°) und im Winter steiler (etwa 80°) entsprechend dem Sonnenstand ausgerichtet bzw. eingestellt werden.

- auf den Fotos etwas schlecht zu sehen: Das Luftkollektor-Modul hat unter dem Ständer 4 große Rollen angebracht. Damit lässt es sich insgesamt drehen und etwa 3-mal am Tag nach dem Sonnenstand ausrichten. Schöner wäre hier natürlich ein Drehkranz, womöglich mit motorbetriebener Ausrichtung, gewesen, aber ich brauchte das Teil dringend und war unter enormem Zeitdruck, daher die Rollen als einfacher Workaround. Drehkranz etc. lässt sich noch später nachrüsten.

- apropos nachrüsten, natürlich lässt sich bei Bedarf auch ein stärkerer Ventilator nachrüsten. Der aktuelle leistet aber mit 100m^3/h schon einiges an Luftaustausch und - wichtig! - benötigt nur 11 Watt Nennleistung. Mal schauen wie weit ich damit komme. Und bezügl. der Wärmemenge durch den Luftkollektor: falls die 2qm Kollektorfläche nicht ausreichend sollten (was ich aber bezweifle) lassen sich noch locker 2 oder drei weitere Kollektormodule an den unter dem Korpus befindlichen Luftkasten anschliessen.

- alle Lufteintritts- und austritts-Öffnungen sind mit feinen Gittern versehen, damit etwaige Krabbelviecher möglichst aussen vor bleiben ;)


3 Der Bau des Korpus

4 Der Bau des Ventilationssystems


5 Die Steuerung des Ventilationssystems

Das Ventilationssystem soll so gesteuert werden, dass eine bestimmte Temperatur im Inneren des Trockners eingestellt und gehalten werden kann. Zu diesem Zweck wird die Temperatur der in den Korpus strömenden Luft gemessen und mittels eines Mikroprozessors der Ventilator entweder an und aus gestellt, oder in einer aufwendigeren Version, die Drehzahl des Lüfters so reguliert das sie den vorgegeben Wert erreicht und beibehält.

Via:http://wiki.opensourceecology.de/Solartrockner


Weitere nützliche Links:

https://de.serlo.org/permakultur/verwertung-veredelung-ernteertraegen/konservierung/anleitung-bau-eines-solartrockners#course-36087=1


http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2007/08/11/solardoerrer-fuer-arme.html



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Sa

20

Jun

2015

Trockensuppe aus Küchenresten

Immer diese anfallenden Gemüsereste! Oft braucht man keine ganze Sellerieknolle und keine ganze Zwiebel. Manchmal ist auch noch eine kleine Karotte über und vielleicht auch noch etwas Lauch. Diese rohen Überbleibsel welken dann im Kühlschrank vor sich hin und verbrauchen Platz. Wenn auch wenig, aber sie tun es! Sie gehen unter und werden eventuell sogar vergessen.

Wie wäre es, aus diesen Resten eine leckere und haltbare Alternative zu Tütensuppen zu machen? Mit wenigen Handgriffen verwandelst du übrig gebliebene Gemüse in eine leckere Instant-Suppe.

Allerdings mit dem kleinen Unterschied: Du weißt genau, was drin ist. Und mit Sicherheit:

  • keine Geschmacksverstärker
  • keine künstlichen Aromen
  • keine Konservierungsstoffe

Trocken in einem Schraubglas verpackt, kannst du sie einfach im Vorratsschrank ohne Energieverbrauch deponieren. Und wenn es einmal schnell gehen muss, ist sie da: Die gesunde Fast Food-Fünf-Minuten-Instantsuppe.

 


 

Trockensuppe aus Küchenresten

 

Alles was du dazu benötigst:

  • 1-3 Gläser mit Twist-off Deckel oder Bügeln
  • großer Teller oder Backblech
  • Schneidebrett und Messer
  • kleine Buchstaben-Nudeln oder Glasnudeln
  • Rohe Reste wie zum Beispiel: Zwiebel, Frühlingszwiebel, Karotte, Lauch, Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch, Kohlrabi, Weißkraut, Brokkoli, Suppengrün, frischer Ingwer, Pilze etc.

Und so gehst du vor:

Es ist egal wann und wieviel Reste zur Verfügung stehen. Du verarbeitest sie immer dann, wenn sie anfallen.

  1. Bereite abhängig von deiner Suppenvorliebe beschriftete Gläser vor, auf denen zum Beispiel steht: Gemüsesuppe, Zwiebel-Lauchsuppe, chinesische Glasnudelsuppe mit Ingwer und Knoblauch.
  2. Putze das Gemüse wie gewohnt und schneide es in kleine Scheiben, Stifte oder Würfel. Je kleiner, umso schneller ist es trocken. Zwiebeln, Kohlrabi und Knoblauch sind eher klein gewürfelt zu empfehlen.
  3. Lege sie zum Trocknen auf einen großen Teller oder ein Blech aus.
  4. Stelle diese Unterlagen an einen warmen Ort wie die Fensterbank über der Heizung oder den Kachelofen. Noch besser sind heiße Sommertage zum Trocknen an der frischen Luft. Sollte dies alles aufgrund der Jahreszeit oder wetterbedingt nicht optimal laufen, tut es auch ein Dörrautomat (z.B. diesen von Sedona oder diesen Stöckli) oder der leicht geöffnete Backofen bei ca. 40-60 Grad.
  5. Gelegentliches Wenden schadet nicht.
  6. Sind die Zutaten getrocknet, kannst du sie in die Gläser verteilen.
  7. Mit jedem Rest wächst auch die “Packerlsuppe”.

 

Die Zubereitung deiner eigenen Trockensuppenkreation ist, bis auf die Gewürzzugabe von Salz, Pfeffer oder auch Curry, identisch zur gekauften Tütensuppe. Wasser aufkochen, Inhalt hineingeben, fünf Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln, würzen und servieren.

Auf diese Weise lassen sich nicht nur die eigentlichen Gemüse verarbeiten. Auch Strünke, Blätter und Grün von Kohlrabi, Radiesschen, Möhren und vieles mehr sind aromatisch und bekömmlich, und verhelfen der Suppe zu einem intensiven Aroma. Weitere Tipps zur restlosen Verwertung vermeintlicher Pflanzenabfälle findest du in diesem Beitrag.

 

Tipps für deine Fast-Food-Suppe ohne unbekannte Zusätze:

  • In jeder Gemüsesuppe sollte etwas getrocknetes Maggikraut und Sellerie enthalten sein. Sie verleihen der Suppe den typischen Geschmack.
  • Was definitiv nicht geht, sind Kartoffeln, denn sie bilden beim Trocknen eine neue Schale und sind damit sehr solaninhaltig.
  • Getrocknete Erbsen, Buchstaben- und Glasnudeln kannst du der Suppenkreation zugeben. Bei längerer Kochzeit auch Reis. Die Gläser sollten aber die Menge für zwei Suppen nicht überschreiten, da sich die schweren Zutaten ansonsten unten am Boden absetzen.
  • Gib Salz, Pfeffer oder Curry erst im Moment des Kochens dazu. Ansonsten besteht das Risiko, dass diese Gewürze auch unten am Glasboden liegen bleiben.

 

Viel Spaß mit deinen zukünftigen Resten, über die du dich ab heute nicht mehr ärgern musst.

 

Via: http://www.smarticular.net/gemuesereste-in-tuetensuppen-verwandeln-nie-mehr-reste/

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Mo

01

Jun

2015

Gartenarbeiten im Juni

Je nachdem, wann Sie die Tomaten in den Garten gepflanzt haben, sollten Sie in der zweiten Hälfte des Monats, die Tomaten düngen.

 

Der 24. Juni (Johannistag) ist ein besonderes Datum für Spargel und Rhabarber. Beide Pflanzen sollen nach diesem Datum nicht mehr geerntet werden. Die Rhabarber- und Spargelpflanzen bilden, wenn sie nicht mehr geerntet werden, neue Triebe mit Blättern. Über diese neuen Blätter können die Pflanzen, den restlichen Sommer über, neue Kraft tanken. Würde man Rhabarber und Spargel weiterhin ernten, würden die Pflanzen zuwenig Sonnenlicht abbekommen und unnötig geschwächt werden.

 

Zu gleichen Zeit etwa empfiehlt sich ein Schnitt der Form- und Laubhecken. Durch die Wahl dieses Zeitpunktes, entfällt ein zweiter späterer Schnitt der Hecken.

 

Unter die Erdbeerpflanzen, sollte eine Schicht Stroh ausgelegt werden, damit die Erdbeeren nicht auf der Erde liegen. Das Mulchen der Erdbeeren mit Stroh, schützt die Früchte vor Krankheiten und Fäulnis.

 

Im Juni sollte man auch den Oregano vor dessen Blüte ernten. Dazu werden die Oreganostiele bis auf 10 Zentimeter abgeschnitten.

Routinearbeiten im Juni

 

Tomaten ausgeizen

Pflanzen regelmäßig gießen. Wassermangel kann sonst den Ertrag bei Nutzpflanzen oder die Blühkraft bei Zierpflanzen gefährden. Gurken bedanken sich mit einer besseren Ernte für regelmäßiges Gießen.

Diejenigen, die einen gepflegten Englischen Rasen ihr eigen nennen wollen, sollten diesen etwa alle fünf Tage mähen.

Nach starken Regenfällen, helfen Sie Ihren Pflanzen, wenn Sie die Erde mit einer Hacke wieder auflockern. Die Gartenpflanzen werden Ihnen die bessere Durchlüftung des Gartenbodens danken. Übrigens: Kleine Wildkräuter (oder umgangssprachlich Unkräuter) werden so auch Wachstum gehindert.

Blütenreste von Rhododendren entfernen, um eine Samenbildung zu vermeiden, die dem Rhododendron unnötig Kraft rauben würde. Ende Juni wird der Rhododendron, zum besseren Wachstum, nachgedüngt.

Im Juni findet die Wurzelbildung der Wurzelpetersilie statt, daher ist regelmäßiges gießen aktuell besonders wichtig,

 

Aussaaten im Juni

 

Wenn nicht schon ausgesät, ist im Juni die letzte Möglichkeit Karotten auszusäen (Sommersorten). Es bietet sich an in die Karottenreihen Dill mit einzusäen. Da Dill schneller keimt als die Möhren, Kann man schnell die Pflanzreihen erkennen und Unkraut einfacher entfernen.

Diesen Monat kann noch Bohnenkraut gesät werden.

Aussaat von Rasen

Bereits seit April kann man Rettich aussäen.

Nachsaat von Buschbohnen.

Um kontinuierlich frische Kräuter zu haben, sollte die entsprechenden Kräuter nachsäen. Auch bei Radieschen sollte man die Nachsaat nicht vergessen werden.

Bis August können weiterhin noch Speiserüben ausgesät werden.

Der Spätsommersalat Endivie wird ab Mitte Juni direkt ins Beet gesät und auch Radicchio und Zuckerhut kann ab der selben Zeit ausgesät werden. Blatt- und Stielmangold und der Römische Salat können immer noch gesät werden.

Bis Mitte Juni kann man auch noch Rote Rüben (auch Rote Bete genannt) aussäen. Die Ernte dieser Aussaat eignet sich besonders gut zum Einlagern für den Winter.

Für die Winterernte vorgesehener Weißkohl wird im Juni gesät und auch Blumenkohl. Ab Juni kann man auch Chinakohl direkt ins Freiland säen.

Via:http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-juni



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Fr

15

Mai

2015

Zeigerpflanzen/ Indikatorpflanzen

Zeigerpflanzen haben weder was mit dem Uhrzeiger zu tun, noch zeigt man diese Pflanzen besonders gerne den Nachbarn. Zeigerpflanzen sind Pflanzenarten, die eine geringe ökologische Potenz haben, das heißt, sie besitzen nicht die Fähigkeit auf Schwankungen von biotischen und abiotischen Umweltfaktoren zu reagieren. Aha, werden Sie vielleicht sagen, und was soll das nun bedeuten? Das ist eigentlich ganz einfach: Zeigerpflanzen, die auch Indikatorpflanzen genannt werden, wachsen nicht überall gleich gut.

Wir alle wissen, dass Boden unterschiedlich beschaffen sein kann. So gibt es stickstoffarmen und stickstoffreichen Boden, sauren und basischen Boden, Sandboden, Salzboden und noch so einige mehr. Gleichzeitig gibt es Pflanzen, die anspruchslos sind und tatsächlich überall gedeihen. Doch dann gibt es wiederum Pflanzen, die eben nur auf bestimmten Untergründen wachsen und blühen und sich mit anderen Böden schwertun. Diese Pflanzen nennt man Zeigerpflanzen. Kommen dann noch Konkurrenzpflanzen dazu, hat es sich wohl mit dem Gedeihen und Fortpflanzen. Doch nicht nur die Bodenbeschaffenheit kann den Zeigerpflanzen einen Strich durch die Rechnung machen, auch die Frage ob sonniger oder schattiger Standort ist wichtig.

Was bedeutet das nun für den Hobbygärtner? In der Regel stehen die Ansprüche der Pflanzen auf den Blumentöpfen, sofern man diese im Gartencenter kauft. Beim Gärtner kann man direkt danach fragen, alternativ merkt man es im Garten sehr schnell, wenn die Pflanzen nicht so blühen, wie sie sollen. Sinnvoll ist es sicherlich auch, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen, damit man weiß, welchen Pflanzen es bei einem ganz besonders gut gefällt.



  1. Stickstoffreicher Boden: Ackerhellerkraut, Ackersenf, Ampferknöterich, Bärenklau, Bingelkraut (einj.), Brennessel, Ehrenpreis, Erdrauch, Franzosenkraut, Gänsedistel, Gänsefuß, Giersch, Hirtentäschelkraut, Holunder, Kamille, Klettenlabkraut, Kohldistel, Löwenzahn, Melde, Quecke, schwarzer Nachtschatten, Taubnessel, Vogelmiere, Wolfsmilch.
  2. Stickstoffarmer Boden: Ackerfuchsschwanz, Acker-Hohlzahn, Behaarter Klappertopf, Besenginster, Hornkraut, Hungerblümchen, Kamille, geruchlos, Wicke, behaart, Ziest.
  3. Magnesiumreicher Boden: Gamander, Roter Fingerhut, Stinkende Nieswurz.
  4. Kaliumreicher Boden: Bärenklau, Melde, Fuchsschwanz, Roter Fingerhut.
  5. Kalkreicher Boden: Ackergauchheil, Ackerglockenblume, Ackerhornkraut, Ackersenf, Ackerwinde, Adonisröschen, Brennnessel, Ehrenpreis, Feld-Rittersporn, Gamander, Gänsedistel, Hasenklee, Hauhechel, Huflattich, Klatschmohn, Klee, kl. Wolfsmilch, Leberblümchen, Leinkraut, Löwenzahn, Ringelblume, Rittersporn, Sichelmöhre, Storchschnabel, Tauben-Skabiose, Taubnessel, Teufelskralle, Wegwarte, Wiesenknopf, Wiesensalbei, Wolfsmilch.
  6. Kalkarmer Boden: Adlerfarn, Bauernsenf, Dreibl. Ehrenpreis, Fadenhirse, Feldspark, gelbe Wucherblume, Hundskamille, kl. Sauerampfer-, Sauerklee, Schachtelhalm, Stiefmütterchen.
  7. Humusreicher Boden: Brennnesssel, Löwenzahn, Vogelmiere.
  8. Alkalischer Boden: Ackergauchheil, Ackerhohlzahn, Ackersenf, Acker-Stiefmütterchen, Bingelkraut, Esparsette, Kriech. Fingerkraut, Flughafer, Hohlzahn, Luzerne, Sonnwendwolfsmilch, Wegwarte, Wiesenstorchschnabel, Wiesensalbei.
  9. Saurer Boden: Ackerspörgel, Ackerziest, Adlerfarn, Ehrenpreis (Veronica), Gänseblümchen, Hasenklee, Hederich, Hohlzahn, (Hunds-)Kamille, Sauerklee, kl. Wiesensauerampfer, Stechpalme, viol. Stiefmütterchen, wolliges Honiggras.
  10. Nährstoffarmer Boden: Adlerfarn, Gänseblümchen, Heidekraut, Hirtentäschel, Hungerblümchen, Kleiner Wiesensauerampfer, Margerite, Saatwucherblume, Sauerklee, Stiefmütterchen, Weißklee.
  11. Nährstoffreicher Boden (Humus): Ackerhellerkraut, Bingelkraut, Brennessel, Distel, Erdrauch, Franzosenkraut, (weißer) Gänsefuß, Hederich, Hirtentäschel, Huflattich, Melde, (schwarzer) Nachtschatten, Stumpfblättriger Ampfer, Vogelmiere.
  12. Nasser, verdichteter Boden, Staunässe: Ackerminze, Ackerschachtelhalm, Ackerminze, Ampferknöterich, Beinwell, Breitwegerich, Gänsefingerkraut, Hahnenfuß, Huflattich, Kletterlabkraut, Kriechender Hahnenfuß, Löwenzahn, Scharbockskraut, Sumpfziest, Wiesenknöterich, Wiesenknopf.
  13. Trockener Boden: Ackerhohlzahn, Bluthirse, Färberkamille, Hohlzahn, weiße Lichtnelke, Reiherschnabel, Sichelmöhre, Sommer- Adonisröschen, Sonnenröschen, Storchschnabel, Wegerich.
  14. Boden mit Bodengare: Bingelkraut, Brennessel, klein, Ehrenpreis (efeublättriger u. persischer), Erdrauch, Franzosenkraut, (weißer) Gänsefuß, Kamille, Knötericharten, Taubnesselarten, Vogelmiere, Wolfsmilcharten.
  15. Boden arm an Bodengare: Mutterkraut, Knöterich, Quecke.
  16. Boden mit Staunässe: Ackerminze, Ampferknöterich, Gänsefingerkraut, Huflattich, kriech. Hahnenfuß, Schachtelhalm, Wiesenknöterich, gr. Wiesenknopf.
  17. Verdichteter, schwerer Boden (Lehm, Ton): Ackerfuchsschwanz, Ackerkratzdistel, Ackerminze, Ackerschachtelhalm, Breitwegerich, Gänsefingerkraut, Gänsedistel, Huflattich, strahllose Kamille, Knöterich, Königskerze, kriech. Hahnenfuß, Löwenzahn, Vogelknöterich.
  18. Boden mit Schattenpflanzen: Adlerfarn, Giersch, Gundermann.
  19. Sandiger Boden: Heidekraut, Kiefer, Klatschmohn, Königskerze, Vogelmiere, Wolfsmilch.
  20. Neutraler Boden: Kamille.
  21. Wechselfeuchter oder ständig nasser Boden: Binsen, Riesenstraußgras, Seggen.
  22. Feuchter bis nasser Boden: Ackerminze, Echtes Mädesüß, Gänsefingerkraut, Hainklette, Knöteriche, kriechender Hahnenfuß, Schachtelhalm, Sumpfdotterblume, Sumpfplatterbse, Waldschachtelhalm, Zwergglockenblume.
  23. Möglicherweise bleihaltiger Boden: Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum), Wiesen-Schaumkresse (Cardaminopsis halleri).
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Fr

01

Mai

2015

Gartenarbeiten im Mai

Alles neu macht der Mai. Das ist auch das richtige Motto für den Monat Mai. Die Gartenarbeiten im Mai werden dominiert von der Aussaat oder Pflanzungen neuer Pflanzen. Als Startschuss in die neue Gartensaison werden oft die Eisheiligen gesehen.


Die Eisheiligen (11. – 15. Mai)

 

Die Eisheiligen markieren einen Wendepunkt im Gartenjahr. Sie symbolisieren das Ende der kalten Frostnächte in der startenden Gartensaison. Allerdings ist diese Bauernregel nicht immer so genau zu nehmen, denn es ist durchaus üblich, dass es auch nach den Eisheiligen noch sehr kalte Tage und frostige Nächte gibt. Aber im groben bleibt das warme Wetter ab diesem Zeitpunkt stabil. Sollte die Wettervoraussage, doch mal kühlere Temperaturen versprechen, schützen Sie Ihre Pflanzen, mit einem Vlies oder Folie, vor Kälte.


Kompost umsetzen


Sobald die Temperaturen wieder wärmer werden, beschleunigen auch die Mikroorganismen im Komposthaufen ihre Arbeit. In der kalten Jahreszeit haben diese ihre Arbeit etwas schleifen lassen. Um dem Verrottungsprozess zu beschleunigen, bietet sich ein Umsetzen des Komposts um.


Routinearbeiten im Garten im Mai


Die ersten Pflanzen sind im Garten und die Aussaaten sollten bald keimen. Damit die Schützlinge auch eine längere Trockenheit überstehen, muss man gegebenenfalls mit dem Gießen beginnen.

Ein schöner Rasen verlangt einiges an Arbeit. Wer einen Englischen Rasen sein eigen nennen will, sollte diesen wöchentlich um etwa ein Drittel kürzen. Allerdings nicht kürzer als 4 cm schneiden.

Häufiges Hacken lockert den Boden auf und verlangsamt das Wachstum von unerwünschten Unkräutern.

Gerade in Zierbeeten zwischen Blumen und Stauden, aber auch in Nutzbeeten empfiehlt sich das regelmäßige Mulchen des Gartenbodens. Damit wird Unkrautwachstum reduziert, Feuchtigkeit im Boden gehalten und über längeren Zeitraum dem Boden Humus zugeführt.


Pflanzen ins Freiland setzen

 

Wenn im Winter die Gartenplanung vorgenommen wurde, kann man jetzt direkt loslegen. Vor allem der Nutzgarten legt jetzt richtig los und bedarf einiges an Pflege. Für den Gärtner bedeutet dies, dass vorgezogene oder gekaufte Pflanzen, wie z.B. Tomaten endlich ins Beet umgesetzt werden können. Selbst die Temperatur empfindlichen Paprika können nun ins Freiland gesetzt werden. Nachdem die Pflanzen im Garten angewachsen sind, legen sie auch gleich mit dem Wachstum los. Aber nicht nur der Nutzgarten kommt jetzt richtig in Fahrt. Auch der Zier- und Blumengarten erblüht in den wärmer werdenden Tagen schnell. Endlich kommen Balkon- und Kübelpflanzen aus dem tristen Quartier zur Überwinterung wieder an ihren eigentlichen Bestimmungsort.

 

Vorgezogene Kräuter wie bspw. Estragon, Majoran und Basilikum, können nach den Eisheiligen in den Garten oder auf den Balkon umgesetzt werden.

Vorgezogene Tomaten, Paprika und Buschbohnen ins Freiland umsetzen.

Der Mai ist der ideale Monat, für das ein- und umpflanzen von Rhododendron.

Seit Februar vorgezogene Artischockenpflanzen, können nun direkt in den Garten gesetzt werden.

Vorgezogener Knollensellerie wird nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt.

Vorgezogene Kohlsorten wie Rotkohl, Blumenkohl oder Brokkoli können nach dem letzten Frost ins Freiland umgesetzt werden.

 

Aussaaten im Mai direkt ins Freiland

 

Auch die meisten Aussaaten können ab Mai können direkt im Freiland vorgenommen werden. Ein Vorziehen, auf der warmen Fensterbank, ist meist nicht mehr notwendig. So können viele schmackhafte Salate direkt im Beet ausgesät werden. Bei Schnittsalat lässt auch die erste Ernte nicht lange auf sich warten.

 

Wenn nicht schon im April erledigt, sollten Sie Anfang Mai Brokkoli direkt ins Freiland aussäen.

Mohrrüben oder Möhren (Sommersorten und Späte Sorten), Radis, Rettich, Rote Bete, Schnittsellerie und auch Speiserüben können ausgesät werden.

Nach den Eisheiligen, Zucchini ins Freiland säen.

Nach den letzten Frösten Mitte Mai, können Wirsing, Grünkohl und Weißkohl direkt ins Freiland gesetzt werden. Auch Blumenkohl und Rosenkohl können schon gesät werden.

Viele Kräuter die noch nicht vorgezogen wurden, lassen sich ab Mai auch direkt im Freiland aussäen. So können nun Basilikum und Majoran direkt an Ort und Stelle gesät werden.

Die miteinander verwandten Salatarten: Kopfsalat, Eissalat oder Krachsalat können ausgesät werden und auch Bindesalat und Spinat kann schon länger in den Garten.

Mangold kann bereit seit April ausgesät werden.

Der Mai eignet sich ideal um Rasen zu sähen. Frisch gesäter Rasen sollte in Zeiten ohne Regen, 3 Mal die Woche gewässert werden. Ein Austrocknen würde das Wachstum verlangsamen oder den frischen Rasen ganz zerstören.

Kerbel, Dill, Bohnenkraut, Kresse, Wermut, Majoran, Kapuzinerkresse, Koriander, Maggikraut und Beifuß können jetzt direkt in den Garten gesät werden. Je nach Bedarf sollten Sie die einjährigen Kräuter nachsäen. Ein aussäen im 4-Wochen-Rhythmus garantiert den ganzen Sommer frische Kräuter.

Ab Mitte Mai können Stangenbohnen und Buschbohnen direkt ins Freiland gesät werden.

Fenchel kann ebenfalls nach den Eisheiligen ins Freiland gesät werden.

Auch für Salat, Schäl- oder Einlegegurken fallen einige Gartenarbeiten im Mai an. Anfang des Monats können Gurken im Warmen bereits vorgezogen werden, um sie dann nach den Eisheiligen (Mitte des Monats) ins Freiland zu setzen. Dieser Termin eignet sich auch, wenn man Gurken direkt ins Freiland säen will.

Vorgezogene Auberginen (Eierpflanzen) können ins Freiland umgesetzt werden. Ab Mitte/Ende Mai können Auberginen auch direkt ins Freiland ausgesät werden. Im Frühling gekaufte und verblühte Primeln im Topf, sollten Sie im Mai in den Garten pflanzen. An einem nicht allzu sonnigen Platz wachsen Primeln weiter und bereichern mit neuen Blüten für lange Zeit den Garten.

Via: http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-mai

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Do

02

Apr

2015

Gartenarbeiten im April

April, April der macht was er will. Dieser Spruch beschreibt recht gut, das Dilemma in dem sich Hobbygärtner im April befinden. Zum einen gibt es schon viele sehr schöne sonnige Tage, an denen sich zahlreiche Gartenarbeiten erledigen lassen, zum anderen kann es recht schnell noch mal sehr kühl und frostig werden. Auch das typisch wechselhafte Wetter im April mit Regen, Wind, Sonne und teilweise Schnee kann dem ambitionierten Gärtner einen Strich durch die Rechnung machen. Dabei gibt es doch so viel zu tun im Garten, denn bis zur Hauptsaison sind es nur noch ein paar Wochen.

 

Viele Gartenarbeiten im April sind Wetterabhängig

Ausgedehnte Wärmeperioden sind im April keine Seltenheit mehr. Teilweise scheint die Sonne viele Tage hintereinander. Beachten Sie, dass bei längeren Trockenperioden junge Pflanzen und vor allem Kübelpflanzen schnell auf dem Trockenen sitzen. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Bodenfeuchte und gießen Sie bei Bedarf. Sollte es dann doch noch mal wieder kälter werden so das Frostgefahr besteht, schützen Sie Ihre Aussaat und junge Pflanzen mit einem Vlies gegen erfrieren.

 

Blütenreste entfernen

Bei verwelkten Zwiebelblumen, wie zum Beispiel: Narzissen oder Tulpen, sollten Sie jetzt, die Blütenreste abschneiden. Andernfalls bilden die Pflanzen Samenstände, was der Zwiebel Kraft entzieht und die Blüte im nächsten verhindern kann.

 

Beerensträucher und Erdbeerpflanzen

Wenn Sie im Herbst keine Beerensträucher, wie z.B. Himbeeren, Heidelbeeren oder Rote Johannisbeeren setzen konnten, haben Sie jetzt nochmals die Chance dies nachzuholen. Die Ernte wird dafür allerdings nicht so ertragreich ausfallen. Im nächsten Jahr ernten Sie dann den vollen Ertrag. Wenn Sie Erdbeeren in Ihrem Garten pflanzen wollen, dies aber noch nicht getan haben, wird es jetzt höchste Zeit. Besorgen Sie sich kräftige Erdbeerpflanzen im Fachhandel oder auf dem Wochenmarkt.

 

Beetvorbereitungen

Bevor die ersten Pflanzen in den Garten gesetzt oder gesät werden, müssen die Beete entsprechend vorbereitet werden. Zuerst sollten alle Un- und Wildkräuter vollständig entfernt werden. Danach folgt eine Bodenauflockerung mit der Hacke. Zur Bodenaufbereitung kann gut verrotteter Kompost zugegeben werden. Grober, nicht vollständig verrotteter Kompost würde Gerbstoffe abgeben, die dass Wachstum junger Keime und Pflanzen verlangsamen oder sogar verhindern können. Weiterer Dünger sollte nur eingesetzt werden, wenn dies von den zu pflanzenden Pflanzen gefordert wird. Zuviel Dünger in der Anpflanzphase kann kontraproduktiv wirken. Beachten Sie die Anleitung des Saatguts oder den Pflegehinweis der zu setzenden Pflanzen.

 

Stauden vermehren und pflanzen

April ist die ideale Pflanzzeit für Stauden wie z.B. den Rhododendron oder Hyazinthen. Bevor Sie die Stauden in das vorbereitete Beet pflanzen, stellen Sie Stauden mit dem Wurzelballen etwa 10-15 Minuten in Wasser. Nach der Wässerung, wird die Staude so eingepflanzt, dass der Wurzelballen mit der Erdoberfläche abschießt. Ideal ist eine Zugabe von Kompost und Hornspähnen.¨ltere Stauden können im April geteilt werden. Eine Teilung fördert das Wachstum und dient der Vermehrung von Stauden. Die gewonnenen Teile werden separat wieder eingepflanzt.

 

Rückschnitt von Pflanzen

Um die Verzweigung und das Wachstum von jungen Buchsbaum oder Buchs zu fördern und anzuregen sollte im März oder im April ein kräftiger Rückschnitt erfolgen. Die beim Rückschnitt anfallenden ¨ste eignen sich ideal zur Vermehren von Buchsbaum. Lavendel sowie Salbei vertragen jetzt einen ordentlichen Rückschnitt auf gut die Hälfte der jetzigen Größe. Bis Mitte April sollten Sie Ihre Rosen zurückschneiden, falls nicht schon erledigt. Die abgeschnittenen Reste gehören auf den Kompost. Die dickeren Teile des Rosenschnitt, sollten Sie mit einer Gartenschere verkleinern, bevor sie auf den Kompost kommen. Im Frühling blühende Stauden sollten Sie nach der Blüte zurückschneiden.

 

Erste Ernte: Rhabarber und Spargel

Rhabarber ist eine der ersten Pflanzen im Gartenjahr, die sie ernten können. Die Erntezeit erstreckt sich von April bis Juni. Viele ambitionierte Gärtner schneiden bei der Ernte die Rhabarberstiele einfach an den Enden ab. Dadurch riskieren sie, dass die Schnittstellen faulen und so die Wurzel schädigen. Die richtige Methode zur Ernte von Rhabarber ist das Herausdrehen aus dem Wurzelstock. Tipp: Rharbarberblätter gehören auf den Kompost oder können zum abdecken von Flächen verwendet werden, die erst in einigen Wochen bepflanzt werden. Dadurch wird das Wachstum von Unkräutern verlangsamt. Die Blätter verschwinden (Verrottung) nach einiger Zeit und geben dem Boden wichtige Nährstoffe zurück.

Der April ist auch der Monat, der die Spargelzeit einleitet. Ähnlich wie der Rhabarber kann dieses vielseitige Gemüse bis zum 24. Juni geerntet werden.

 

Kompost umsetzen im Frühling

Im Frühling ist die Zeit gekommen, den Kompost umzusetzen. Das Umsetzen fördert die gleichmäßige und schnelle Verrottung. Beim Kompost umsetzen wird der untere Teil nach oben und das innere nach außen umgeschichtet.

 

Pflanzen aus Samen vorziehen

  • Allgemeines zum Anziehen aus Samen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus und dem Kauf von Samen.
  • Wer frühzeitig in den Genuss frischer Kräuter kommen will, kann bereits viele Sorten seit März vorziehen. Wenn noch nicht getan, sollte man im Aprilmit dem Vorziehen diverser Kräuter wie bspw. Melisse, Estragon, Thymian, Majoran und Basilikum beginnen.
  • Bereits jetzt kann Rotkohl, Chinakohl und Blumenkohl in Töpfen auf der Fensterbank vorgezogen werden. Nach dem letzten Frost, werden die Setzlinge dann im Mai ins Freiland umgesetzt. Manche Blumenkohlsorten können aber auch schon im April direkt ins Freiland gesät werden.
  • Ab Mitte des Monats kann man damit beginnen Fenchel auf der Fensterbank vorzuziehen. Die vorgezogenen Pflänzchen werden dann Mitte Juni ins Freiland gesetzt.
  • Ab Mitte April Zucchini vorsähen oder ab Mitte Mai direkt ins Freiland säen.
  • Je vier Buschbohnen und sechs Stangenbohnen in Töpfen an einem warmen Platz vorziehen. Durch das Vorziehen wird die Ernte der Bohnen um vier Wochen vorgezogen.
  • Ende April kann damit begonnen werden Gurken vorzuziehen.

Aussaaten und Pflanzungen im April

  • Ab Anfang April kann Dill im Garten gesät werden. Auch Bohnenkraut, Gartenkresse, Petersilie, Maggikraut, Beifuß, Koriander und Kerbel können schon gesät werden.
  • Paprika können, entsprechende Temperaturen vorausgesetzt, Ende des Monats ins Beet gepflanzt werden. Evtl. sollten Sie die Wärme liebenden Pflanzen mit einem Vlies, vor allzu kalten Nachttemperaturen schützen.
  • Nicht so verbreitet in Gärten ist Spargel. Wer dennoch eigenen Spargel ernten will, kann die Setzlinge bereits jetzt ins vorbereitete Saprgelbeet setzen.
  • Ab Ende April können Sie schon Brokkoli im Freiland aussäen.
  • Aussaaten von Mohrrüben, egal ob frühe-, Sommer- oder späte Sorten, Schwarzwurzeln, Wurzelpetersilien, Rettich und ab Mitte April auch Frühkartoffeln.
  • Weißkohl und Wirsingkohl können bereits ins Beet gesät werden.
  • Speiserüben und Meerrettich können bereits seit März gesät werden.
  • Kopfsalat,  Mangold, Pflücksalat, Lattich (Römischer Salat) und auch Spinat können im April bereits in Freiland gesät werden. Ggf. sollte man die Aussaten vor Frost schützen.
  • Herbstporree (Herbstlauch) kann direkt ins Beet gesät werden.
  • Erbsen können direkt ins Freiland gesetzt werden. Evtl. mit Vlies abdecken, um das Saatgut vor Vögeln zu schützen.
  • Sonnenblumen können direkt an ihren Bestimmungsort im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse gesetzt werden.
  • Radischen können Sie im Wochenrhythmus direkt ins Freiland setzten. Bei der wöchentlichen Aussaat haben Sie immer frischen Radis.
  • Schnittlauch kann jetzt noch direkt in den Garten gesät oder durch Teilung bestehender Schnittlauchpflanzen vermehrt werden.
  • Wenn nicht schon im Vormonat erledigt, sollten jetzt Steckzwiebeln und Schalotten gepflanzt und vorgezogene Zwiebeln ins Beet umgesetzt werden.
  • Artischocken, die dann nächstes Gartenjahr Früchte tragen, können im April direkt ins Freiland gesät werden. Dieses Jahr tragen nur Pflanzen, die bereits im Februar vorgezogen wurden.
  • Rosenkohl und einige Sorten von Blumenkohl und Brokkoli können bereits Ende des Monats ins Freiland gesät werden.
  • Bereits vorgezogene Auberginenplfanzen können Ende des Monats ins Freiland umgesetzt werden.

Routine-Gartenarbeiten im April

  • Ein- bis zweiwöchentliches mähen des Rasens. Maximal um ein Drittel kürzen und nicht kürzer als 4 cm schneiden.
  • Unkraut jäten.
  • Bei Trockenheit gießen.
  • Wenn nicht schon im März erledigt, sollten Sie jetzt Rhododendron düngen.

Via:http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-april

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Mi

25

Mär

2015

Insektenhotels

Um die Natur für den Menschen „hübsch“ zu machen, wird in der Landschaft viel „aufgeräumt“. Überflüssiges oder marodes Holz wird entfernt und verwachsene Grünflächen werden gemäht. Durch diese Eingriffe werden viele natürliche Lebensräume der Insekten zerstört. Um diesen durchaus nützlichen Insekten einen Unterschlupf zu bieten, sieht man in immer mehr Gärten sogenannte Insektenhotels bzw. Insektenhäuser. Ich zeige Ihnen hier den Nutzen solcher Behausungen für Insekten auf und liefere Beispiele und eine Bauanleitung für Insektenhotels.



Seit den 1990er Jahren schaffen Biologen, Gärtner und Private Platz für die kleinsten Tierchen. Die Insektenhotels dienen nicht nur als Unterkunft, sondern auch als wichtige Überwinterungshilfe und Nistplatz. Im Garten dienen die Insekten wie zum Beispiel Ohrwürmer, Florfliegen oder Hummeln als kostenlose Schädlingsbekämpfer die das Gleichgewicht im Garten wieder herstellen.


Dieses Material eignet sich für den Bau eines Insektenhotels


Beim Bau eines Insektenhotels sollte auf natürliche, biologische Materialien zurückgegriffen werden. Vor allem Holz, Lehm, Backsteine oder Dachpappe eignen sich gut für die Erstellung. Wenn möglich, sollte das Hotel überdacht werden, um einen gewissen Schutz zu bieten. Wichtig bei der Auswahl von Materialien ist, dass keine chemischen Mittel zB am Holz sind und dass alles trocken ist.


Wo soll das Insektenhotel stehen?

 

Um möglichst gute Bedingungen für die Nester zu bieten, sollte das Insektenhotel vor Wind und Wetter geschützt werden. Am besten eignet sich ein Plätzchen an der Haus- oder Schuppenwand. Zugleich sollte das Insektenhotel auch so viel Sonnenstrahlen wie möglich abbekommen, also nicht an einer Schattenseite anbringen. In der Nähe von einem Garten gefällt es den Insekten am besten. Hier können sie sich von Kräutern, Pflanzen oder Sträuchern ernähren. Außerdem sollte das Insektenhotel nicht versteckt werden, die Insekten müssen ja hinfinden um anschließend Schädlinge in Ihrem Garten zu bekämpfen.

 

Bauanleitung für ein Insektenhotel

 

Ein Insektenhotel kann natürlich so gebaut werden, wie man es am liebsten hätte. Es gibt zahlreiche Varianten und Möglichkeiten was für Materialien man benutzt und wie es schlussendlich ausschauen soll. Eine Insektenhotel-Bauanleitung ist daher mehr eine Inspiration als eine strikte Vorgabe. Wichtig ist, dass verschiedene Materialen und Elemente verwendet werden um für unterschiedliche Nützlinge jeweils eine attraktive Unterkunft zu bieten.

 

Hier gibt es eine Video-Bauanleitungen für ein Insektenhotel (oder auch Nützlingshaus) das man sich ansehen kann: www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=PXRrr-wnKHs


Vielen Dank an: http://www.schweiztipps.ch/insektenhotel/308/

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Do

12

Mär

2015

Gartenarbeiten im März

Das Wichtigste für den Biogarten im Frühling: Bäume und Sträucher schneiden

Der Rückschnitt von Sträuchern und Obstbäumen steht ganz weit oben auf der Aufgabenliste. Markus Neubauer, Geschäftsführer der gleichnamigen Biogärtnerei rät: «Alles was bis jetzt noch nicht geschnitten ist, sollte man bis März unbedingt kürzen. Sonst wird der Saftdruck von Rosen, Obstbäumen und Reben zu hoch.» Der Winterschnitt hilft neuen Trieben auf die Sprünge. Das betrifft besonders Kernobstarten wie Äpfel und Birnen. Diese Bäume wachsen umso besser, je früher und kräftiger man diese zurückschneidet. An Steinobstarten sollte man die Schere ausschliesslich im Spätsommer ansetzen. Den meisten Sträuchern verpasst man im Spätwinter den besten Schnitt. Hingegen sollte man bei früh blühenden Straucharten bis nach der Blüte warten. Doch auch Totholzstengel und alle verdorrten Pflanzenteile dürfen nicht vergessen werden. Das trifft besonders auf Stauden zu, welche die Hobbygärtner im Winter als Vogelfutter stehen gelassen haben. Deren Reste kann man kompostieren.

 

Schädlingen vorbeugen

Im März legt man Leimringe um die Obstbäume, um diese gegen den Kleinen Frostspanner zu schützen. Intakte Netze helfen bei einzelnen Gemüsepflanzen gegen Fliegen. Die Ränder sollte man jedoch eingraben bzw. beschweren, damit Schädlinge keine Einschlupfmöglichkeit finden. Ferner kann man mit Tunnelnetzen ganze Beete vor unerwünschten Gästen bewahren.


Vorbereitung des Biogartens im Frühjahr.

Im Frühjahr wird der Garten für die Bepflanzung vorbereitet. Foto: Elenathewise, iStock, Thinkstock

 

Damit es grünt und blüht im Biogarten

 

Jetzt wird wieder in die Gartenhandschuhe gespuckt und zur Grabgabel gegriffen. Das Ziel: den abgetrockneten Boden zu lockern und zu lüften. «Es lohnt sich, die Beete zu lockern,» erklärt Markus Neubauer. «So kann man das noch kleine Unkraut einfacher und ohne grosse Mühe entfernen.» Auf das Umgraben sollte man generell verzichten, da man dadurch die Erdschichten zu sehr durcheinanderwirbelt. Damit alles gedeiht, wächst und blüht, werden zusätzliche Nährstoffe benötigt. Dafür streut der Biogärtner Hornflocken in die Beete und Rabatten. Es genügen etwa 50 Gramm je Quadratmeter. Markus Neubauer bringt anschliessend eine Schicht Kompost auf, sodass «nichts von der positiven Wirkung der Hornflocken verloren geht.» Der Kompost ist eine nährstoffreiche Alternative zum Torf. Um die Moore zu schützen, wird im Biogarten auf den Einsatz von Torf verzichtet. In den darauffolgenden Monaten genügt es, den Erdboden leicht mit einer Gartenkralle zu bearbeiten – tatkräftige Unterstützung erhält man von den Tieren «unter Tage» - wie beispielsweise vom Regenwurm.

 

Gründüngung im Frühjahr

 

Die meisten Hobbygärtner nutzen die Nachsaat. Damit können sie dem Boden neue Nährstoffe während der Winterpause zuführen. Nicht winterharte Pflanzen wie Gelbsenf oder Spinat sterben während der kalten Jahreszeit ab und bilden so eine Schutzschicht. Davon bleibt im Frühjahr nur ein karger Rest, den man abräumt oder in den Erdboden einarbeitet. Eine andere Möglichkeit ist die Vorsaat. Wenn die Beete vom Schnee befreit sind, sät man kälteunempfindliche Pflanzen wie Spinat, Winterroggen oder Ackerbohnen. Diese mäht man nach den Eisheiligen ab und baut anschliessend die Gemüsepflanzen an.

Via: http://www.nachhaltigleben.ch/themen/garten/pflanzkalender/biogarten-im-fruehling-1263

 

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Do

23

Okt

2014

Pflanzengemeinschaften bringen mehr Ertrag

Pflanzengemeinschaften sind erfolgreicher und ermöglichen höhere Ernteerträge als reine Monokulturen. Dies weist ein europäisches Forscherteam unter der Leitung von Ökologen der Universität Zürich nach. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass der Anbau von Mischkulturen in der Land- und Forstwirtschaft in Zukunft eine entscheidende Rolle für die Ernährungssicherheit spielen wird.

Monokulturen sind zwar effizient zu bewirtschaften, aber alles andere als nachhaltig: Umweltschäden im Bereich Boden und Wasser durch die einseitige Bewirtschaftung zeichnen sich heute immer deutlicher ab. Trotz ihrer Nachteile sind Monokulturen nach wie vor die agrarwirtschaftliche Anbauform schlechthin und gelten in der Pflanzenzüchtung als einzige Möglichkeit, höhere Erträge zu erzielen. Zu Unrecht, wie Bernhard Schmid, Ökologieprofessor an der Universität Zürich, findet. Er plädiert für eine neuartige Land- und Forstwirtschaft – denn eine neue Studie seiner Doktorandin Debra Zuppinger-Dingley zeigt, dass Gemeinschaften von Wiesenpflanzen höhere Erträge abwerfen als Monokulturen.
Ökologe Schmid sieht «im unerschlossenen Potenzial der Biodiversität die Chance für die künftige Ernährung der Menschheit». Eine vielversprechende Aussicht, denn die OECD und die Food and Agriculture Organization FAO der Vereinten Nationen geben bedenkliche Signale: Beide Organisationen prognostizieren, dass die landwirtschaftliche Produktivität in Zukunft schwächer ansteigen wird als bisher. Bei einer gleichzeitig wachsenden Weltbevölkerung würde dies eine Abnahme der Ernährungssicherheit bedeuten.

Gemeinschaften nutzen Ressourcen besser
Unter Schmids Leitung untersuchten Forschende aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden in einer zehnjährigen Studie die Erträge von Wiesenpflanzen, die sie in Monokulturen beziehungsweise in Pflanzengemeinschaften angebaut hatten. Überraschenderweise stellten sich die Pflanzengemeinschaften als ertragreicher heraus als die Monokulturen. «Aufgrund ihrer Vielfalt besetzen Pflanzenarten in Gemeinschaften sämtliche vorhandenen Nischen in einem Ökosystem. So nützen sie Bodennährstoffe, Licht und Wasser viel besser aus als Monokulturen – was schliesslich zu höheren Erträgen führt», erklärt Dan Flynn, Postdoc in Schmids Gruppe.

Ein weiterer Vorteil: Auf Pflanzen in Gemeinschaften lastet ein geringerer Schädlingsdruck als auf Pflanzen in Monokulturen. Das heisst, ein Schädling kann sich weniger ausbreiten, da er in einer vielfältigen Pflanzenwelt seine spezielle Futterpflanze nicht so leicht finden kann. Somit wirken die verschiedenen Pflanzenarten füreinander wie Schutzschilder. Der gegenseitige Schutz in der Gruppe erlaubt es den einzelnen Pflanzen, die vorhandenen Ressourcen für das Wachstum und die Produktion von Nachkommen anstatt in die Schädlingsabwehr zu investieren. «Diversität bietet Schutz vor Schädlingen und ist eine Voraussetzung für die höheren Erträge von Pflanzengemeinschaften», so Schmid.

Die Pflanzenarten stimmen sich aufeinander ab
Die Forscher stellten weiter fest, dass sich Arten innerhalb weniger Generationen an ihre Pflanzengemeinschaften anpassen. Diese sogenannte Kurzzeit-Evolution führt dazu, dass der Ertrag in Mischungen weiter ansteigt, eine Möglichkeit mit der gemäss Schmid bisher weder in der Grundlagenforschung noch in der Pflanzenzüchtung gerechnet wurde. In diesem Anpassungsprozess spezialisieren sich die verschiedenen Arten auf ihre Stärken und verbessern so die komplementäre Ressourcennutzung in der ganzen Pflanzengemeinschaft. Gräser etwa bilden dickere Blätter aus, die das direkte Sonnenlicht im oberen Stockwerk einer Wiese optimal ausnützen können. Kleearten treiben indessen grössere aber dünnere Blätter aus, um das abgeschwächte Licht in Bodennähe besser aufzunehmen.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft
Biodiversität wird heute hautpsächlich unter einem rein bewahrenden Aspekt, dem Erhalt der Artenvielfalt und genetischen Vielfalt, betrachtet. «Die Forschungsresultate zeigen, dass Diversität es ermöglicht, die Funktionalität der Ökosysteme über die Zeit und in verschiedenen Umgebungen auf einem hohen Niveau zu stabilisieren», fasst Bernhard Schmid zusammen. Er ist überzeugt, dass die in Nature veröffentlichten Resultate zusammen mit Erkenntnissen aus seinen früheren Forschungsarbeiten langfristig zu einem Paradigmenwechsel in der Agrarwirtschaft führen können: Denn die positiven Wirkungen von Mischkulturen zeigen sich nicht nur in Pflanzengemeinschaften wie Wiesen und Wäldern, sondern auch beim gemischten Anbau verschiedener Sorten oder Genotypen einer einzigen Nutzpflanze wie z.B. Weizen.

«Pflanzenzüchtung und Anbauverfahren sollten deshalb künftig nicht mehr auf die Verbesserung der Leistung von Monokulturen sondern von Mischungen ausgerichtet werden», so der Ökologe der UZH. Dass durch den erhofften Paradigmenwechsel gleichzeitig eine nachhaltigere Landwirtschaft gefördert werde, weil Mischungen weniger Schädlingskontrolle benötigen und Düngergaben besser ausnützten, sei ein willkommener Nebeneffekt.


Via: http://www.kleinbauern.ch/aktuell/pflanzengemeinschaften-bringen-mehr-ertrag


Mehr Informationen zum Thema:
http://www.permakulturprojekte.ch/2014/05/18/mischkultur-permakultur/
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Fr

20

Jun

2014

Nur eine Zaunwicke...

Für die einen ist die Zaunwicke (Vicia sepium L.) ein lästiges Kraut in ihrem Garten; für andere dagegen gilt sie als Futterpflanze mit hohem Futterwert. Auf alle Fälle ist sie ein interessanter und schöner Schmetterlingsblütler!
Zaunwicken gelten als Nährstoffzeiger
Zaunwicken gelten als Nährstoffzeiger
Die Zaunwicke wächst auf frischen (d.h. mit Wasser und Nährstoffen versorgten) Böden in Gebüschen, Fettwiesen und Wäldern. Die Pflanze ist schnittverträglich, erträgt aber Beweidung nicht.

Blüten und Blütenstände

F = Fahne; FL = Flügel; Sch = Schiffchen
F = Fahne; FL = Flügel; Sch = Schiffchen
Die Schmetterlingsblüten (1 Fahne, 2 Flügel, Schiffchen = 2 verwachsene Kronblätter) stehen in kurzgestielten Trauben. Die Farbe der Kronblätter schwankt beträchtlich (braun- bis rotviolett, rosa, blau, sogar weiss); die Fahne ist rotviolett gestreift.

Bestäubung

SFR = Staubfadenröhre; SB = Staubbeutel; GB = Griffelbürste; N = Narbe
SFR = Staubfadenröhre; SB = Staubbeutel; GB = Griffelbürste; N = Narbe
Landet eine Hummel auf einer Zaunwickenblüte und bringt sie Pollen am Bauch mit, wird sie den Pollen automatisch auf der Narbe abstreifen. Umgekehrt wird die Griffelbürste, die bereits vorher mit Pollen aus den eigenen Staubbeuteln bedeckt wurde, diesen Pollen am Hummelbauch deponieren.
Nur kräftige Hummeln und Bienen vermögen zum Nektar vorzudringen, denn die Kronblätter schliessen recht fest. Andere Insekten behelfen sich daher mit Nektarraub:
Erdhummeln beissen die Blüten auf, und nachfolgende Profiteure stehlen ebenfalls Nektar durch die entstandenen Löcher.

Bau der Blätter

Blätter paarig gefiedert; Ranken = umgewandelte Fiederblättchen
Blätter paarig gefiedert; Ranken = umgewandelte Fiederblättchen
Ein Blatt besteht aus 4-8 Paaren von sehr kurz gestielten, elliptisch bis eiförmigen Blättchen. Die Nebenblätter (Stipeln) sind klein.
Blattentwicklung der Zaunwicke
Blattentwicklung der Zaunwicke
Die ganz jungen Fiederblättchen liegen eng beieinander und sind eingefaltet (conduplikat).

Nebenblattnektarien

Ameise leckt Nektar
Ameise leckt Nektar
Die Nebenblätter sind klein, eiförmig bis pfeilförmig-gezähnt und haben unterseits ein Nektarium, das vor allem von Ameisen besucht wird.
In vielen Fällen vertreiben ja die Nektarprofiteure Pflanzenschädlinge - im Falle der Zaunwicke scheint es aber nicht so zu sein, denn sie wird von vielen Insekten angefressen wie Wicken, die keine solchen Nebenblattnektarien (= extraflorale Nektarien) haben.
Nebenblattnektarien (extraflorale Nektarien) der Zaunwicke
Nebenblattnektarien (extraflorale Nektarien) der Zaunwicke

Fortpflanzungsstrategien

Hülsen und reifende Samenanlagen
Hülsen und reifende Samenanlagen
Befruchtete Samenanlagen entwickeln sich zu "Bohnen". Die Samenanlagen stehen an der Bauchnaht der Hülse. Die reife Hülse ist schwarz, enthält 3-6 Samen, springt explosionsartig auf, rollt sich ein und stösst die Samen aus (= Austrocknungsstreuer).
Die Samen bleiben im Boden über 20 Jahre keimfähig.
Vermehrung durch Ausläufer
Vermehrung durch Ausläufer
Mit Hilfe von Bodenausläufern (Spross-Ausläufer) kann sich die Zaunwicke rasch etablieren.

Symbiose

Wurzelknöllchen der Zaunwicke
Wurzelknöllchen der Zaunwicke

Oft bildet die Zaunwicke an ihren Wurzeln länglich-eiförmige Knöllchen aus. Dies sind "Wohnungen" für Bakterien, die den Luftstickstoff direkt binden können! Die Zaunwicke "verpflegt" dafür die Bakterien.

 

VIA: http://www.bio-schmidhol.ch/site/index.cfm?id_art=60367&actMenuItemID=27751&vsprache/DE/Nur_eine_Zaunwicke___.cfm

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So

01

Jun

2014

Der Komposthaufen

Der Komposthaufen wird heutzutage bei vielen Menschen leider nur als „Müllhalde für biologische Abfälle“ angesehen. Genauso wird dann leider auch der Komposthaufen aufgebaut: Einfach alle Abfälle aufeinander.

 

So bilden sich dann im Sommer dicke Schichten von Grünschnitt und Rasen, die vergammeln und stinken und im Herbst füllt man eine Schicht Holz auf, die erst nach zwei Jahren verrottet ist.

 

Durch diese Art des Kompostierens und der entsprechenden Denkweise wird Grünschnitt und Holz nicht nur in unseren Köpfen sondern auch räumlich ein Abfallprodukt. Glücklicherweise gibt es meistens in der Nähe eine Verwertungsanlage bei der man für wenig Geld(!) Ressourcen abgeben kann. Auf dem Weg zurück nach Hause fällt einem dann ein, dass man ja eigentlich noch neue Beete anlegen wollte und kauft noch einen Sack Komposterde ein …

 

Nicht nur hat man zweimal Geld bezahlt, sondern auch noch ein industriell gefertigtes Produkt gekauft das weder Würmer noch eine hohe Anzahl aktiver Mikroorganismen enthält. Dafür hat man aber höchstwahrscheinlich zum Abbau der Moore beigetragen.

 

_

 

Auf die Mischung kommt es an

 

Beim Kompostieren kommt es darauf an die richtige Mischung von Kohlenstoff (C bzw. „braun“) und Stickstoff (N bzw. „grün“) zu finden. Wissenschaftlich ausgedrückt heisst das, das C/N-Verhältnis muss stimmen.

 

 

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

 

 

Habe ich einen zu hohen Kohlenstoffanteil passiert vermutlich nicht viel mit meinem Kompost. Das geschichtete Material liegt einfach nur extrem lange herum während es zerfällt und der Kompost gewinnt nicht an Temperatur.

 

Habe ich einen zu hohen Stickstoffanteil läuft die Sache andersherum. Der Kompost wird sehr heiss, das Material zerfällt sehr schnell und der Haufen verliert an Volumen. Häufig bildet sich eine Art grüner Matsch und es fängt an zu stinken.

 

Eine lockere Schichtung des Materials sorgt für eine gute Durchlüftung. Dies ist sehr wichtig, da wir ein aerobes und kein anaerobes (unter Ausschluss von Sauerstoff) Produkt herstellen wollen .

 

 

Der Kompost sollte gut riechen, nicht nach Verwesung!

 

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

 

 

Heisskompostierung

 

Wer einen wirklich guten Kompost herstellen will der muss einen Heisskompost machen. Dabei geht es zum einen darum alle Samen im Kompost keimunfähig zu machen und zum andern darum ein biologisch aktives Produkt herzustellen. Wichtig sind hierbei neben dem C/N-Verhältnis auch die Grösse und der Feuchtegehalt des Haufens.

 

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

 

 

Durch mehrfaches Umschichten des Komposts werden Randzonen ins Zentrum gebracht und das Material gut durchmischt. Gleichzeitig wid das Material belüftet und dadurch mit Sauerstoff versorgt.

 

Ausserdem wird der Prozess der Kompostierung extrem beschleunigt so dass schon nach drei Wochen fertiger Kompost zur Verfügung stehen kann (wenn man viel Zeit zum Drehen des Komposthaufens hat).

 

Als Endprodukt erhält man nicht einfach ein dunkelbraunes Substrat, sondern einen Kompost der das Bodenleben reaktiviert, die Bodenstruktur verbessert und nachhaltig für gesunde Pflanzen sorgt.

 

Via: http://permatura.wordpress.com/2013/07/02/richtig-kompostieren/

 

 

 

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Di

27

Mai

2014

Wege zu Terra Preta – Aktivierung von Pflanzenkohle

 

Pflanzenkohle ist kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie Habitat für Mikroorganismen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch und effizient zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle zunächst aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Neben der Vermischung der Pflanzenkohle mit Kompost gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und Herstellung Terra Preta ähnlicher Substrate.

 

 

 

Pflanzenkohle ist äußerst porös und besitzt eine enorme spezifische Oberfläche von teilweise über 300 m2 pro Gramm. Aufgrund der hohen Porosität vermag die Pflanzenkohle bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser und den darin gelösten Nährstoffen aufzunehmen. Diese Eigenschaft nennt man die Adsorptionskapazität (AK) der Pflanzenkohle, die einerseits von der pyrolysierten Biomasse und andererseits von der Pyrolysetemperatur abhängt. Im Bereich von 450°C bis 700°C entstehen Pflanzenkohlen mit der höchsten Adsorptionskapazität.

 

 

Auch mit bloßem Auge deutlich sichtbare Porosität einer Eschenholzkohle (Foto: Andreas Thomsen)

 

Eine weitere wichtige Eigenschaft zur Erklärung der besonderen Nährstoffdynamik der Pflanzenkohle ist die hohe Kationenaustauschkapazität (KAK). Die KAK der Pflanzenkohle ist ein Maß für die Fähigkeit, positiv geladene Ionen (Kationen) an der Oberfläche der Pflanzenkohle zu binden und bei entsprechenden Verhältnissen wieder für Pflanzen und Mikroorganismen verfügbar zu machen. Die KAK hängt ebenfalls von der Oberfläche der Pflanzenkohle ab, ist aber eine chemische Größe, die durch Sauerstoff und Bodenkontakt zunimmt und erst nach einiger Zeit ihren Höchstwert erreicht. Eine hohe KAK verhindert das Auswaschen von mineralischen wie organischen Nährstoffen und sorgt insgesamt für eine höhere Nährstoffverfügbarkeit. Eine hohe KAK bindet zudem auch toxische Moleküle, wodurch das Bodenleben geschützt wird.

 

Die hohen AK und KAK der Pflanzenkohle führen dazu, dass sich die Pflanzenkohle hervorragend als Nährstoffträger eignet. Die von der Pflanzenkohle aufgenommenen Nährstoffe wiederum führen dazu, dass Mikroorganismen ideale Lebensräume in und um die Pflanzenkohle finden, was wiederum der gesamten mikrobiellen Belebung des Bodens und damit dem Potential für Symbiosen von Mikroorganismen und Pflanzenwurzeln zugute kommt.

 

 

 

Prinzipien der Pflanzenkohle Aufladung

 

Würde man Pflanzenkohle unbehandelt in den Boden einarbeiten, würden deren hohe Adsoptionsleistung und die wachsende KAK dazu führen, dass verfügbare Nährstoffe und Wasser im Boden von der Pflanzenkohle aufgenommen und fixiert würden. Dies wiederum würde zumindest in der Anfangszeit (einige Monate bis zu einem Jahr) und je nach Nährstoffgehalt des Bodens zur Hemmung des Pflanzenwachstums führen. Um dies zu verhindern, sollte die Pflanzenkohle vor der Eintragung in den Boden:

 

  1. mit Nährstoffen und Wasser aufgeladen werden
  2. mit Mikroorganismen besiedelt werden, wodurch die fixierten Nährstoffe leichter pflanzenverfügbar werden
  3. durch Oxidation gealtert werden, um die KAK vor dem Eintrag in den Boden in die Nähe ihres Maximums zu bringen.

 

Der Versuch von Andreas Thomsen zeigt sehr deutlich die Bedeutung der Aufladung von Pflanzenkohle. In der oberen Versuchsreihe wurde purer Pflanzenkohlestaub in steigender Dosierung zugegeben. In der unteren Bildreihe wurde die Pflanzenkohle zunächst 4 Monate lang kompostiert und anschließen vom Kompost gesäubert, so dass kein zusätzlicher Kompost, sondern nur die aufgeladene Pflanzenkohle in dem Versuch zum Einsatz kam. Während die reine Biokohle zu Wachstumshemmungen der Senpfpflanzen führte, konnte in der Variante mit aufgeladener Kohle ein deutlicher Wachstumszuwachs verzeichnet werden (mit Dank an Andreas Thomsen).

 

Es gibt viele verschiedene praktikable Verfahren zur Aufladung von Pflanzenkohle und damit zur Herstellung von Terra Preta ähnlichen Bodensubstraten. Je nach Standort, Kultur, Klima, und vorhandener Technik können diese jeweils angepasst und modifiziert werden. Viele dieser Verfahren sind historisch gewachsen oder entsprechen der guten landwirtschaftlichen Praxis. Es gibt kein allgemein gültiges Patentrezept (auch wenn bereits Patente angemeldet wurden…), sondern nur die folgenden grundlegenden Prinzipien:

 

  1. genügend Feuchtigkeit, damit die Nährstoffe in Lösung gehen können und die Poren der Kohle sich aufladen
  2. eine möglichst hohe Vielfalt an möglichst organischen Nährstoffen, um keinen Mangel an bestimmten Nährstoffen aufkommen zu lassen
  3. die wichtigsten Nährstoffe für die mikrobielle Besiedlung sind organischer Kohlenstoff und Stickstoff, welche in frischer Kohle besonders limitierend sind
  4. das C/N-Verhältnis des Pflanzenkohle-Substrates sollte zwischen 25 und 35 liegen
  5. die Dauer der Aufladung sollte mindestens 14 Tage betragen
  6. Inokulation mit bodenbürtigen Mikroben durch Zusatz humusreicher Erde, Komposttee, Kompost oder durch selektierte Mikroorganismen

 

Die folgenden vier Verfahren stellen Beispiele für eine praktische Umsetzung der Pflanzenkohle-Aktivierung für landwirtschaftlich relevante Mengen dar. Alle Verfahren lassen sich auch für den Kleingarten und sogar Balkon adaptieren:

 

Erde aus einem Gemüsebeet mit Pflanzenkohle-Kompost, ca. 25 cm Tiefe. Ein Regenwurm hat seinen Gang mit Pflanzenkohle-haltiger Lösung ausgekleidet. Übrigens sind Regenwürmer, wie zahlreiche Laborversuche gezeigt haben, große Liebhaber von Pflanzenkohle-Substraten. Durchmesser ca. 4 mm. (Bild: Andreas Thomsen)

 

 

 

A. Pflanzenkohle mit Kompost

 

Die Aufladung von Pflanzenkohle durch Zusatz und Vermischung mit Kompost stellt wahrscheinlich die beste Möglichkeit zur Herstellung von Terra Preta ähnlichen Substraten dar. Im Kompost ist die mikrobielle Belebung am höchsten, die Nährstoffe sind bereits in komplexen organischen Verbindungen eingebaut und das fertige Substrat kommt dem Humus des Bodens bereits sehr nahe. Allerdings ist Kompost nicht gleich Kompost, und die meisten verfügbaren Komposte sind qualitativ unbefriedigend. Schlechte Komposte müssen vom Boden erst langwierig „verdaut“ werden und führen zur Blockierung von Nährstoffen und zu mikrobiellem Ungleichgewicht. Wenn man sich über die Qualität des Komposts nicht sicher ist, sollte man zur Aufladung der Pflanzenkohle lieber auf eine der folgenden Varianten zurückgreifen. Guter Kompost muss eine Krümelstruktur ähnlich der von humuser Erde aufweisen und darf nicht schlecht riechen.

 

Am besten gibt man die Pflanzenkohle dem Kompost bereits beim Aufsetzen der Miete im Verhältnis von 10% zur Biomasse zu, wodurch die Nährstoffeffizienz des Komposts deutlich verbessert wird (siehe Abb). Häufiges Wenden ist sowohl für die Oxigenierung als auch für die homogene Nährstoffverteilung für die Aktivität der Mikroorganismen wichtig.

 

In einem Vorversuch am Delinat-Institut hat sich gezeigt, dass der Zusatz von Pflanzenkohle die Umsetzung der Stickstoffverbindung zu stabilem und besser pflanzenverfügbaren Nitrat (NO3) deutlich verbessert. Der Stickstoffverlust wird gebremst und ebenso die Emission von Treibhausgasen. In einem nächsten, umfangreicheren Versuch soll dies verifiziert und genauer untersucht werden. Ein gesonderter Artikel zum Thema des Kompostierens mit Pflanzenkohle wird demnächst in Ithaka veröffentlicht.

 

Der mit Pflanzenkohle hergestellte Kompost kann nach dem Ende der Rotte wiederum zur Aufladung von weiterer frischer Pflanzenkohle dienen. Zur Aktivierung der Pflanzenkohle kann aber auch reifer Kompost verwendet werden, der nicht mit Pflanzenkohle kompostiert wurde.

 

Schichten Sie die Pflanzenkohle im Volumenverhältnis von etwa 1:1 auf den reifen Kompost und feuchten Sie beides gut an. Vermischen Sie Pflanzenkohle und Kompost möglichst mit einem Kompostwender. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, bis das Verhältnis von 1:1 erreicht wird. Die Mischung sollte mindesten 2 Wochen vor der Einarbeitung in den Boden erfolgen und während dieser Zeit mindestens zweimal gewendet und immer gut durchfeuchtet werden.
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B. Pflanzenkohle mit Viehmist

 

Eine Mischung verschiedener Mistarten ist einer einzelnen Mistart vorzuziehen. Es sollte auf einen möglichst hohen Strohanteil geachtet werden. Da es sich bei der folgenden Methode nicht um eine Kompostierung handelt, sollte der Mist mindestens 1 Jahr gelagert sein. Am besten allerdings ist, wenn die Pflanzenkohle bereits im Stall als Einstreu für den Mist verwendet wird. Alternativ ist es auch möglich, die Pflanzenkohle regelmäßig in die Jauchegrube zu streuen.

 

Das Verhältnis Pflanzenkohle zu Viehmist sollte etwa 4 zu 1 betragen. Je nach Kultur und Nährstoffbedarf der Fläche kann dieses Verhältnis auch verkleinert werden.

 

  1. Befeuchten Sie die Pflanzenkohle mit möglichst viel Wasser.
  2. Breiten Sie die Pflanzenkohle in Streifen von etwa 120 cm Breite und einer Höhe von etwa 5 cm auf einem möglichst humusreichen Boden aus.
  3. Breiten Sie darüber eine etwa 3 cm dicke Schicht des Viehmists aus.
  4. Geben Sie ca. 1% Gesteinsmehl hinzu (nicht unbedingt nötig, verbessert aber die Qualität des Substrates).
  5. Sollte der Mist nicht mit genügend Stroh versetzt sein, schichten Sie etwa 10% Gras, Maissillage oder Grünschnitt auf.
  6. Breiten Sie darüber eine weitere Schicht Pflanzenkohle.
  7. Befeuchten Sie das Ganze mit möglichst viel Wasser (reichern Sie, wenn möglich, das Wasser mit Komposttee oder EM-A an).
  8. Falls der Boden, auf dem die Mischung vorbereitet wird, zu stark verfestigt und wenig belebt ist, sollte eine Schicht fruchtbarer, belebter Erde zur mikrobiellen Besiedlung des Substrates hinzugefügt werden.
  9. Überfahren Sie den Streifen mindestens zweimal mit einem Rotovator um das Substrat sorgfältig zu vermischen.
  10. Halten Sie das Gemisch während 14 Tagen stets gut befeuchtet und durchmischen Sie es aller 3 Tage mit dem Rotovator. Die Abdeckung durch ein Flies ist zu empfehlen

 

Pflanzenkohleaktivierung nach Methode 2 auf dem südspanischen Weingut Pago Casa Gran

 

 

 

C. Pflanzenkohle mit NPK-Düngern

 

  1. Berechnen Sie die Menge an Mineraldünger, die Sie für eine bestimmte Fläche benötigen. Durch die Vermischung mit Pflanzenkohle wird die Auswaschung und Ausgasung der Nährstoffe deutlich reduziert, so dass sich die Düngemitteleffizienz deutlich steigert und insgesamt nur die Hälfte der konventionell berechneten Menge benötigt wird.
  2. Achten Sie darauf, dass der Mineraldünger nicht nur die Hauptelement N-P-K-Mg enthält, sondern eine möglichst hohe mineralische Vielfalt aufweist. Geben Sie im Zweifelsfall Gesteinsmehl hinzu.
  3. Lösen Sie die errechnete Menge Mineraldünger in ausreichend Wasser auf.
  4. Geben Sie über den Zeitraum von 2 Tagen soviel Pflanzenkohle hinzu, dass die Flüssigkeit vollständig von der Pflanzenkohle aufgesogen wird.

 

Anstatt NPK-Düngern sollten vorzugsweise organische Flüssigdünger zur Aufladung verwendet werden. So eignet sich beispielsweise Harngülle ausgezeichnet zur Aufladung von Pflanzenkohle.

 

Bei Variante C kommt es nicht zur mikrobiellen Besiedlung, diese geschieht dann erst im Boden. Im biologischen Anbau ist die Variante mit mineralischem Handelsdünger nicht gestattet.

 

 

 

D. Pflanzenkohle – Bokashi (Milchsaure Vergärung von Biomasse)

 

  1. Vermischen Sie möglichst strohreichen Viehmist mit 10% Grasschnitt, 10 % Pflanzenkohle und 1 % Gesteinsmehl
  2. Besprühen Sie die Biomasse mit einer Lösung aus 3% EM-A (Effektive Mikroorganismen) und 3% Zuckerrohrmelasse ein. (Alternativ können anstatt EM-A auch Brottrunk, Sauerkrautsaft oder ähnliche Fermente mit hoher Besiedlung an Milchsäurebakterien verwendet werden, je nach Mischung kann dies den Gärprozess verlängern.)
  3. Verdichten Sie die Miete, indem Sie mit dem Traktor mehrfach darüber fahren (siehe Abb.).
  4. Decken Sie die Miete mit einer luftdichten Saugfolie ab. Decken Sie das Ganze dann mit einer Schwarzfolie ab und beschweren Sie diese mit Kiessäcken. (In kleinerem Maßstab kann dies auch in geschlossenen Behältern wie Eimer, Tonnen oder Plastiksäcken durchgeführt werden.)
  5. Entfernen Sie die Folie je nach Außentemperatur nach 14 – 21 Tagen. Das Produkt sollte leicht milchsauer riechen!
  6. Um eine größere Menge Pflanzenkohle zu aktivieren, kann der Bokashi nun mit bis zu 50% (vol) mit weiterer Pflanzenkohle aufgefüllt werden. (soll nur ein Terra Preta ähnliches Substrat erzeugt werden, ist diese zusätzliche Menge an Kohle nicht nötig).
  7. Wässern und durchmischen Sie die Miete mit einem Kompostwender oder Rotovator und lasse Sie diese noch einige Tage durchlüften. Zur Inokulation mit bodenbürtigen Mikroorganismen sollte etwas frische Erde hinzugefügt werden.

 

Verdichtung des Gemischs aus Viehmist und Pflanzenkohle vor der luftdichten Abdeckung mit der Folie. Die Bokashierung ist ein anerober Vergärungsprozess. (Foto: Rolf Zimmermann)

 

 

 

Einarbeitung in den Boden

 

Die aktivierte Pflanzenkohle oder Terra Preta ähnlichen Substrate sollten oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden. Falls die entsprechende Technik nicht verfügbar ist, kann das Substrat auch lediglich auf dem Boden verteilt werden. Die durch Würmer besorgte Durchmischung im Boden dauert dann etwas länger.

 

Fertige Terra Preta ähnliche Substrate, die mehr oder weniger nach einer der obigen Methoden hergestellt wurden, finden Sie in der Schweiz bei EM-Schweiz und in Deutschland bei Triaterra. Pflanzenkohle könnten Sie in Großmengen bei Swiss Biochar und in kleineren Mengen bei Growbox bestellen. Growbox vertreibt zudem fertige Terra Preta Substrate in 30l-Säcken für den Schweizerischen Markt.

Pflanzenkohle ist kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie Habitat für Mikroorganismen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch und effizient zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle zunächst aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Neben der Vermischung der Pflanzenkohle mit Kompost gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und Herstellung Terra Preta ähnlicher Substrate.

 

Via: http://www.ithaka-journal.net/wege-zu-terra-preta-aktivierung-von-biokohle

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Mo

26

Mai

2014

Wie kann man sein eigenes biologisches Saatgut gewinnen?

In erster Linie muss man wissen, dass biologisches Saatgut nur dann von Interesse ist, wenn auch die Pflanze, aus der es gezogen wird, nach biologischen Kriterien kultiviert wurde. Nur unter dieser Bedingung kann das erhaltene Saatgut als biologische Saat angesehen werden. Es gibt viele Anbieter, bei denen man biologisches Saatgut beziehen kann, die die Anforderungen und Bedingungen des biologischen Anbaus befolgen. Sie können aber auch Ihr eigenes Saatgut ziehen und es von der Aussaat bis zur Ernte verfolgen.

Selbst wenn ein Samen ewig leben kann, seine Keimung beschränkt sich auf wenige Jahre. Deshalb ist es nützlich, das Saatgut systematisch bei der Ernte mit dem Erntedatum zu versehen.

Saatgut Tomaten: Die ersten Tomaten sind im allgemeinen die robustesten. Wählen Sie die schönste aus, sie muss gesund sein und den Ansprüchen an die gewünsche Pflanze am nähesten kommen. Um ganz sicher zu sein, kann man 2 Tomaten pflücken und ihren Samen vermischen. Schneiden Sie dazu die Tomate auf und entfernen Sie vorsichtig den Samen. Legen Sie diesen in eine Tasse oder ein Glas mit ein wenig Wasser. Nach einigen Tagen trennen Sie den Samen von dem zurückgebliebenen Fruchtfleisch. Den Samen legen Sie auf ein saugfähiges Papier und lassen ihn trocknen.

Saatgut Salat: Wie immer wird man den schönsten Salat wählen. Am besten den, der erst spät in die Höhe schießt, weil sich diese Eigenschaft in seinen Genen wiederfinden kann. Lassen Sie den Salat bis zur Blüte wachsen, wenn sich Samen bilden, wird der Salat abgeschnitten und mit dem Kopf nach unten über ein Blatt Papier gehängt. Sie müssen jetzt nur noch den Samen ernten. Winter- und Herbstsalate müssen während des Winters geschützt werden, sie bilden Samen im nächsten Jahr.

Saatgut von Zucchini, Melonen und Kürbissen: Nehmen Sie die beste Frucht, öffenen Sie sie, entnehmen Sie den Samen und lassen Sie sie ihn ein oder zwei Tage trocknen. Sobald er trocken ist, kann er eingepackt und bis zur Aussaat gelagert werden.

Saatgut von Chilli und Paprikaschoten: Wählen Sie die schönste Frucht zu Beginn der Saison. Sobald sie reif ist, öffnen Sie sie und entnehmen Sie den Samen, lassen Sie ihn ein oder zwei Tage auf einem saugfähigen Papier trocknen.

Saatgut von Zwiebeln und Lauch: Die Saatgutgewinnung geht nach dem gleichen Prinzip. Lassen Sie 2 bis 3 Pflanzen bis zur Blüte stehen. Zwiebeln und Lauch bilden eine Blüte in Form einer Kugel, diese schneiden Sie ab, sobald die Blüten zu trocknen beginnen. Hängen Sie dann die Kugel mit dem Kopf nach unten über ein Blatt Papier und ernten Sie den Samen. Sie können die Samenbildung beschleunigen, wenn sie nur wenig gießen.

Saatgut Möhren: Einige schöne Möhren über den Winter im Keller aufbewahren. Im Februar-März können sie im Abstand von ca. 60 cm neu gepflanzt werden. Behalten Sie nur die schönsten Dolden, die anderen schneiden Sie ab. Sollten wilde Möhren in der Nachbarschaft wachsen, entfernen Sie diese wenn möglich. Die Samen werden geerntet, wenn die Blüte zu trocknen beginnt. Schneiden Sie den Stängel ab und hängen Sie die Blüte Kopf nach unten über ein Blatt Papier.

Saatgut Petersilie: Die Samen werden im zweiten Jahr geerntet. Das bedeutet, dass die Pflanze im Winter geschützt werden muss (Stroh, Plastikfilm), wenn Sie in einer kalten Region wohnen. Stützen Sie die Pflanze ab, wenn nötig. Ernten Sie den Samen von Hand oder binden Sie ein Säckchen um die Blüte.

Saatgut Kohl: Bewahren Sie den ganzen Kohl, dessen Kopf im Winter gegessen werden kann. Lassen Sie einige Blätter am Stängel, wenn Sie den Kohl abschneiden. Auf diesem Stängel wachsen die Triebe, die die Blüten und schließlich den Samen tragen. Die ersten Samen wachsen unten, je höher die Samen am Stängel wachsen, umso später sind sie reif. Ernten Sie die Samen, sobald die Hülsen (sehen aus wie Erbsen, nur kleiner) zu trocknen beginnen.Nehmen Sie die runden Samen aus den Hülsen.

Saatgut Erbsen, Bohnen und Ackerbohnen: Ganz einfach, es genügt, einige Hülsen - die schönsten - trocknen zu lassen und die Samen herauszunehmen. Diese lässt man noch einige Tage trocknen. Wählen sie die schönsten Samen aus den Hülsen, die die meisten produziert haben.

Saatgut Radieschen, Rettiche: Sie prodzieren den Samen am Ende des Sommers für eine Aussaat im Frühjahr. Winterrettich wird im Keller, bzw. an einem kühlen, tockenen Ort aufbewahrt und im kommenden Frühjahr gepflanzt, damit er Blüten treibt. Geerntet werden die Samen im Sommer.

Saatgut Knoblauch: hierfür wählt man die zuerst geernteten Knoblauchknollen, bevorzugt werden die Zehen im Innern der Knolle, sie geben die besten Knoblauchpflanzen. Diese werden im nächsten Jahr gepflanzt, lassen Sie sie bis zur Blüte stehen und ernten Sie dann den Samen.

Saatgut Gurke: Nehmen Sie die Samen aus einer gut reifen Gurke, waschen Sie den Samen und lassen Sie ihn trocknen.

Saatgut Schnittlauch: Man läßt ihn zur Blüte kommen (hübsche violette Blüten), um zum Samen zu kommen, dieser wird dann zu Beginn des Sommers geerntet. Sie können aber auch einfach die Büschel teilen, sie wachsen dann von alleine wieder.

Saatgut Kartoffeln: Für einen guten Ernteertrag ist es wichtig, die schönsten Exemplare auszuwählen - gesund, unversehrt. Sie werden im Keller oder an einem trockenen, kühlen Ort überwintert und im Frühjahr, wenn sie zu keimen beginnen, gepflanzt.

 

Via: http://www.garten-bio.de/biologisches-Saatgut-gewinnen.htm

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Fr

23

Mai

2014

Die Permakultur und das Hügelbeet

 

Die Permakultur, oder auch Mischanbau genannt, ist eine Anbauweise beim Gemüseanbau. Den Begriff der Permakultur verwandten als Erste die Australier Bill Mollison und David Holmgren in den 1970ern. Er ist aus den englischen Wörtern „permanent“ und „agriculture“ entstanden und bedeutet so viel wie „permanent nachhaltige Landwirtschaft“ (vgl. www.permakultur-akademie.net). Es ist eine Art des Anbaus, welche einem natürlichen Ökosystem nachempfunden ist (vgl. www.permakultur.de). Der Vorteil hierbei ist, dass es ein stabiles und produktives System ist, dass sich gegenseitig mit Nährstoffen versorgt und sogar Schädlinge fern hält. Das bedeutet für den Gärtner somit teilweise weniger Arbeit, da es ein permanent sich selbst regenerierendes Ökosystem ist. So berichten die Australier in ihrem Buch Permakultur: „dass in einem Garten von ca. 6 m mal 12 m etwa 40 % unserer Nahrung mit einem durchschnittlichen Arbeitsaufwand von 5 Minuten pro Tag zu produzieren sind, d.h. ein weit geringerer Zeitaufwand als normalerweise das Einkaufen benötigt.“ (Mollison, Holmgren: Permakultur, S. 13). Es entsteht eine Pflanzengesellschaft, die miteinander kooperiert. Doch nicht nur der geringe Zeitaufwand spricht für die Permakultur sondern auch ihr reicher Ertrag, selbst bei unerfahrenen Gärtnern und sandigen Böden (ebd., S. 13). Für die Australier ist die Permakultur allerdings nicht nur eine Anbauart von Gemüse, sondern eine Lebensweise. In Deutschland gibt es das Institut für Permakultur Permakultur Institut e.V., welches 1984 gegründet wurde und Kurse und Fortbildungen zum Thema Permakultur anbietet. Der Österreicher Sepp Holzer ist ebenfalls ein sehr bekannter Vertreter der Permakultur und hat schon einige Bücher zu dem Thema geschrieben. Sepp Holzer betreibt nicht nur seinen eigenen Hof mit dieser Anbauart, sondern ist auch weltweit aktiv und hilft beim Aufbau von Permakultur-Anlagen. Sein Hof liegt auf 1300 m. ü. M., dennoch kann er hier sogar Pfirsiche ernten. Sepp Holzer favorisiert auf seinem Hof und in seinen Projekten den Anbau mit Hügelbeeten, da er verschiedene Vorteile hat. Die Vorteile der Hügelbeete liegen zum einen in der erhöhten Wasserspeicherkraft der Erde durch den lockeren Aufbau der Beete. Sie trocknen relativ schnell von oben nach unten ab und bieten somit verschiedene trockene und feuchte Standorte. Hierbei spielt auch die Belüftung der Bodenschichtung, welche durch die lockere Aufschichtung entsteht, eine wichtige Rolle. Zum anderen erwärmen sich Hügelbeete schneller als andere und bieten somit in kalten Regionen einen Vorteil, denn die Samen können trotz Kälte gut keimen und wachsen (vgl. Holzer: Sepp Holzers Permakultur, S. 59). Zwar gibt es keine genaue Anleitung für den Bau eines Hügelbeetes, da man auf die Bedingungen der Umgebung eingeht, allerdings kann man sich an folgenden Maßen orientieren. Die Erde der Hügelbeete wird so steil aufgeschüttet, so dass sie eben noch hält (45 bis 70 Grad) (vgl. ebd., S. 247). Des Weiteren haben die Hügelbeete eine Höhe ab 1 m und bieten somit eine gute Höhe um stehend zu arbeiten, was Knie- und Rückenschmerzen verhindert. Und zu guter Letzt bieten die Hügelbeete in ihrer Form eine größere Fläche für den Anbau als ein flaches Beet. Das ist ein großer Vorteil, wenn man nur wenig Fläche zur Verfügung hat (vgl. ebd., S. 59 – 73).

 

Quellen:

  • Holzer, Sepp / Liebchen, Konrad: Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell. Leopold Stocker Verlag: 2004.
  • Holzer, Sepp: Sepp Holzers Permakultur – Praktische Anwendung für Garten, Obst und Landwirtschaft.
    Leopold Stocker Verlag: 2008.
  • Mollison, Bill / Holmgren, David: Permakultur – Landwirtschaft und Siedlungen in Harmonie mit der Natur. Pala-Verlag GmbH: 1984.
  • www.permakultur.de
  • www.permakultur-akademie.net

Via: http://www.anna-fankhaenel.de/2011/07/die-permakultur-und-das-hugelbeet/

 

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So

18

Mai

2014

Mischkultur / Permakultur

Erfahrungen mit Anbau gemischter Gemüsekulturen

Mischkultur hat vor allem den großen Vorteil, dass man auf die Fruchtfolge nicht so großen Wert legen muss, da der Boden nicht einseitig "ausgelaugt" wird, die Natur macht es vor, da wächst auch viel zusammen und gedeiht prächtig.



Berücksichtigt wird hier auch, daß nicht jeder einen Garten hat, die Übersicht beschränkt sich daher erst einmal auf das, was notfalls auch auf einem Balkon oder Dachgarten, im Prinzip also im Kübel und ohne Probleme wächst.

Dabei ist es natürlich sinnvoll, wenn verschiedene Pflanze im gleichen Kübel wachsen, schon mal aus Platzgründen, und aus diesem Grunde müssen sich diese dann auch vertragen, im günstigsten Fall sollten sie sich noch gegenseitig günstig beeinflussen.



Wenn jetzt die erfahrenen Gärtner/innen ins Schmunzeln kommen – ich wende mich hier direkt an Anfänger, es ist erschreckend, wie viele Menschen nicht mehr die geringste Erfahrung mit Lebensmittelanbau haben, wenn es tatsächlich soweit kommen sollte, daß wir hier in unseren Breitengraden wieder (zumindest zeitweise) auf Eigenanbau zur Versorgung angewiesen wären, dann würden viele Leute wohl verhungern. Das muß nicht sein, wenn jeder nach seinen Möglichkeiten sich wenigstens etwas selbst anbaut und dann auch mit anderen tauschen kann, dann ist eine solche Situation schon viel entspannter zu überstehen und ausschließen kann man es leider nicht.



Es wurden zu Anfang des Vergleichsanbaus verschiedene Mischkultur-Tabellen aus folgenden Büchern verglichen, die Literaturangaben sind am Schluß

Interessanterweise gibt es in einigen Fällen widersprüchliche Angaben, da ich die Möglichkeit hatte diese im Rahmen meines Eigenanbaus zumindest teilweise zu überprüfen, gehe ich davon aus, daß es noch weitere Faktoren geben muß, die auf die Anbauergebnisse einer Mischkultur einwirken. Es ist nicht wirklich immer so wie man es gern hätte und erwartet.



Einige Unverträglichkeiten von Pflanzen beruhen auf Gegenseitigkeit, andere wiederum nicht, so gedeiht Mangold tatsächlich schlechter in der Nähe von Topinambur – diese wiederum machen sich aus dem Mangold überhaupt nichts.

Bewährte Mischkulturen wie Möhren mit Zwiebeln kennt dagegen fast jeder, der schon etwas Gartenerfahrung hat – in dem Fall ist es ein gegenseitiger Schutz vor Schädlingen, die sich ansonsten in einer Monokultur schnell breit machen.



Aus Zeitgründen beschränke ich mich hier vorerst auf einige verbreitete und einfach anzubauenden Gemüse- und Kräutersorten die sich für den unkomlizierten Hausgebrauch bewährt haben.





Bohnen sind frostempfindlich und können erst von Mitte Mai bis Ende Juli angesäht werden, brauchen im Wurzelbereich nicht so viel Platz und wachsen im Prinzip überall, sie sind Stickstoffsammler und reichern den Boden damit an.

Kklassisch und praktisch bewährt ist die Kombination mit Bohnenkraut, dieses kann schon eher gesäht werden oder man hat eine winterharte Sorte, wo man einige Pflanzen dann direkt in die Bohnenreihe setzt. Das Bohnenkraut ist ohnehin für den Geschmack der Bohnen bei der Zubereitung empfehlenswert.

Ebenso gut verträglich für Bohnen sind Borretsch, Dill, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, alle Sorten Kohl, Koriander, Mangold, Spinat oder Rote Beete, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, verschiedene Salate, Sellerie, Sonnenblumen und Tomaten.

Angegeben ist auch Rhabarber, ich habe aber keine Idee, was wegen der großen Blätter des Letzteren daneben noch gedeihen soll , den nötigen Platz muss man einrechnen.



Ungünstige Nachbarschaft für Bohnen sind Erbsen (gleiche Standortansprüche aber Erbsen können erheblich eher ausgesäht werden da sie gegen Spätfröste recht tolerant sind. Ab Juli lohnen sich Erbsen nicht mehr, sie tragen dann nicht mehr recht.

Auch Fenchel, Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln sind als ungünstige Nachbarn für Bohnen angegeben.

Zwiebeln habe ich direkt daneben im gleichen Beet ausprobiert, sie sind trotzdem recht gut geworden, auch die Bohnen sahen ganz gut aus.





Kartoffeln lohnen sich auf fast jeder Stelle wo auch nur eine Pflanze Platz hat, selbst in Kübeln und sogar auf einem ganz normalen Stück Wiese. Man braucht nur das hohe Gras umtreten und zusätzlich mit einer ca. 20 cm dicken Schicht anderer Biomasse abdecken, Grasbatzen, Heu, Stroh, im Prinzip alles, was an Biomasse in einem Garten ganz nebenbei anfällt. Die Kartoffeln unten reinstecken und dann wachsen sie direkt auf der Erde entlang – mit teilweise erstaunlichem Ertrag und vergleichsweise sehr sauber. Die Knollen kann man bei dieser Anbauvariante nach Bedarf ernten, mein eigener Testanbau war ein Aha-Erlebnis, die Ernte war sogar besser und auf jeden Fall einfacher als in den gehäufelten Reihen.

Anbauzeit für Kartoffeln - je nach Höhenlage schon ab März bis in den Sommer möglich, sie brauchen gut 3 Monate zum Wachsen und werden geernet wenn die Pflanze abstirbt, bei dem o.g. Wiesenanbau ist jederzeit eine vorzeitige Entnahme von Knollen zum Frischverbrauch möglich ohne die Mutterpflanze gleich zu ruinieren.

Was die unterschiedlichen Sorten angeht ist man als Laie gut beraten, wenn man sich regionale Kartoffeln besorgt, aber Versuch macht klug, man kann durchaus auch experimentieren. Es ist für den Hausgebrauch nicht nötig, sich extra Saatkartoffeln zu besorgen, wenn gute, (also nicht totbehandelte!) Kartoffeln aus dem Laden verwendet werden, dann wachsen die auch, es geht hier nicht um Höchsterträge und Landwirtschaft sondern um Selbstbeschaffung von chemiefreien Lebensmitteln aber auch für den Notfall.

Wenn gar nichts geht mit Beschaffung aus der Region und der Supermarkt nur behandelte Kartoffeln führt (steht auf der Verpackung), dann muss man sich eben Saatkartoffeln kaufen. Bei der Ernte hebt man sich dann die Kleineren für die nächste Aussaat auf, am besten im Keller, kühl und nicht allzu trocken, wer selbst keinen kühlen Keller hat kann ggf. in der Bekanntschaft herumfragen oder man lässt die kleinen Kartoffeln gleich in der Erde, in manchen Gärten sind sie geradezu unausrottbar und kommen immer wieder.



Da Kartoffeln und Bohnen gut kombinierbar sind, kann man sie ohne weiteres auf der gleichen Stelle anbauen, beides wächst übrigens auch - und zwar hervorragend - auf dem Balkon! Die Bohnen sorgen für zusätzliche Nährstoffversorgung der Knollen da sie den Boden über ihre Wurzeln mit Stickstoff anreichern. Ebenfalls Dill kann direkt dazwischen wachsen. Wenn bereits Bohnen als Mischkultur vorhanden sind macht sich Knoblauch wohl nicht so gut, das habe ich aber nicht direkt ausprobiert, ansonsten soll Knoblauch mit Kartoffeln eine gute Kombination sein wegen der Schädlingsabwehr, sinnvoller ist in diesem Fall die Pflanzung einiger Tagetes-Pflanzen (Blumen), die als Nematodenschutz wirken, oder Ringelblumen, diese bewahren Kohl, der sich als Nachkultur für Kartoffeln eignet, weitgehend vor diversen Raupen, die Blumen können also gleich stehen bleiben und Ringelblumen können zu einer sehr guten Salbe verarbeitet werden (siehe später im Heilpflanzen-Teil, folgt erst noch).



Passend zu Bohnen lassen sich Tomaten und Petersilie im gleichen Beet / Kübel anbauen aber Tomaten NICHT mit Kartoffeln, diese beiden Nachtschattengewächse passen nicht.



Was auch gut zu Bohnen passt sind Kürbisse oder Gurken, in dem Fall allerdings besser Stangenbohnen, wenn die Gurken und Kürbisse unten wachsen, umgekehrt machen sich kletternde Gurken und Kürbisse ganz gut wenn die Bohnen unten bleiben, also Buschbohnen in dem Fall. Die Kombination dieser beiden Gemüse mit Mais ist von den Indianern überliefert, die Pflanzen stützen und beschatten sich gegenseitig nach ihrem Bedarf.

Ringelblumen passen auch hier dazu.



Im Beet oder Gewächshaus klappt das relativ einfach, bei Balkonanbau ist wegen der gewöhnlich kleineren Pflanzgefäße darauf zu achten, daß gerade Gurken viel Wasser brauchen, dann tragen sie aber erstaunlich gut, für Balkon eignen sich eher kletternde Gurken, Schlangengurken z.B. sie tragen auch reichlich.

Kürbisse sind eher nicht so die klassischen Balkongewächse, aber wenn der Kübel groß genug ist und gut gegossen wird, sollte sogar das funktionieren, ich habe das schon probiert, es geht, auch Zuccini gedeihen auf dem Balkon – meist sogar besser als im Garten weil das Balkonbiotop normalerweise schneckenfrei ist.



Kohl und Salat passen in allen Sorten gut zusammen, der spätere Platzbedarf von Kopfkohl ist einzurechnen, Salat kann fast direkt daneben wachsen und geerntet werden bevor der Kohl dann wirklich viel Platz einnimmt, Kopfkohl braucht recht lange bis er groß ist,

Kohlrabis hingegen sind schnell fertig und haben auch nicht ein so ausladendes Blattwerk, und da Kohl im Wurzelbereich nicht viel Platz beansprucht sollte er eigentlich auch auf dem Balkon wachsen können, das habe ich allerdings noch nicht getestet.

Was noch zu Kohl passt sind Bohnen oder Erbsen (also nicht beides zusammen), Gurken, Möhren oder Dill, Radieschen und Rettiche, Sellerie, Mangold oder Spinat oder Rote Beete, (also auch hier für ein Gemüse entscheiden) aber auch Erdbeeren, die kommen ohne weiteres mit Halbschatten aus und wachsen sogar noch mit gutem Ertrag direkt unter Sträuchern z.B. Johannisbeeren. Es macht ihnen also nichts, wenn der Kohl sie nach der Erdbeerernte in den Schatten stellt, z.T. ist Kohl aber als ungünstig für Erdbeeren angegeben.

Kohlrabi und Brokkoli haben nicht ganz die gleichen Ansprüche wie der sonstige (Kopf)-Kohl, das ist aber nicht ganz so wild, Brokkoli z.B. soll nicht mit anderen Kohlsorten zusammenstehen.

Unverträglich mit Kohl in allen Arten sind - nach der Literatur- Lauch (Porree) und Zwiebeln. Bei mir sind die Zwiebeln am Rand des Beetes wo u.a. Kohl stand recht gut geworden. Allerdings baue ich Gemüse immer in Mischkultur an, da kann man auch ausreichend Abstand zwischen etwas heikle Nachbarpflanzen bringen.

Erbsen sind etwas frostverträglich, man kann sie schon sehr zeitig legen (ab Mitte März in tieferen Lagen). Saatgut für Erbsen hält sich nicht sehr lange, hier kann man sich entweder selbst Samen nachziehen oder kauft jedes Jahr frische Samen.

Erbsen vertragen sich gut mit Borretsch, Dill, Fenchel, Gurken, Kapuzienerkresse, Kohl, Koriander, Möhren, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, Salaten, Sellerie, Sonnenblumen, Spinat und Zuccini.

Unverträglich sind sie mit Bohnen, Gartenkresse, Knoblauch, Porree, Ruccola, Schnittlauch, Tomaten, Zwiebeln.

Erdbeeren kann man gut mit Zwiebeln und Knoblauch kombinieren, ebenso mit Porree, auch Radieschen, Salate, Sonnenblumen und Spinat passen dazu.

Erdbeeren gedeihen auch unter Johannisbeersträuchern sehr gut, da sie Halbschatten vertragen.

Als ungünstige Nachbarn sind Gurken angegeben.

In manchen Büchern ist Kohl als günstig, in anderen als ungünstig angegeben, ich habe das aber bisher nicht ausprobiert.

Tomaten passen klasisch zu Petersilie, die kann man direkt darunter setzen, diese beiden scheinen sich echt zu mögen. Außerdem zu Salaten, Kresse, Basilikum, Borretsch, Bohnen, Chicoree, Dill, Knoblauch, einigen Kohlarten (Kohlrabi), Möhren, Rettichen, Ringelblumen, Sellerie, Spargel, Spinat, Zuckermais und Zwiebeln. Tomaten können mehrere Jahre auf der gleichen Stelle stehen.

Angegeben ist in der Literatur, daß Tomaten und Gurken nicht zusammenpassen, daß ist aber nicht unbedingt soo problematisch, wichtig ist aber, daß Tomaten mit Früchten kein Wasser von oben mehr vertragen, also alle zusammen ins Gewächshaus funktioniert nur, wenn nicht alles direkt zusammensteht und per Hand oder eben nur von unten gegossen wird. Auch im Garten mögen Tomaten einen vor Regen geschützten Standort, sie brauchen es außerdem warm, ab einer gewissen Höhenlage (z.B. bei mir) wachsen sie im Garten dann nicht mehr gut, geschützte Lage am Haus oder Gewächshaus ist dann sicherer. Tomatenhauben funktionieren auch - wenn es nicht zu windig ist.

Unverträglich sind sie mit anderen nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Auberginen, es sind aber auch Erbsen, Fenchel, Paprika, Rotkohl und Sonnenblumen.

Eine Mischkultur mit Rote Beete wird mal als günstig, mal als ungünstig angegeben - auch hier habe ich das nicht ausprobiert zumal die Rote Beete erheblich unempfindlicher ist, was den Standort betrifft und der geschützte Platz für Tomaten eher begrenzt zur Verfügung steht.





Ich hatte vor 2 Jahren Tomaten und Paprika zusammen auf dem Balkon - jeweils in mit Folie ausgeschlagenen Kisten und Blumentöpfen, die sind alle mit- bzw. nebeneinander gewachsen wie verrückt. Die Paprika standen (weil sie nicht so hoch wachsen) direkt unter dem Fenster und die Tomaten links und rechts daneben. Getragen haben sie alle, der Abstand war maximal 20-30 cm zwischen den unterschiedlichen Kulturen, gerade so, dass sich die einzelnen Pflanzen nicht gegenseitig behindern, mit den Wurzeln waren sie ohnehin separat durch die Kisten und Töpfe.

Ich habe nicht mit den Zentimetermaß nachgemessen, ob die direkten Nachbarn vielleicht nicht ganz so gut gewachsen sind wie die Pflanzen mit etwas mehr Abstand, aber insgesamt sah das alles recht gesund aus und das hat mir dann auch gereicht. In den Tomatenkisten hatte ich zusätzlich immer noch Petersilie mit drin, das sind teilweise richtig dichte Büsche geworden.
Einigen Pflanzen sollte man auf jeden Fall einen größeren Abstand zu den anderen Gartengewächsen lassen, z.B. ein Wermutstock steht besser allein irgendwo am Rande.
Andererseits gibt es welche, neben denen gedeiht es besonders gut, ich habe mitten in meine Gemüsereihen immer einige Baldrianstöcke als Pflanzenschutzmaßnahme gehabt, daneben sind die Gemüsepflanzen (vorwiegend hatte ich Kohl dort) immer viel kräftiger geworden.

Wird fortgesetzt.



Quellen zum Nachschlagen u.a.:

"Der gesunde Biogarten" (Das Beste) S. 36

"Gartenjahr" (Falken) S.83

"Vom richtigen Zeitpunkt" (Mondbuch) (Heyne) S.128 ff

"Kräuter und Gewürze" (blv) S.36 und im Text

"mein schöner Garten" (Zeitschrift 3/2002) S.112

"Aussaatkalender 2001" (Ludwig)

"Mein Kräutergarten" (Compakt) S. 37

"Gärtnern mit dem Mond (Tosa, J.Corte) S. 50 und im Pflanzenteil S.101-277

"Erfahrungen für den Garten" Maria Thun (Kosmos)

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So

18

Mai

2014

Schnecken im Garten?

Allgemein wirken Gerb- und Bitterstoffe, z.B. Odermennig und Pflanzen mit reichlich ätherischem Öl abwehrend auf Schnecken.

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), zermahlen um die gefährdete Pflanze herum ausgebracht, Begonien (Begonia cucullata u. semperflorens), Bohnenkraut, Borretsch, Brennessel, Buchbaumhecke (Duft), Eberraute (Randbepflanzung um bedrohte Beete), Efeu, Estragon, Farne (Barrieren aus getrocknetem, zerriebenem Farn vermischt mit zerkleinerten Eierschalen, Buchensägemehl, evt. noch mit etwas ungelöschtem Kalk, Mulchen mit (Wurm-)Farnkraut, Holunderblätter, Kamille, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch (dichte Reihen pflanzen), ausgehöhlte und aufrecht stehende Grapefruchtschalen, Heiligenkraut (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Holunder, Koriander, Kresse, Lavendel (Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, unverdünnt auf gefährdete Pflanzen sprühen), Liebstöckel, Majoran, Oregano, Petersilie, Rainfarn, Ringelblumen, Rosmarin, Salat umkränzt von stark verkleinerten Thymian, Salbei, Schafgarbe, Schwarze Johannisbeeren (Blätter), Seifenkraut, weißer Senf, Tannenzapfen (auskochen und ausgießen), Thuja, Thymian (Randbepflanzung), Tomaten, Wacholder, Wermut, Wurmfarn, Ysop (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Zwiebeln; entweder Auszüge machen, Beetrand bepflanzen oder mulchen. Stehen Ringelblumen oder Kapuzinerkressepflanzen zwischen dem Gemüse, wird letzteres weniger heimgesucht. Zum Mulchen geeignet sind Brennesseln (frisches Kraut), Borretsch (frisches Kraut), Farn, Gerstenstroh, Fichtennadeln, Ringelblumen (dichten Mulch um Pflanzen legen).

Pflanzen immer klein schneiden und um die gefährdeten Kulturpflanzen herumlegen oder dem Mulch beimischen. Schneckengranulat wehrt ab mit natürlichen Aromen. Gerb- und Bitterstoffe wehren Schnecken ab. Am Rand des Beetes Hirtentäschel und Ackerhellerkraut pflanzen, das 'lenkt die Schnecken ab'.

Kräuter wie Oregano, Minze und Thymian schützen als Beetumrandung vor gefrässigen Schädlingen. Dasselbe geschieht mit Purpurglöckchen, Schafgarbe und Sonnenhut. Sie bekommen dann keine Schnecken in Ihren Garten.

Vorbeugende regelmäßige Spritzungen in wöchentlichem Abstand mit ENVIRepel. Der Geruchssinn der Schnecken wird durch Lavendel verwirrt. Zum Spritzen auf die gefährdeten Pflanzen kann man folgende Lösung versuchen: 10 l Wasser, 1 l Obstessig, 50 g Lavendelöl. Abends fein versprühen.

Jauchen aus Farnkraut oder Rhabarberblättern, Brühe aus ausgekochten Tomatenblättern oder Kermesbeerenauszug (Phytolacca acinosa) am Beetrand versprühen, Fichtennadelkompost um gefährdete Pflanzen ausbringen.

Niempresskuchen aus gemahlenem und ausgepresstem Niemsamen oder Niemsamen über das gefährdete Beet verteilen und zusätzlich um das Beet herum einen Wall ohne Unterbrechung ausstreuen. Das Beet wird nicht mehr betreten, Eier und vorhandene Schnecken werden vernichtet. 30 - 50 g/qm werden benötigt. - Diese Rezeptur hat sich nicht unbedingt bestätigt. -

Zimt oder Steinmehl über gefährdete Pflanzen streuen, nach Regen wiederholen.
Lavendel- oder Salbeiöl fein verteilt über Pflanzen und Boden spritzen, 5 g je Liter Wasser mit einem Emulgator (Apotheke).
Zwiebelgeruch schreckt sie ab.
Ätzkalk 20 g/qm zweimal innerhalb 30 Minuten morgens und abends stäuben, damit die Schnecken direkt getroffen werden.
Maiglöckchensaft + Lebermoosextrakt gemischt können gegen Schnecken und andere Schädlinge eingesetzt werden. Beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern!
Metaldehyd und Eisen III-Phosphat dürfen im ökologischen Landbau eingesetzt werden. Besser Roggenbier statt Weizenbier.
Thymian. Der starke Duft von Thymian vertreibt Blattläuse, Möhrenfliegen und Schnecken. Kohl, zwischen den Thymian ausgepflanzt, bleibt von den Raupen des großen und kleinen Kohlweißlings und Erdflöhen verschont. Schnecken vermeiden den mit grob zerkleinerten Thymiantrieben umkränzten Salat.

Die Barrieren bilden aus Asche, Ätzkalk (nur bei sehr starkem Befall und allergrößter Vorsicht, 10 cm breit, aber nicht im Gemüsebereich), zermahlenen Eierschalen, Feinsand, Gerstengrannen, Holz, fein zerschreddert, Kies, trockenem Mulch, Sägemehl, Schilf, fein zerschreddert, Schlacke, Steinmehl, Tannennadeln, Wellpappe. Asche, Sand usw. wirken nur bei Trockenheit. Man kann außerdem zwischen Gemüsegartenteil und Schlafplätzen Barrieren bilden durch Rasen, Mindestbreite 4 m, Weißklee 2 - 3 m, Gartenkresse/Gelbsenf 2 m, Baumrinde 1,5 m, Sägemehl 1 m, 10 cm hoch. Mepha-Schneckenfrei enthält Pflanzenöle, die den Geruchssinn der Schnecken stören. Sie verharren in Ruheposition oder graben sich ein. Nach Regen erneuern.

Auch Beetumrandungen aus Buchs oder duftenden Kräutern mit stark verholzten Trieben halten die Schnecken ab. Sie bieten gleichzeitig Unterschlupf für Laufkäfer, Raubwanzen und Spinnen. Randbepflanzungen mit Tagetes als Lockpflanzen.

Schnecken mögen keinen Kupfer. Eine Kupferfalle überwinden sie nicht gerne. via: http://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Schnecken

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Mo

12

Sep

2016

Permakultur Versuchsfläche Hüswil

Thomas Schär hat freundlicherweise diese Drohnennbilder für mich gemacht!

Vielen Dank!

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Fr

05

Aug

2016

Getreideernte "Wie zu Gotthelfs Zeiten"

via: http://www.dudenhofen.info/inhalt/landwirtschaft/landwirt-getreide/
via: http://www.dudenhofen.info/inhalt/landwirtschaft/landwirt-getreide/
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Mi

01

Jun

2016

Paletten Garten Bauanleitung

Quelle: www.avogel.de
Quelle: www.avogel.de
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Mi

02

Mär

2016

Foliengewächshaus Bauanleitung

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Sa

23

Jan

2016

Samenfeste Sorten versus Hybridsorten

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Mi

30

Dez

2015

Hochbeet anlegen - Bauanleitung & Bepflanzung

Hochbeete sind eigentlich nichts anderes als übergroße Blumenkästen aus Holz. Um ein solches Hochbeet anzulegen, bedarf es nicht der großen Gartenkenntnisse und selbst ein Laie kann ein solches Beet anlegen und bepflanzen. Egal ob Sie das Beet mit Blumen, Kräutern oder Gemüse bepflanzen, es ist in jedem Fall eine Bereicherung für Ihren Garten.

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So

22

Nov

2015

Alles über die Walnuss

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Di

01

Sep

2015

Gartenarbeiten im September

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Mo

10

Aug

2015

Gartenarbeiten im August

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Mi

08

Jul

2015

Studie zu Resistenzen: Scheitern der Gentech-Landwirtschaft

Foto: www.geneticliteracyproject.org
Foto: www.geneticliteracyproject.org
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Mi

01

Jul

2015

Gartenarbeiten im Juli

Der Hochsommer beginnt und die Gartensaison ist im vollem Gange. Überall blüht und gedeiht es. Ein wichtiges Thema diesen Monat ist sicherlich die Versorgung der Garten- und Balkonpflanzen mit ausreichend Wasser. Vor allem längere Trockenperioden zehren an den Kräften der Pflanzen. Daher ist regelmäßiges Gießen Pflicht.


Richtig Gießen im Sommer

 

Die ideale Gießzeit ist am Morgen, wenn die Pflanzen noch an die kühlere Nachttemperatur gewöhnt sind und das kalte Gießwasser keinen Schock verursacht. Gießen Sie Ihren Garten zwei Mal in der Woche reichhaltig. Einige Pflanzenliebhaber machen den Fehler, oft, aber dafür zu wenig zu gießen. Dies hat zur Folge, dass nicht genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt und diese vertrocknen und absterben. Mit weniger Wurzelwerk, fällt es der Pflanze schwerer den notwendigen Wasserbedarf selbst zu decken. Vertrocknende und schwache Pflanzen sind die Folge. Daher immer reichlich gießen, dass auch genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt.

 

Gartenpflanzen, die regelmäßiges Gießen besonders benötigen sind beispielsweise Tomaten und Gurken.

 

Wichtig ist auch, dass es vermieden wird, dass Wasser unnötiger Weise über das Grün der Pflanzen läuft. Achten Sie darauf, stets am Wurzelansatz zu gießen. Viele Pflanzen, wie z.B. Tomaten, nehmen Wasser auf den Blättern übel und werden so anfällig für Krankheits- oder Pilzbefall.

 

Um längere Trockenzeiten kostengünstig zu überbrücken, sammeln viele Gärtner Regenwasser. Aber nicht nur Wasser sammelt sich in den Regentonnen, sondern auch zahlreiche nervige Stechmückenlarven. Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen diese Plagegeister und sorgen für juckende Mückenstiche. Damit Ihre Regentonne nicht zur Brutstätte für Stechmücken wird, decken Sie diese mit einem Deckel ab. Auf diese einfache Weise lagert das Wasser dunkel und so geschützt vor Insekten.


Routinearbeiten und Pflanzenpflege im Juli

 

Tomaten ausgeizen.

Damit Pfingstrosen in der nächsten Gartensaison wieder prachtvoll blühen, werden Sie nach der Blütezeit gedüngt.

Gerade im Sommer hat man den Eindruck, dass das Unkraut schneller wächst als die eigentlich gewünschten Gartenpflanzen. Regelmäßiges Unkraut jäten gehört daher zur Gartenarbeit dazu. Gerade zwischen den Gartenkräutern schleicht sich gerne das ein oder andere Wildkraut ein.

Sofern nicht schon im Juni erledigt, sollten Sie spätestens jetzt die verblühten Reste an den Rhododendren entfernen und mit speziellem Rhododendrondünger düngen.

 

Aussaaten und Pflanzungen im Juli

 

Ab Juli Erdbeeren pflanzen, damit Sie nächstes Jahr schmackhafte Früchte tragen.

Rasen kann noch bis September ausgesät werden.

Rettich für die Ernte im Herbst und Winter aussäen.

Bis Anfang Juli sind noch weitere Nachsaaten von Buschbohnen möglich, die dann etwa acht Wochen später geerntet werden können.

Wer bis in den Herbst hinein frische Kräuter nicht missen möchte, der sollte diese Kräuter regelmäßig nachsäen. Bis Ende des Monats lässt sich beispielsweise noch Dill und bis September noch Kerbel säen.

Kleine Sorten der Rote Bete, Radieschen, Rettich und Speiserüben.

Spinat

Bis diesen Ende Juli kann Zuckerhut, Stiel- und Blattmangold noch ausgesät werden.

Herbst- und Wintersalat

Erbsen

Fenchel

Chinakohl

Winterlauch (Winterporree) wird ab Ende Juli/Anfang August ausgesät.

Bis Mitte Juli kann man noch Endivien direkt ins Freiland säen. Vorgezogene Endiviensetzlinge können ebenfalls ab der Mitte des Monats ins Freiland umgesetzt werden.

Den ganzen Juli über kann man Radicchio direkt ins Beet setzen.

 

Ernten im Juli

 

Regelmäßiges Ernten erhöht bei Gurken und Zucchini den Ertrag. Ernten Sie deshalb alle drei Tage Ihre Gurken. Zucchini schmecken am besten, wenn die Früchte nicht größer als 15 cm sind. Bei größeren Zucchini wird das Fruchtfleisch teilweise holzig und schmeckt auch nicht mehr so gut.

Sobald das Grün, des Knoblauchs gelb wird, ist dieser erntereif. Heben Sie ein paar Zehen für eine erneute Pflanzung im Oktober auf.

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Mo

29

Jun

2015

Solar-Trockner selber bauen

Bei diesem Projekt geht es um den Bau eines solaren Trocknungsgerätes das z.B. zum Dörren von Obst zur Konservierung verwendet werden kann. Der Solartrockner kann ausschliesslich durch Sonne betrieben werden, d.h., sie liefert zum einen die Wärme für den Warmluftstrom, aber auch mittels Photovoltaik die Energie für einen Ventilator welcher den Warmluftstrom durch das Dörrgut bewegt und ausserdem eine gezielte Steuerung ermöglicht.


Inhalt:

1 Modularer Aufbau

Das System ist modular aufgebaut und besteht aus drei Hauptkomponenten:

- einem drehbar gelagerten Warmluft-Kollektor (siehe auch Luftkollektor)

- einem Korpus der viele Einschubmöglichkeiten für Horden bietet auf denen das Dörrgut getrocknet werden kann.

- einem Ventilationssystem


Man beachte: Die grüne Farbe ist übrigens keine gekaufte Farbe aus dem Baumarkt, sondern eine selbstgemachte; einfach grünes Pigmentpulver mit Leinöl-Firnis mischen; geht super, kostet nur ein Bruchteil des Preises von Baumarkt-Farben, und hält genausogut; das Foto wurde aufgenommen nachdem die Farbe bereits den ersten Winter überstanden hatte - und sieht noch aus wie am ersten Tag ;).


2 Features:

- kein Spielzeug, der Trockner ist ausgelegt für den bedarf eines landwirtschaftlichen Betriebes (z.B. in punkto Fassungsvermögen)

- modularer Aufbau; wenn nicht benötigt kann der Luftkollektor auch abgekoppelt und etwa zur Beheizung eines Anzuchtgewächshauses oder gar einer Wohnung verwendet werden.

- Innen ist Platz für 28 Einschübe, das entspricht einer Trocknungsfläche von rund 8qm !!!

- Luftkollektor Aperturfläche ca. 2 qm

- der Luftkollektor ist aus Schrott-Teilen gebaut (z.Bsp. Glas: Teile einer alten Duschkabine, Absorberblech: alte Computergehäuse, Isolationsmaterial: geschreddertes Altpapier)

- Ventilator Luftdurchsatz: 100m^3/h = 1.67m^3/min; das entspricht ungefähr dem 4.4-fachen des Korpusvolumens - anders gesagt pro Min wird die Luft des Korpusvolumens ca. 4.4-mal ausgetauscht.

- Die Rahmenteile des Korpus sind komplett und ausschliesslich aus Bestandteilen bzw. Bauteilen aus dem Basis-Set "Holz" gebaut. Die Rahmenteile der Luftkollektor-Halterung quasi aus den Bestandteilen des Ergänzungs-Set "Langholz", dh. die Längen und Gehrungen sind natürlich angepasst, aber der Kantholzquerschnitt stimmt damit überein.

- Der Ventilator wird durch die 4 Photovoltaikpanels (4 x 100W/peak) betrieben, die im Hintergrund zu sehen sind. Das ist etwas überdimensioniert, aber war halt gerade verfügbar ;) Mittelfristig will ich dafür noch ein eigenes Panel bauen, welches dann auf dem Korpus-Dach positioniert wird und unter dem Korpus wird dann noch eine 12V-Batterie, sowie eigener Laderegler und Inverter untergebracht. Damit läuft das Teil autonom.

- Der Winkel des Luftkollektors ist beliebig schwenkbar und kann im Sommer flacher (etwa 45°) und im Winter steiler (etwa 80°) entsprechend dem Sonnenstand ausgerichtet bzw. eingestellt werden.

- auf den Fotos etwas schlecht zu sehen: Das Luftkollektor-Modul hat unter dem Ständer 4 große Rollen angebracht. Damit lässt es sich insgesamt drehen und etwa 3-mal am Tag nach dem Sonnenstand ausrichten. Schöner wäre hier natürlich ein Drehkranz, womöglich mit motorbetriebener Ausrichtung, gewesen, aber ich brauchte das Teil dringend und war unter enormem Zeitdruck, daher die Rollen als einfacher Workaround. Drehkranz etc. lässt sich noch später nachrüsten.

- apropos nachrüsten, natürlich lässt sich bei Bedarf auch ein stärkerer Ventilator nachrüsten. Der aktuelle leistet aber mit 100m^3/h schon einiges an Luftaustausch und - wichtig! - benötigt nur 11 Watt Nennleistung. Mal schauen wie weit ich damit komme. Und bezügl. der Wärmemenge durch den Luftkollektor: falls die 2qm Kollektorfläche nicht ausreichend sollten (was ich aber bezweifle) lassen sich noch locker 2 oder drei weitere Kollektormodule an den unter dem Korpus befindlichen Luftkasten anschliessen.

- alle Lufteintritts- und austritts-Öffnungen sind mit feinen Gittern versehen, damit etwaige Krabbelviecher möglichst aussen vor bleiben ;)


3 Der Bau des Korpus

4 Der Bau des Ventilationssystems


5 Die Steuerung des Ventilationssystems

Das Ventilationssystem soll so gesteuert werden, dass eine bestimmte Temperatur im Inneren des Trockners eingestellt und gehalten werden kann. Zu diesem Zweck wird die Temperatur der in den Korpus strömenden Luft gemessen und mittels eines Mikroprozessors der Ventilator entweder an und aus gestellt, oder in einer aufwendigeren Version, die Drehzahl des Lüfters so reguliert das sie den vorgegeben Wert erreicht und beibehält.

Via:http://wiki.opensourceecology.de/Solartrockner


Weitere nützliche Links:

https://de.serlo.org/permakultur/verwertung-veredelung-ernteertraegen/konservierung/anleitung-bau-eines-solartrockners#course-36087=1


http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2007/08/11/solardoerrer-fuer-arme.html



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Sa

20

Jun

2015

Trockensuppe aus Küchenresten

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Mo

01

Jun

2015

Gartenarbeiten im Juni

Je nachdem, wann Sie die Tomaten in den Garten gepflanzt haben, sollten Sie in der zweiten Hälfte des Monats, die Tomaten düngen.

 

Der 24. Juni (Johannistag) ist ein besonderes Datum für Spargel und Rhabarber. Beide Pflanzen sollen nach diesem Datum nicht mehr geerntet werden. Die Rhabarber- und Spargelpflanzen bilden, wenn sie nicht mehr geerntet werden, neue Triebe mit Blättern. Über diese neuen Blätter können die Pflanzen, den restlichen Sommer über, neue Kraft tanken. Würde man Rhabarber und Spargel weiterhin ernten, würden die Pflanzen zuwenig Sonnenlicht abbekommen und unnötig geschwächt werden.

 

Zu gleichen Zeit etwa empfiehlt sich ein Schnitt der Form- und Laubhecken. Durch die Wahl dieses Zeitpunktes, entfällt ein zweiter späterer Schnitt der Hecken.

 

Unter die Erdbeerpflanzen, sollte eine Schicht Stroh ausgelegt werden, damit die Erdbeeren nicht auf der Erde liegen. Das Mulchen der Erdbeeren mit Stroh, schützt die Früchte vor Krankheiten und Fäulnis.

 

Im Juni sollte man auch den Oregano vor dessen Blüte ernten. Dazu werden die Oreganostiele bis auf 10 Zentimeter abgeschnitten.

Routinearbeiten im Juni

 

Tomaten ausgeizen

Pflanzen regelmäßig gießen. Wassermangel kann sonst den Ertrag bei Nutzpflanzen oder die Blühkraft bei Zierpflanzen gefährden. Gurken bedanken sich mit einer besseren Ernte für regelmäßiges Gießen.

Diejenigen, die einen gepflegten Englischen Rasen ihr eigen nennen wollen, sollten diesen etwa alle fünf Tage mähen.

Nach starken Regenfällen, helfen Sie Ihren Pflanzen, wenn Sie die Erde mit einer Hacke wieder auflockern. Die Gartenpflanzen werden Ihnen die bessere Durchlüftung des Gartenbodens danken. Übrigens: Kleine Wildkräuter (oder umgangssprachlich Unkräuter) werden so auch Wachstum gehindert.

Blütenreste von Rhododendren entfernen, um eine Samenbildung zu vermeiden, die dem Rhododendron unnötig Kraft rauben würde. Ende Juni wird der Rhododendron, zum besseren Wachstum, nachgedüngt.

Im Juni findet die Wurzelbildung der Wurzelpetersilie statt, daher ist regelmäßiges gießen aktuell besonders wichtig,

 

Aussaaten im Juni

 

Wenn nicht schon ausgesät, ist im Juni die letzte Möglichkeit Karotten auszusäen (Sommersorten). Es bietet sich an in die Karottenreihen Dill mit einzusäen. Da Dill schneller keimt als die Möhren, Kann man schnell die Pflanzreihen erkennen und Unkraut einfacher entfernen.

Diesen Monat kann noch Bohnenkraut gesät werden.

Aussaat von Rasen

Bereits seit April kann man Rettich aussäen.

Nachsaat von Buschbohnen.

Um kontinuierlich frische Kräuter zu haben, sollte die entsprechenden Kräuter nachsäen. Auch bei Radieschen sollte man die Nachsaat nicht vergessen werden.

Bis August können weiterhin noch Speiserüben ausgesät werden.

Der Spätsommersalat Endivie wird ab Mitte Juni direkt ins Beet gesät und auch Radicchio und Zuckerhut kann ab der selben Zeit ausgesät werden. Blatt- und Stielmangold und der Römische Salat können immer noch gesät werden.

Bis Mitte Juni kann man auch noch Rote Rüben (auch Rote Bete genannt) aussäen. Die Ernte dieser Aussaat eignet sich besonders gut zum Einlagern für den Winter.

Für die Winterernte vorgesehener Weißkohl wird im Juni gesät und auch Blumenkohl. Ab Juni kann man auch Chinakohl direkt ins Freiland säen.

Via:http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-juni



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Fr

15

Mai

2015

Zeigerpflanzen/ Indikatorpflanzen

Zeigerpflanzen haben weder was mit dem Uhrzeiger zu tun, noch zeigt man diese Pflanzen besonders gerne den Nachbarn. Zeigerpflanzen sind Pflanzenarten, die eine geringe ökologische Potenz haben, das heißt, sie besitzen nicht die Fähigkeit auf Schwankungen von biotischen und abiotischen Umweltfaktoren zu reagieren. Aha, werden Sie vielleicht sagen, und was soll das nun bedeuten? Das ist eigentlich ganz einfach: Zeigerpflanzen, die auch Indikatorpflanzen genannt werden, wachsen nicht überall gleich gut.

Wir alle wissen, dass Boden unterschiedlich beschaffen sein kann. So gibt es stickstoffarmen und stickstoffreichen Boden, sauren und basischen Boden, Sandboden, Salzboden und noch so einige mehr. Gleichzeitig gibt es Pflanzen, die anspruchslos sind und tatsächlich überall gedeihen. Doch dann gibt es wiederum Pflanzen, die eben nur auf bestimmten Untergründen wachsen und blühen und sich mit anderen Böden schwertun. Diese Pflanzen nennt man Zeigerpflanzen. Kommen dann noch Konkurrenzpflanzen dazu, hat es sich wohl mit dem Gedeihen und Fortpflanzen. Doch nicht nur die Bodenbeschaffenheit kann den Zeigerpflanzen einen Strich durch die Rechnung machen, auch die Frage ob sonniger oder schattiger Standort ist wichtig.

Was bedeutet das nun für den Hobbygärtner? In der Regel stehen die Ansprüche der Pflanzen auf den Blumentöpfen, sofern man diese im Gartencenter kauft. Beim Gärtner kann man direkt danach fragen, alternativ merkt man es im Garten sehr schnell, wenn die Pflanzen nicht so blühen, wie sie sollen. Sinnvoll ist es sicherlich auch, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen, damit man weiß, welchen Pflanzen es bei einem ganz besonders gut gefällt.



  1. Stickstoffreicher Boden: Ackerhellerkraut, Ackersenf, Ampferknöterich, Bärenklau, Bingelkraut (einj.), Brennessel, Ehrenpreis, Erdrauch, Franzosenkraut, Gänsedistel, Gänsefuß, Giersch, Hirtentäschelkraut, Holunder, Kamille, Klettenlabkraut, Kohldistel, Löwenzahn, Melde, Quecke, schwarzer Nachtschatten, Taubnessel, Vogelmiere, Wolfsmilch.
  2. Stickstoffarmer Boden: Ackerfuchsschwanz, Acker-Hohlzahn, Behaarter Klappertopf, Besenginster, Hornkraut, Hungerblümchen, Kamille, geruchlos, Wicke, behaart, Ziest.
  3. Magnesiumreicher Boden: Gamander, Roter Fingerhut, Stinkende Nieswurz.
  4. Kaliumreicher Boden: Bärenklau, Melde, Fuchsschwanz, Roter Fingerhut.
  5. Kalkreicher Boden: Ackergauchheil, Ackerglockenblume, Ackerhornkraut, Ackersenf, Ackerwinde, Adonisröschen, Brennnessel, Ehrenpreis, Feld-Rittersporn, Gamander, Gänsedistel, Hasenklee, Hauhechel, Huflattich, Klatschmohn, Klee, kl. Wolfsmilch, Leberblümchen, Leinkraut, Löwenzahn, Ringelblume, Rittersporn, Sichelmöhre, Storchschnabel, Tauben-Skabiose, Taubnessel, Teufelskralle, Wegwarte, Wiesenknopf, Wiesensalbei, Wolfsmilch.
  6. Kalkarmer Boden: Adlerfarn, Bauernsenf, Dreibl. Ehrenpreis, Fadenhirse, Feldspark, gelbe Wucherblume, Hundskamille, kl. Sauerampfer-, Sauerklee, Schachtelhalm, Stiefmütterchen.
  7. Humusreicher Boden: Brennnesssel, Löwenzahn, Vogelmiere.
  8. Alkalischer Boden: Ackergauchheil, Ackerhohlzahn, Ackersenf, Acker-Stiefmütterchen, Bingelkraut, Esparsette, Kriech. Fingerkraut, Flughafer, Hohlzahn, Luzerne, Sonnwendwolfsmilch, Wegwarte, Wiesenstorchschnabel, Wiesensalbei.
  9. Saurer Boden: Ackerspörgel, Ackerziest, Adlerfarn, Ehrenpreis (Veronica), Gänseblümchen, Hasenklee, Hederich, Hohlzahn, (Hunds-)Kamille, Sauerklee, kl. Wiesensauerampfer, Stechpalme, viol. Stiefmütterchen, wolliges Honiggras.
  10. Nährstoffarmer Boden: Adlerfarn, Gänseblümchen, Heidekraut, Hirtentäschel, Hungerblümchen, Kleiner Wiesensauerampfer, Margerite, Saatwucherblume, Sauerklee, Stiefmütterchen, Weißklee.
  11. Nährstoffreicher Boden (Humus): Ackerhellerkraut, Bingelkraut, Brennessel, Distel, Erdrauch, Franzosenkraut, (weißer) Gänsefuß, Hederich, Hirtentäschel, Huflattich, Melde, (schwarzer) Nachtschatten, Stumpfblättriger Ampfer, Vogelmiere.
  12. Nasser, verdichteter Boden, Staunässe: Ackerminze, Ackerschachtelhalm, Ackerminze, Ampferknöterich, Beinwell, Breitwegerich, Gänsefingerkraut, Hahnenfuß, Huflattich, Kletterlabkraut, Kriechender Hahnenfuß, Löwenzahn, Scharbockskraut, Sumpfziest, Wiesenknöterich, Wiesenknopf.
  13. Trockener Boden: Ackerhohlzahn, Bluthirse, Färberkamille, Hohlzahn, weiße Lichtnelke, Reiherschnabel, Sichelmöhre, Sommer- Adonisröschen, Sonnenröschen, Storchschnabel, Wegerich.
  14. Boden mit Bodengare: Bingelkraut, Brennessel, klein, Ehrenpreis (efeublättriger u. persischer), Erdrauch, Franzosenkraut, (weißer) Gänsefuß, Kamille, Knötericharten, Taubnesselarten, Vogelmiere, Wolfsmilcharten.
  15. Boden arm an Bodengare: Mutterkraut, Knöterich, Quecke.
  16. Boden mit Staunässe: Ackerminze, Ampferknöterich, Gänsefingerkraut, Huflattich, kriech. Hahnenfuß, Schachtelhalm, Wiesenknöterich, gr. Wiesenknopf.
  17. Verdichteter, schwerer Boden (Lehm, Ton): Ackerfuchsschwanz, Ackerkratzdistel, Ackerminze, Ackerschachtelhalm, Breitwegerich, Gänsefingerkraut, Gänsedistel, Huflattich, strahllose Kamille, Knöterich, Königskerze, kriech. Hahnenfuß, Löwenzahn, Vogelknöterich.
  18. Boden mit Schattenpflanzen: Adlerfarn, Giersch, Gundermann.
  19. Sandiger Boden: Heidekraut, Kiefer, Klatschmohn, Königskerze, Vogelmiere, Wolfsmilch.
  20. Neutraler Boden: Kamille.
  21. Wechselfeuchter oder ständig nasser Boden: Binsen, Riesenstraußgras, Seggen.
  22. Feuchter bis nasser Boden: Ackerminze, Echtes Mädesüß, Gänsefingerkraut, Hainklette, Knöteriche, kriechender Hahnenfuß, Schachtelhalm, Sumpfdotterblume, Sumpfplatterbse, Waldschachtelhalm, Zwergglockenblume.
  23. Möglicherweise bleihaltiger Boden: Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum), Wiesen-Schaumkresse (Cardaminopsis halleri).
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Fr

01

Mai

2015

Gartenarbeiten im Mai

Alles neu macht der Mai. Das ist auch das richtige Motto für den Monat Mai. Die Gartenarbeiten im Mai werden dominiert von der Aussaat oder Pflanzungen neuer Pflanzen. Als Startschuss in die neue Gartensaison werden oft die Eisheiligen gesehen.


Die Eisheiligen (11. – 15. Mai)

 

Die Eisheiligen markieren einen Wendepunkt im Gartenjahr. Sie symbolisieren das Ende der kalten Frostnächte in der startenden Gartensaison. Allerdings ist diese Bauernregel nicht immer so genau zu nehmen, denn es ist durchaus üblich, dass es auch nach den Eisheiligen noch sehr kalte Tage und frostige Nächte gibt. Aber im groben bleibt das warme Wetter ab diesem Zeitpunkt stabil. Sollte die Wettervoraussage, doch mal kühlere Temperaturen versprechen, schützen Sie Ihre Pflanzen, mit einem Vlies oder Folie, vor Kälte.


Kompost umsetzen


Sobald die Temperaturen wieder wärmer werden, beschleunigen auch die Mikroorganismen im Komposthaufen ihre Arbeit. In der kalten Jahreszeit haben diese ihre Arbeit etwas schleifen lassen. Um dem Verrottungsprozess zu beschleunigen, bietet sich ein Umsetzen des Komposts um.


Routinearbeiten im Garten im Mai


Die ersten Pflanzen sind im Garten und die Aussaaten sollten bald keimen. Damit die Schützlinge auch eine längere Trockenheit überstehen, muss man gegebenenfalls mit dem Gießen beginnen.

Ein schöner Rasen verlangt einiges an Arbeit. Wer einen Englischen Rasen sein eigen nennen will, sollte diesen wöchentlich um etwa ein Drittel kürzen. Allerdings nicht kürzer als 4 cm schneiden.

Häufiges Hacken lockert den Boden auf und verlangsamt das Wachstum von unerwünschten Unkräutern.

Gerade in Zierbeeten zwischen Blumen und Stauden, aber auch in Nutzbeeten empfiehlt sich das regelmäßige Mulchen des Gartenbodens. Damit wird Unkrautwachstum reduziert, Feuchtigkeit im Boden gehalten und über längeren Zeitraum dem Boden Humus zugeführt.


Pflanzen ins Freiland setzen

 

Wenn im Winter die Gartenplanung vorgenommen wurde, kann man jetzt direkt loslegen. Vor allem der Nutzgarten legt jetzt richtig los und bedarf einiges an Pflege. Für den Gärtner bedeutet dies, dass vorgezogene oder gekaufte Pflanzen, wie z.B. Tomaten endlich ins Beet umgesetzt werden können. Selbst die Temperatur empfindlichen Paprika können nun ins Freiland gesetzt werden. Nachdem die Pflanzen im Garten angewachsen sind, legen sie auch gleich mit dem Wachstum los. Aber nicht nur der Nutzgarten kommt jetzt richtig in Fahrt. Auch der Zier- und Blumengarten erblüht in den wärmer werdenden Tagen schnell. Endlich kommen Balkon- und Kübelpflanzen aus dem tristen Quartier zur Überwinterung wieder an ihren eigentlichen Bestimmungsort.

 

Vorgezogene Kräuter wie bspw. Estragon, Majoran und Basilikum, können nach den Eisheiligen in den Garten oder auf den Balkon umgesetzt werden.

Vorgezogene Tomaten, Paprika und Buschbohnen ins Freiland umsetzen.

Der Mai ist der ideale Monat, für das ein- und umpflanzen von Rhododendron.

Seit Februar vorgezogene Artischockenpflanzen, können nun direkt in den Garten gesetzt werden.

Vorgezogener Knollensellerie wird nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt.

Vorgezogene Kohlsorten wie Rotkohl, Blumenkohl oder Brokkoli können nach dem letzten Frost ins Freiland umgesetzt werden.

 

Aussaaten im Mai direkt ins Freiland

 

Auch die meisten Aussaaten können ab Mai können direkt im Freiland vorgenommen werden. Ein Vorziehen, auf der warmen Fensterbank, ist meist nicht mehr notwendig. So können viele schmackhafte Salate direkt im Beet ausgesät werden. Bei Schnittsalat lässt auch die erste Ernte nicht lange auf sich warten.

 

Wenn nicht schon im April erledigt, sollten Sie Anfang Mai Brokkoli direkt ins Freiland aussäen.

Mohrrüben oder Möhren (Sommersorten und Späte Sorten), Radis, Rettich, Rote Bete, Schnittsellerie und auch Speiserüben können ausgesät werden.

Nach den Eisheiligen, Zucchini ins Freiland säen.

Nach den letzten Frösten Mitte Mai, können Wirsing, Grünkohl und Weißkohl direkt ins Freiland gesetzt werden. Auch Blumenkohl und Rosenkohl können schon gesät werden.

Viele Kräuter die noch nicht vorgezogen wurden, lassen sich ab Mai auch direkt im Freiland aussäen. So können nun Basilikum und Majoran direkt an Ort und Stelle gesät werden.

Die miteinander verwandten Salatarten: Kopfsalat, Eissalat oder Krachsalat können ausgesät werden und auch Bindesalat und Spinat kann schon länger in den Garten.

Mangold kann bereit seit April ausgesät werden.

Der Mai eignet sich ideal um Rasen zu sähen. Frisch gesäter Rasen sollte in Zeiten ohne Regen, 3 Mal die Woche gewässert werden. Ein Austrocknen würde das Wachstum verlangsamen oder den frischen Rasen ganz zerstören.

Kerbel, Dill, Bohnenkraut, Kresse, Wermut, Majoran, Kapuzinerkresse, Koriander, Maggikraut und Beifuß können jetzt direkt in den Garten gesät werden. Je nach Bedarf sollten Sie die einjährigen Kräuter nachsäen. Ein aussäen im 4-Wochen-Rhythmus garantiert den ganzen Sommer frische Kräuter.

Ab Mitte Mai können Stangenbohnen und Buschbohnen direkt ins Freiland gesät werden.

Fenchel kann ebenfalls nach den Eisheiligen ins Freiland gesät werden.

Auch für Salat, Schäl- oder Einlegegurken fallen einige Gartenarbeiten im Mai an. Anfang des Monats können Gurken im Warmen bereits vorgezogen werden, um sie dann nach den Eisheiligen (Mitte des Monats) ins Freiland zu setzen. Dieser Termin eignet sich auch, wenn man Gurken direkt ins Freiland säen will.

Vorgezogene Auberginen (Eierpflanzen) können ins Freiland umgesetzt werden. Ab Mitte/Ende Mai können Auberginen auch direkt ins Freiland ausgesät werden. Im Frühling gekaufte und verblühte Primeln im Topf, sollten Sie im Mai in den Garten pflanzen. An einem nicht allzu sonnigen Platz wachsen Primeln weiter und bereichern mit neuen Blüten für lange Zeit den Garten.

Via: http://www.gartenratgeber.net/gartenarbeiten-mai

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Do

02

Apr

2015

Gartenarbeiten im April

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Mi

25

Mär

2015

Insektenhotels

Um die Natur für den Menschen „hübsch“ zu machen, wird in der Landschaft viel „aufgeräumt“. Überflüssiges oder marodes Holz wird entfernt und verwachsene Grünflächen werden gemäht. Durch diese Eingriffe werden viele natürliche Lebensräume der Insekten zerstört. Um diesen durchaus nützlichen Insekten einen Unterschlupf zu bieten, sieht man in immer mehr Gärten sogenannte Insektenhotels bzw. Insektenhäuser. Ich zeige Ihnen hier den Nutzen solcher Behausungen für Insekten auf und liefere Beispiele und eine Bauanleitung für Insektenhotels.


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Do

12

Mär

2015

Gartenarbeiten im März

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Do

23

Okt

2014

Pflanzengemeinschaften bringen mehr Ertrag

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Fr

20

Jun

2014

Nur eine Zaunwicke...

Für die einen ist die Zaunwicke (Vicia sepium L.) ein lästiges Kraut in ihrem Garten; für andere dagegen gilt sie als Futterpflanze mit hohem Futterwert. Auf alle Fälle ist sie ein interessanter und schöner Schmetterlingsblütler!
Zaunwicken gelten als Nährstoffzeiger
Zaunwicken gelten als Nährstoffzeiger
Die Zaunwicke wächst auf frischen (d.h. mit Wasser und Nährstoffen versorgten) Böden in Gebüschen, Fettwiesen und Wäldern. Die Pflanze ist schnittverträglich, erträgt aber Beweidung nicht.

Blüten und Blütenstände

F = Fahne; FL = Flügel; Sch = Schiffchen
F = Fahne; FL = Flügel; Sch = Schiffchen
Die Schmetterlingsblüten (1 Fahne, 2 Flügel, Schiffchen = 2 verwachsene Kronblätter) stehen in kurzgestielten Trauben. Die Farbe der Kronblätter schwankt beträchtlich (braun- bis rotviolett, rosa, blau, sogar weiss); die Fahne ist rotviolett gestreift.

Bestäubung

SFR = Staubfadenröhre; SB = Staubbeutel; GB = Griffelbürste; N = Narbe
SFR = Staubfadenröhre; SB = Staubbeutel; GB = Griffelbürste; N = Narbe
Landet eine Hummel auf einer Zaunwickenblüte und bringt sie Pollen am Bauch mit, wird sie den Pollen automatisch auf der Narbe abstreifen. Umgekehrt wird die Griffelbürste, die bereits vorher mit Pollen aus den eigenen Staubbeuteln bedeckt wurde, diesen Pollen am Hummelbauch deponieren.
Nur kräftige Hummeln und Bienen vermögen zum Nektar vorzudringen, denn die Kronblätter schliessen recht fest. Andere Insekten behelfen sich daher mit Nektarraub:
Erdhummeln beissen die Blüten auf, und nachfolgende Profiteure stehlen ebenfalls Nektar durch die entstandenen Löcher.

Bau der Blätter

Blätter paarig gefiedert; Ranken = umgewandelte Fiederblättchen
Blätter paarig gefiedert; Ranken = umgewandelte Fiederblättchen
Ein Blatt besteht aus 4-8 Paaren von sehr kurz gestielten, elliptisch bis eiförmigen Blättchen. Die Nebenblätter (Stipeln) sind klein.
Blattentwicklung der Zaunwicke
Blattentwicklung der Zaunwicke
Die ganz jungen Fiederblättchen liegen eng beieinander und sind eingefaltet (conduplikat).

Nebenblattnektarien

Ameise leckt Nektar
Ameise leckt Nektar
Die Nebenblätter sind klein, eiförmig bis pfeilförmig-gezähnt und haben unterseits ein Nektarium, das vor allem von Ameisen besucht wird.
In vielen Fällen vertreiben ja die Nektarprofiteure Pflanzenschädlinge - im Falle der Zaunwicke scheint es aber nicht so zu sein, denn sie wird von vielen Insekten angefressen wie Wicken, die keine solchen Nebenblattnektarien (= extraflorale Nektarien) haben.
Nebenblattnektarien (extraflorale Nektarien) der Zaunwicke
Nebenblattnektarien (extraflorale Nektarien) der Zaunwicke

Fortpflanzungsstrategien

Hülsen und reifende Samenanlagen
Hülsen und reifende Samenanlagen
Befruchtete Samenanlagen entwickeln sich zu "Bohnen". Die Samenanlagen stehen an der Bauchnaht der Hülse. Die reife Hülse ist schwarz, enthält 3-6 Samen, springt explosionsartig auf, rollt sich ein und stösst die Samen aus (= Austrocknungsstreuer).
Die Samen bleiben im Boden über 20 Jahre keimfähig.
Vermehrung durch Ausläufer
Vermehrung durch Ausläufer
Mit Hilfe von Bodenausläufern (Spross-Ausläufer) kann sich die Zaunwicke rasch etablieren.

Symbiose

Wurzelknöllchen der Zaunwicke
Wurzelknöllchen der Zaunwicke

Oft bildet die Zaunwicke an ihren Wurzeln länglich-eiförmige Knöllchen aus. Dies sind "Wohnungen" für Bakterien, die den Luftstickstoff direkt binden können! Die Zaunwicke "verpflegt" dafür die Bakterien.

 

VIA: http://www.bio-schmidhol.ch/site/index.cfm?id_art=60367&actMenuItemID=27751&vsprache/DE/Nur_eine_Zaunwicke___.cfm

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So

01

Jun

2014

Der Komposthaufen

Der Komposthaufen wird heutzutage bei vielen Menschen leider nur als „Müllhalde für biologische Abfälle“ angesehen. Genauso wird dann leider auch der Komposthaufen aufgebaut: Einfach alle Abfälle aufeinander.

 

So bilden sich dann im Sommer dicke Schichten von Grünschnitt und Rasen, die vergammeln und stinken und im Herbst füllt man eine Schicht Holz auf, die erst nach zwei Jahren verrottet ist.

 

Durch diese Art des Kompostierens und der entsprechenden Denkweise wird Grünschnitt und Holz nicht nur in unseren Köpfen sondern auch räumlich ein Abfallprodukt. Glücklicherweise gibt es meistens in der Nähe eine Verwertungsanlage bei der man für wenig Geld(!) Ressourcen abgeben kann. Auf dem Weg zurück nach Hause fällt einem dann ein, dass man ja eigentlich noch neue Beete anlegen wollte und kauft noch einen Sack Komposterde ein …

 

Nicht nur hat man zweimal Geld bezahlt, sondern auch noch ein industriell gefertigtes Produkt gekauft das weder Würmer noch eine hohe Anzahl aktiver Mikroorganismen enthält. Dafür hat man aber höchstwahrscheinlich zum Abbau der Moore beigetragen.

 

_

 

Auf die Mischung kommt es an

 

Beim Kompostieren kommt es darauf an die richtige Mischung von Kohlenstoff (C bzw. „braun“) und Stickstoff (N bzw. „grün“) zu finden. Wissenschaftlich ausgedrückt heisst das, das C/N-Verhältnis muss stimmen.

 

 

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

Materialzusammensetzung und Schichtung sind extrem wichtig für ein gutes Ergebnis

 

 

Habe ich einen zu hohen Kohlenstoffanteil passiert vermutlich nicht viel mit meinem Kompost. Das geschichtete Material liegt einfach nur extrem lange herum während es zerfällt und der Kompost gewinnt nicht an Temperatur.

 

Habe ich einen zu hohen Stickstoffanteil läuft die Sache andersherum. Der Kompost wird sehr heiss, das Material zerfällt sehr schnell und der Haufen verliert an Volumen. Häufig bildet sich eine Art grüner Matsch und es fängt an zu stinken.

 

Eine lockere Schichtung des Materials sorgt für eine gute Durchlüftung. Dies ist sehr wichtig, da wir ein aerobes und kein anaerobes (unter Ausschluss von Sauerstoff) Produkt herstellen wollen .

 

 

Der Kompost sollte gut riechen, nicht nach Verwesung!

 

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

nach ca. drei Wochen ist der Grossteil des Materials schon zerfallen

 

 

Heisskompostierung

 

Wer einen wirklich guten Kompost herstellen will der muss einen Heisskompost machen. Dabei geht es zum einen darum alle Samen im Kompost keimunfähig zu machen und zum andern darum ein biologisch aktives Produkt herzustellen. Wichtig sind hierbei neben dem C/N-Verhältnis auch die Grösse und der Feuchtegehalt des Haufens.

 

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

Nach mehr als drei Wochen ist unser Kompost immernoch auf 43°C

 

 

Durch mehrfaches Umschichten des Komposts werden Randzonen ins Zentrum gebracht und das Material gut durchmischt. Gleichzeitig wid das Material belüftet und dadurch mit Sauerstoff versorgt.

 

Ausserdem wird der Prozess der Kompostierung extrem beschleunigt so dass schon nach drei Wochen fertiger Kompost zur Verfügung stehen kann (wenn man viel Zeit zum Drehen des Komposthaufens hat).

 

Als Endprodukt erhält man nicht einfach ein dunkelbraunes Substrat, sondern einen Kompost der das Bodenleben reaktiviert, die Bodenstruktur verbessert und nachhaltig für gesunde Pflanzen sorgt.

 

Via: http://permatura.wordpress.com/2013/07/02/richtig-kompostieren/

 

 

 

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Di

27

Mai

2014

Wege zu Terra Preta – Aktivierung von Pflanzenkohle

 

Pflanzenkohle ist kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie Habitat für Mikroorganismen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch und effizient zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle zunächst aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Neben der Vermischung der Pflanzenkohle mit Kompost gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und Herstellung Terra Preta ähnlicher Substrate.

 

 

 

Pflanzenkohle ist äußerst porös und besitzt eine enorme spezifische Oberfläche von teilweise über 300 m2 pro Gramm. Aufgrund der hohen Porosität vermag die Pflanzenkohle bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser und den darin gelösten Nährstoffen aufzunehmen. Diese Eigenschaft nennt man die Adsorptionskapazität (AK) der Pflanzenkohle, die einerseits von der pyrolysierten Biomasse und andererseits von der Pyrolysetemperatur abhängt. Im Bereich von 450°C bis 700°C entstehen Pflanzenkohlen mit der höchsten Adsorptionskapazität.

 

 

Auch mit bloßem Auge deutlich sichtbare Porosität einer Eschenholzkohle (Foto: Andreas Thomsen)

 

Eine weitere wichtige Eigenschaft zur Erklärung der besonderen Nährstoffdynamik der Pflanzenkohle ist die hohe Kationenaustauschkapazität (KAK). Die KAK der Pflanzenkohle ist ein Maß für die Fähigkeit, positiv geladene Ionen (Kationen) an der Oberfläche der Pflanzenkohle zu binden und bei entsprechenden Verhältnissen wieder für Pflanzen und Mikroorganismen verfügbar zu machen. Die KAK hängt ebenfalls von der Oberfläche der Pflanzenkohle ab, ist aber eine chemische Größe, die durch Sauerstoff und Bodenkontakt zunimmt und erst nach einiger Zeit ihren Höchstwert erreicht. Eine hohe KAK verhindert das Auswaschen von mineralischen wie organischen Nährstoffen und sorgt insgesamt für eine höhere Nährstoffverfügbarkeit. Eine hohe KAK bindet zudem auch toxische Moleküle, wodurch das Bodenleben geschützt wird.

 

Die hohen AK und KAK der Pflanzenkohle führen dazu, dass sich die Pflanzenkohle hervorragend als Nährstoffträger eignet. Die von der Pflanzenkohle aufgenommenen Nährstoffe wiederum führen dazu, dass Mikroorganismen ideale Lebensräume in und um die Pflanzenkohle finden, was wiederum der gesamten mikrobiellen Belebung des Bodens und damit dem Potential für Symbiosen von Mikroorganismen und Pflanzenwurzeln zugute kommt.

 

 

 

Prinzipien der Pflanzenkohle Aufladung

 

Würde man Pflanzenkohle unbehandelt in den Boden einarbeiten, würden deren hohe Adsoptionsleistung und die wachsende KAK dazu führen, dass verfügbare Nährstoffe und Wasser im Boden von der Pflanzenkohle aufgenommen und fixiert würden. Dies wiederum würde zumindest in der Anfangszeit (einige Monate bis zu einem Jahr) und je nach Nährstoffgehalt des Bodens zur Hemmung des Pflanzenwachstums führen. Um dies zu verhindern, sollte die Pflanzenkohle vor der Eintragung in den Boden:

 

  1. mit Nährstoffen und Wasser aufgeladen werden
  2. mit Mikroorganismen besiedelt werden, wodurch die fixierten Nährstoffe leichter pflanzenverfügbar werden
  3. durch Oxidation gealtert werden, um die KAK vor dem Eintrag in den Boden in die Nähe ihres Maximums zu bringen.

 

Der Versuch von Andreas Thomsen zeigt sehr deutlich die Bedeutung der Aufladung von Pflanzenkohle. In der oberen Versuchsreihe wurde purer Pflanzenkohlestaub in steigender Dosierung zugegeben. In der unteren Bildreihe wurde die Pflanzenkohle zunächst 4 Monate lang kompostiert und anschließen vom Kompost gesäubert, so dass kein zusätzlicher Kompost, sondern nur die aufgeladene Pflanzenkohle in dem Versuch zum Einsatz kam. Während die reine Biokohle zu Wachstumshemmungen der Senpfpflanzen führte, konnte in der Variante mit aufgeladener Kohle ein deutlicher Wachstumszuwachs verzeichnet werden (mit Dank an Andreas Thomsen).

 

Es gibt viele verschiedene praktikable Verfahren zur Aufladung von Pflanzenkohle und damit zur Herstellung von Terra Preta ähnlichen Bodensubstraten. Je nach Standort, Kultur, Klima, und vorhandener Technik können diese jeweils angepasst und modifiziert werden. Viele dieser Verfahren sind historisch gewachsen oder entsprechen der guten landwirtschaftlichen Praxis. Es gibt kein allgemein gültiges Patentrezept (auch wenn bereits Patente angemeldet wurden…), sondern nur die folgenden grundlegenden Prinzipien:

 

  1. genügend Feuchtigkeit, damit die Nährstoffe in Lösung gehen können und die Poren der Kohle sich aufladen
  2. eine möglichst hohe Vielfalt an möglichst organischen Nährstoffen, um keinen Mangel an bestimmten Nährstoffen aufkommen zu lassen
  3. die wichtigsten Nährstoffe für die mikrobielle Besiedlung sind organischer Kohlenstoff und Stickstoff, welche in frischer Kohle besonders limitierend sind
  4. das C/N-Verhältnis des Pflanzenkohle-Substrates sollte zwischen 25 und 35 liegen
  5. die Dauer der Aufladung sollte mindestens 14 Tage betragen
  6. Inokulation mit bodenbürtigen Mikroben durch Zusatz humusreicher Erde, Komposttee, Kompost oder durch selektierte Mikroorganismen

 

Die folgenden vier Verfahren stellen Beispiele für eine praktische Umsetzung der Pflanzenkohle-Aktivierung für landwirtschaftlich relevante Mengen dar. Alle Verfahren lassen sich auch für den Kleingarten und sogar Balkon adaptieren:

 

Erde aus einem Gemüsebeet mit Pflanzenkohle-Kompost, ca. 25 cm Tiefe. Ein Regenwurm hat seinen Gang mit Pflanzenkohle-haltiger Lösung ausgekleidet. Übrigens sind Regenwürmer, wie zahlreiche Laborversuche gezeigt haben, große Liebhaber von Pflanzenkohle-Substraten. Durchmesser ca. 4 mm. (Bild: Andreas Thomsen)

 

 

 

A. Pflanzenkohle mit Kompost

 

Die Aufladung von Pflanzenkohle durch Zusatz und Vermischung mit Kompost stellt wahrscheinlich die beste Möglichkeit zur Herstellung von Terra Preta ähnlichen Substraten dar. Im Kompost ist die mikrobielle Belebung am höchsten, die Nährstoffe sind bereits in komplexen organischen Verbindungen eingebaut und das fertige Substrat kommt dem Humus des Bodens bereits sehr nahe. Allerdings ist Kompost nicht gleich Kompost, und die meisten verfügbaren Komposte sind qualitativ unbefriedigend. Schlechte Komposte müssen vom Boden erst langwierig „verdaut“ werden und führen zur Blockierung von Nährstoffen und zu mikrobiellem Ungleichgewicht. Wenn man sich über die Qualität des Komposts nicht sicher ist, sollte man zur Aufladung der Pflanzenkohle lieber auf eine der folgenden Varianten zurückgreifen. Guter Kompost muss eine Krümelstruktur ähnlich der von humuser Erde aufweisen und darf nicht schlecht riechen.

 

Am besten gibt man die Pflanzenkohle dem Kompost bereits beim Aufsetzen der Miete im Verhältnis von 10% zur Biomasse zu, wodurch die Nährstoffeffizienz des Komposts deutlich verbessert wird (siehe Abb). Häufiges Wenden ist sowohl für die Oxigenierung als auch für die homogene Nährstoffverteilung für die Aktivität der Mikroorganismen wichtig.

 

In einem Vorversuch am Delinat-Institut hat sich gezeigt, dass der Zusatz von Pflanzenkohle die Umsetzung der Stickstoffverbindung zu stabilem und besser pflanzenverfügbaren Nitrat (NO3) deutlich verbessert. Der Stickstoffverlust wird gebremst und ebenso die Emission von Treibhausgasen. In einem nächsten, umfangreicheren Versuch soll dies verifiziert und genauer untersucht werden. Ein gesonderter Artikel zum Thema des Kompostierens mit Pflanzenkohle wird demnächst in Ithaka veröffentlicht.

 

Der mit Pflanzenkohle hergestellte Kompost kann nach dem Ende der Rotte wiederum zur Aufladung von weiterer frischer Pflanzenkohle dienen. Zur Aktivierung der Pflanzenkohle kann aber auch reifer Kompost verwendet werden, der nicht mit Pflanzenkohle kompostiert wurde.

 

Schichten Sie die Pflanzenkohle im Volumenverhältnis von etwa 1:1 auf den reifen Kompost und feuchten Sie beides gut an. Vermischen Sie Pflanzenkohle und Kompost möglichst mit einem Kompostwender. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, bis das Verhältnis von 1:1 erreicht wird. Die Mischung sollte mindesten 2 Wochen vor der Einarbeitung in den Boden erfolgen und während dieser Zeit mindestens zweimal gewendet und immer gut durchfeuchtet werden.
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B. Pflanzenkohle mit Viehmist

 

Eine Mischung verschiedener Mistarten ist einer einzelnen Mistart vorzuziehen. Es sollte auf einen möglichst hohen Strohanteil geachtet werden. Da es sich bei der folgenden Methode nicht um eine Kompostierung handelt, sollte der Mist mindestens 1 Jahr gelagert sein. Am besten allerdings ist, wenn die Pflanzenkohle bereits im Stall als Einstreu für den Mist verwendet wird. Alternativ ist es auch möglich, die Pflanzenkohle regelmäßig in die Jauchegrube zu streuen.

 

Das Verhältnis Pflanzenkohle zu Viehmist sollte etwa 4 zu 1 betragen. Je nach Kultur und Nährstoffbedarf der Fläche kann dieses Verhältnis auch verkleinert werden.

 

  1. Befeuchten Sie die Pflanzenkohle mit möglichst viel Wasser.
  2. Breiten Sie die Pflanzenkohle in Streifen von etwa 120 cm Breite und einer Höhe von etwa 5 cm auf einem möglichst humusreichen Boden aus.
  3. Breiten Sie darüber eine etwa 3 cm dicke Schicht des Viehmists aus.
  4. Geben Sie ca. 1% Gesteinsmehl hinzu (nicht unbedingt nötig, verbessert aber die Qualität des Substrates).
  5. Sollte der Mist nicht mit genügend Stroh versetzt sein, schichten Sie etwa 10% Gras, Maissillage oder Grünschnitt auf.
  6. Breiten Sie darüber eine weitere Schicht Pflanzenkohle.
  7. Befeuchten Sie das Ganze mit möglichst viel Wasser (reichern Sie, wenn möglich, das Wasser mit Komposttee oder EM-A an).
  8. Falls der Boden, auf dem die Mischung vorbereitet wird, zu stark verfestigt und wenig belebt ist, sollte eine Schicht fruchtbarer, belebter Erde zur mikrobiellen Besiedlung des Substrates hinzugefügt werden.
  9. Überfahren Sie den Streifen mindestens zweimal mit einem Rotovator um das Substrat sorgfältig zu vermischen.
  10. Halten Sie das Gemisch während 14 Tagen stets gut befeuchtet und durchmischen Sie es aller 3 Tage mit dem Rotovator. Die Abdeckung durch ein Flies ist zu empfehlen

 

Pflanzenkohleaktivierung nach Methode 2 auf dem südspanischen Weingut Pago Casa Gran

 

 

 

C. Pflanzenkohle mit NPK-Düngern

 

  1. Berechnen Sie die Menge an Mineraldünger, die Sie für eine bestimmte Fläche benötigen. Durch die Vermischung mit Pflanzenkohle wird die Auswaschung und Ausgasung der Nährstoffe deutlich reduziert, so dass sich die Düngemitteleffizienz deutlich steigert und insgesamt nur die Hälfte der konventionell berechneten Menge benötigt wird.
  2. Achten Sie darauf, dass der Mineraldünger nicht nur die Hauptelement N-P-K-Mg enthält, sondern eine möglichst hohe mineralische Vielfalt aufweist. Geben Sie im Zweifelsfall Gesteinsmehl hinzu.
  3. Lösen Sie die errechnete Menge Mineraldünger in ausreichend Wasser auf.
  4. Geben Sie über den Zeitraum von 2 Tagen soviel Pflanzenkohle hinzu, dass die Flüssigkeit vollständig von der Pflanzenkohle aufgesogen wird.

 

Anstatt NPK-Düngern sollten vorzugsweise organische Flüssigdünger zur Aufladung verwendet werden. So eignet sich beispielsweise Harngülle ausgezeichnet zur Aufladung von Pflanzenkohle.

 

Bei Variante C kommt es nicht zur mikrobiellen Besiedlung, diese geschieht dann erst im Boden. Im biologischen Anbau ist die Variante mit mineralischem Handelsdünger nicht gestattet.

 

 

 

D. Pflanzenkohle – Bokashi (Milchsaure Vergärung von Biomasse)

 

  1. Vermischen Sie möglichst strohreichen Viehmist mit 10% Grasschnitt, 10 % Pflanzenkohle und 1 % Gesteinsmehl
  2. Besprühen Sie die Biomasse mit einer Lösung aus 3% EM-A (Effektive Mikroorganismen) und 3% Zuckerrohrmelasse ein. (Alternativ können anstatt EM-A auch Brottrunk, Sauerkrautsaft oder ähnliche Fermente mit hoher Besiedlung an Milchsäurebakterien verwendet werden, je nach Mischung kann dies den Gärprozess verlängern.)
  3. Verdichten Sie die Miete, indem Sie mit dem Traktor mehrfach darüber fahren (siehe Abb.).
  4. Decken Sie die Miete mit einer luftdichten Saugfolie ab. Decken Sie das Ganze dann mit einer Schwarzfolie ab und beschweren Sie diese mit Kiessäcken. (In kleinerem Maßstab kann dies auch in geschlossenen Behältern wie Eimer, Tonnen oder Plastiksäcken durchgeführt werden.)
  5. Entfernen Sie die Folie je nach Außentemperatur nach 14 – 21 Tagen. Das Produkt sollte leicht milchsauer riechen!
  6. Um eine größere Menge Pflanzenkohle zu aktivieren, kann der Bokashi nun mit bis zu 50% (vol) mit weiterer Pflanzenkohle aufgefüllt werden. (soll nur ein Terra Preta ähnliches Substrat erzeugt werden, ist diese zusätzliche Menge an Kohle nicht nötig).
  7. Wässern und durchmischen Sie die Miete mit einem Kompostwender oder Rotovator und lasse Sie diese noch einige Tage durchlüften. Zur Inokulation mit bodenbürtigen Mikroorganismen sollte etwas frische Erde hinzugefügt werden.

 

Verdichtung des Gemischs aus Viehmist und Pflanzenkohle vor der luftdichten Abdeckung mit der Folie. Die Bokashierung ist ein anerober Vergärungsprozess. (Foto: Rolf Zimmermann)

 

 

 

Einarbeitung in den Boden

 

Die aktivierte Pflanzenkohle oder Terra Preta ähnlichen Substrate sollten oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden. Falls die entsprechende Technik nicht verfügbar ist, kann das Substrat auch lediglich auf dem Boden verteilt werden. Die durch Würmer besorgte Durchmischung im Boden dauert dann etwas länger.

 

Fertige Terra Preta ähnliche Substrate, die mehr oder weniger nach einer der obigen Methoden hergestellt wurden, finden Sie in der Schweiz bei EM-Schweiz und in Deutschland bei Triaterra. Pflanzenkohle könnten Sie in Großmengen bei Swiss Biochar und in kleineren Mengen bei Growbox bestellen. Growbox vertreibt zudem fertige Terra Preta Substrate in 30l-Säcken für den Schweizerischen Markt.

Pflanzenkohle ist kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie Habitat für Mikroorganismen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch und effizient zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle zunächst aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Neben der Vermischung der Pflanzenkohle mit Kompost gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und Herstellung Terra Preta ähnlicher Substrate.

 

Via: http://www.ithaka-journal.net/wege-zu-terra-preta-aktivierung-von-biokohle

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Mo

26

Mai

2014

Wie kann man sein eigenes biologisches Saatgut gewinnen?

In erster Linie muss man wissen, dass biologisches Saatgut nur dann von Interesse ist, wenn auch die Pflanze, aus der es gezogen wird, nach biologischen Kriterien kultiviert wurde. Nur unter dieser Bedingung kann das erhaltene Saatgut als biologische Saat angesehen werden. Es gibt viele Anbieter, bei denen man biologisches Saatgut beziehen kann, die die Anforderungen und Bedingungen des biologischen Anbaus befolgen. Sie können aber auch Ihr eigenes Saatgut ziehen und es von der Aussaat bis zur Ernte verfolgen.

Selbst wenn ein Samen ewig leben kann, seine Keimung beschränkt sich auf wenige Jahre. Deshalb ist es nützlich, das Saatgut systematisch bei der Ernte mit dem Erntedatum zu versehen.

Saatgut Tomaten: Die ersten Tomaten sind im allgemeinen die robustesten. Wählen Sie die schönste aus, sie muss gesund sein und den Ansprüchen an die gewünsche Pflanze am nähesten kommen. Um ganz sicher zu sein, kann man 2 Tomaten pflücken und ihren Samen vermischen. Schneiden Sie dazu die Tomate auf und entfernen Sie vorsichtig den Samen. Legen Sie diesen in eine Tasse oder ein Glas mit ein wenig Wasser. Nach einigen Tagen trennen Sie den Samen von dem zurückgebliebenen Fruchtfleisch. Den Samen legen Sie auf ein saugfähiges Papier und lassen ihn trocknen.

Saatgut Salat: Wie immer wird man den schönsten Salat wählen. Am besten den, der erst spät in die Höhe schießt, weil sich diese Eigenschaft in seinen Genen wiederfinden kann. Lassen Sie den Salat bis zur Blüte wachsen, wenn sich Samen bilden, wird der Salat abgeschnitten und mit dem Kopf nach unten über ein Blatt Papier gehängt. Sie müssen jetzt nur noch den Samen ernten. Winter- und Herbstsalate müssen während des Winters geschützt werden, sie bilden Samen im nächsten Jahr.

Saatgut von Zucchini, Melonen und Kürbissen: Nehmen Sie die beste Frucht, öffenen Sie sie, entnehmen Sie den Samen und lassen Sie sie ihn ein oder zwei Tage trocknen. Sobald er trocken ist, kann er eingepackt und bis zur Aussaat gelagert werden.

Saatgut von Chilli und Paprikaschoten: Wählen Sie die schönste Frucht zu Beginn der Saison. Sobald sie reif ist, öffnen Sie sie und entnehmen Sie den Samen, lassen Sie ihn ein oder zwei Tage auf einem saugfähigen Papier trocknen.

Saatgut von Zwiebeln und Lauch: Die Saatgutgewinnung geht nach dem gleichen Prinzip. Lassen Sie 2 bis 3 Pflanzen bis zur Blüte stehen. Zwiebeln und Lauch bilden eine Blüte in Form einer Kugel, diese schneiden Sie ab, sobald die Blüten zu trocknen beginnen. Hängen Sie dann die Kugel mit dem Kopf nach unten über ein Blatt Papier und ernten Sie den Samen. Sie können die Samenbildung beschleunigen, wenn sie nur wenig gießen.

Saatgut Möhren: Einige schöne Möhren über den Winter im Keller aufbewahren. Im Februar-März können sie im Abstand von ca. 60 cm neu gepflanzt werden. Behalten Sie nur die schönsten Dolden, die anderen schneiden Sie ab. Sollten wilde Möhren in der Nachbarschaft wachsen, entfernen Sie diese wenn möglich. Die Samen werden geerntet, wenn die Blüte zu trocknen beginnt. Schneiden Sie den Stängel ab und hängen Sie die Blüte Kopf nach unten über ein Blatt Papier.

Saatgut Petersilie: Die Samen werden im zweiten Jahr geerntet. Das bedeutet, dass die Pflanze im Winter geschützt werden muss (Stroh, Plastikfilm), wenn Sie in einer kalten Region wohnen. Stützen Sie die Pflanze ab, wenn nötig. Ernten Sie den Samen von Hand oder binden Sie ein Säckchen um die Blüte.

Saatgut Kohl: Bewahren Sie den ganzen Kohl, dessen Kopf im Winter gegessen werden kann. Lassen Sie einige Blätter am Stängel, wenn Sie den Kohl abschneiden. Auf diesem Stängel wachsen die Triebe, die die Blüten und schließlich den Samen tragen. Die ersten Samen wachsen unten, je höher die Samen am Stängel wachsen, umso später sind sie reif. Ernten Sie die Samen, sobald die Hülsen (sehen aus wie Erbsen, nur kleiner) zu trocknen beginnen.Nehmen Sie die runden Samen aus den Hülsen.

Saatgut Erbsen, Bohnen und Ackerbohnen: Ganz einfach, es genügt, einige Hülsen - die schönsten - trocknen zu lassen und die Samen herauszunehmen. Diese lässt man noch einige Tage trocknen. Wählen sie die schönsten Samen aus den Hülsen, die die meisten produziert haben.

Saatgut Radieschen, Rettiche: Sie prodzieren den Samen am Ende des Sommers für eine Aussaat im Frühjahr. Winterrettich wird im Keller, bzw. an einem kühlen, tockenen Ort aufbewahrt und im kommenden Frühjahr gepflanzt, damit er Blüten treibt. Geerntet werden die Samen im Sommer.

Saatgut Knoblauch: hierfür wählt man die zuerst geernteten Knoblauchknollen, bevorzugt werden die Zehen im Innern der Knolle, sie geben die besten Knoblauchpflanzen. Diese werden im nächsten Jahr gepflanzt, lassen Sie sie bis zur Blüte stehen und ernten Sie dann den Samen.

Saatgut Gurke: Nehmen Sie die Samen aus einer gut reifen Gurke, waschen Sie den Samen und lassen Sie ihn trocknen.

Saatgut Schnittlauch: Man läßt ihn zur Blüte kommen (hübsche violette Blüten), um zum Samen zu kommen, dieser wird dann zu Beginn des Sommers geerntet. Sie können aber auch einfach die Büschel teilen, sie wachsen dann von alleine wieder.

Saatgut Kartoffeln: Für einen guten Ernteertrag ist es wichtig, die schönsten Exemplare auszuwählen - gesund, unversehrt. Sie werden im Keller oder an einem trockenen, kühlen Ort überwintert und im Frühjahr, wenn sie zu keimen beginnen, gepflanzt.

 

Via: http://www.garten-bio.de/biologisches-Saatgut-gewinnen.htm

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Fr

23

Mai

2014

Die Permakultur und das Hügelbeet

 

Die Permakultur, oder auch Mischanbau genannt, ist eine Anbauweise beim Gemüseanbau. Den Begriff der Permakultur verwandten als Erste die Australier Bill Mollison und David Holmgren in den 1970ern. Er ist aus den englischen Wörtern „permanent“ und „agriculture“ entstanden und bedeutet so viel wie „permanent nachhaltige Landwirtschaft“ (vgl. www.permakultur-akademie.net). Es ist eine Art des Anbaus, welche einem natürlichen Ökosystem nachempfunden ist (vgl. www.permakultur.de). Der Vorteil hierbei ist, dass es ein stabiles und produktives System ist, dass sich gegenseitig mit Nährstoffen versorgt und sogar Schädlinge fern hält. Das bedeutet für den Gärtner somit teilweise weniger Arbeit, da es ein permanent sich selbst regenerierendes Ökosystem ist. So berichten die Australier in ihrem Buch Permakultur: „dass in einem Garten von ca. 6 m mal 12 m etwa 40 % unserer Nahrung mit einem durchschnittlichen Arbeitsaufwand von 5 Minuten pro Tag zu produzieren sind, d.h. ein weit geringerer Zeitaufwand als normalerweise das Einkaufen benötigt.“ (Mollison, Holmgren: Permakultur, S. 13). Es entsteht eine Pflanzengesellschaft, die miteinander kooperiert. Doch nicht nur der geringe Zeitaufwand spricht für die Permakultur sondern auch ihr reicher Ertrag, selbst bei unerfahrenen Gärtnern und sandigen Böden (ebd., S. 13). Für die Australier ist die Permakultur allerdings nicht nur eine Anbauart von Gemüse, sondern eine Lebensweise. In Deutschland gibt es das Institut für Permakultur Permakultur Institut e.V., welches 1984 gegründet wurde und Kurse und Fortbildungen zum Thema Permakultur anbietet. Der Österreicher Sepp Holzer ist ebenfalls ein sehr bekannter Vertreter der Permakultur und hat schon einige Bücher zu dem Thema geschrieben. Sepp Holzer betreibt nicht nur seinen eigenen Hof mit dieser Anbauart, sondern ist auch weltweit aktiv und hilft beim Aufbau von Permakultur-Anlagen. Sein Hof liegt auf 1300 m. ü. M., dennoch kann er hier sogar Pfirsiche ernten. Sepp Holzer favorisiert auf seinem Hof und in seinen Projekten den Anbau mit Hügelbeeten, da er verschiedene Vorteile hat. Die Vorteile der Hügelbeete liegen zum einen in der erhöhten Wasserspeicherkraft der Erde durch den lockeren Aufbau der Beete. Sie trocknen relativ schnell von oben nach unten ab und bieten somit verschiedene trockene und feuchte Standorte. Hierbei spielt auch die Belüftung der Bodenschichtung, welche durch die lockere Aufschichtung entsteht, eine wichtige Rolle. Zum anderen erwärmen sich Hügelbeete schneller als andere und bieten somit in kalten Regionen einen Vorteil, denn die Samen können trotz Kälte gut keimen und wachsen (vgl. Holzer: Sepp Holzers Permakultur, S. 59). Zwar gibt es keine genaue Anleitung für den Bau eines Hügelbeetes, da man auf die Bedingungen der Umgebung eingeht, allerdings kann man sich an folgenden Maßen orientieren. Die Erde der Hügelbeete wird so steil aufgeschüttet, so dass sie eben noch hält (45 bis 70 Grad) (vgl. ebd., S. 247). Des Weiteren haben die Hügelbeete eine Höhe ab 1 m und bieten somit eine gute Höhe um stehend zu arbeiten, was Knie- und Rückenschmerzen verhindert. Und zu guter Letzt bieten die Hügelbeete in ihrer Form eine größere Fläche für den Anbau als ein flaches Beet. Das ist ein großer Vorteil, wenn man nur wenig Fläche zur Verfügung hat (vgl. ebd., S. 59 – 73).

 

Quellen:

  • Holzer, Sepp / Liebchen, Konrad: Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell. Leopold Stocker Verlag: 2004.
  • Holzer, Sepp: Sepp Holzers Permakultur – Praktische Anwendung für Garten, Obst und Landwirtschaft.
    Leopold Stocker Verlag: 2008.
  • Mollison, Bill / Holmgren, David: Permakultur – Landwirtschaft und Siedlungen in Harmonie mit der Natur. Pala-Verlag GmbH: 1984.
  • www.permakultur.de
  • www.permakultur-akademie.net

Via: http://www.anna-fankhaenel.de/2011/07/die-permakultur-und-das-hugelbeet/

 

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So

18

Mai

2014

Mischkultur / Permakultur

Erfahrungen mit Anbau gemischter Gemüsekulturen

Mischkultur hat vor allem den großen Vorteil, dass man auf die Fruchtfolge nicht so großen Wert legen muss, da der Boden nicht einseitig "ausgelaugt" wird, die Natur macht es vor, da wächst auch viel zusammen und gedeiht prächtig.



Berücksichtigt wird hier auch, daß nicht jeder einen Garten hat, die Übersicht beschränkt sich daher erst einmal auf das, was notfalls auch auf einem Balkon oder Dachgarten, im Prinzip also im Kübel und ohne Probleme wächst.

Dabei ist es natürlich sinnvoll, wenn verschiedene Pflanze im gleichen Kübel wachsen, schon mal aus Platzgründen, und aus diesem Grunde müssen sich diese dann auch vertragen, im günstigsten Fall sollten sie sich noch gegenseitig günstig beeinflussen.



Wenn jetzt die erfahrenen Gärtner/innen ins Schmunzeln kommen – ich wende mich hier direkt an Anfänger, es ist erschreckend, wie viele Menschen nicht mehr die geringste Erfahrung mit Lebensmittelanbau haben, wenn es tatsächlich soweit kommen sollte, daß wir hier in unseren Breitengraden wieder (zumindest zeitweise) auf Eigenanbau zur Versorgung angewiesen wären, dann würden viele Leute wohl verhungern. Das muß nicht sein, wenn jeder nach seinen Möglichkeiten sich wenigstens etwas selbst anbaut und dann auch mit anderen tauschen kann, dann ist eine solche Situation schon viel entspannter zu überstehen und ausschließen kann man es leider nicht.



Es wurden zu Anfang des Vergleichsanbaus verschiedene Mischkultur-Tabellen aus folgenden Büchern verglichen, die Literaturangaben sind am Schluß

Interessanterweise gibt es in einigen Fällen widersprüchliche Angaben, da ich die Möglichkeit hatte diese im Rahmen meines Eigenanbaus zumindest teilweise zu überprüfen, gehe ich davon aus, daß es noch weitere Faktoren geben muß, die auf die Anbauergebnisse einer Mischkultur einwirken. Es ist nicht wirklich immer so wie man es gern hätte und erwartet.



Einige Unverträglichkeiten von Pflanzen beruhen auf Gegenseitigkeit, andere wiederum nicht, so gedeiht Mangold tatsächlich schlechter in der Nähe von Topinambur – diese wiederum machen sich aus dem Mangold überhaupt nichts.

Bewährte Mischkulturen wie Möhren mit Zwiebeln kennt dagegen fast jeder, der schon etwas Gartenerfahrung hat – in dem Fall ist es ein gegenseitiger Schutz vor Schädlingen, die sich ansonsten in einer Monokultur schnell breit machen.



Aus Zeitgründen beschränke ich mich hier vorerst auf einige verbreitete und einfach anzubauenden Gemüse- und Kräutersorten die sich für den unkomlizierten Hausgebrauch bewährt haben.





Bohnen sind frostempfindlich und können erst von Mitte Mai bis Ende Juli angesäht werden, brauchen im Wurzelbereich nicht so viel Platz und wachsen im Prinzip überall, sie sind Stickstoffsammler und reichern den Boden damit an.

Kklassisch und praktisch bewährt ist die Kombination mit Bohnenkraut, dieses kann schon eher gesäht werden oder man hat eine winterharte Sorte, wo man einige Pflanzen dann direkt in die Bohnenreihe setzt. Das Bohnenkraut ist ohnehin für den Geschmack der Bohnen bei der Zubereitung empfehlenswert.

Ebenso gut verträglich für Bohnen sind Borretsch, Dill, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, alle Sorten Kohl, Koriander, Mangold, Spinat oder Rote Beete, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, verschiedene Salate, Sellerie, Sonnenblumen und Tomaten.

Angegeben ist auch Rhabarber, ich habe aber keine Idee, was wegen der großen Blätter des Letzteren daneben noch gedeihen soll , den nötigen Platz muss man einrechnen.



Ungünstige Nachbarschaft für Bohnen sind Erbsen (gleiche Standortansprüche aber Erbsen können erheblich eher ausgesäht werden da sie gegen Spätfröste recht tolerant sind. Ab Juli lohnen sich Erbsen nicht mehr, sie tragen dann nicht mehr recht.

Auch Fenchel, Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln sind als ungünstige Nachbarn für Bohnen angegeben.

Zwiebeln habe ich direkt daneben im gleichen Beet ausprobiert, sie sind trotzdem recht gut geworden, auch die Bohnen sahen ganz gut aus.





Kartoffeln lohnen sich auf fast jeder Stelle wo auch nur eine Pflanze Platz hat, selbst in Kübeln und sogar auf einem ganz normalen Stück Wiese. Man braucht nur das hohe Gras umtreten und zusätzlich mit einer ca. 20 cm dicken Schicht anderer Biomasse abdecken, Grasbatzen, Heu, Stroh, im Prinzip alles, was an Biomasse in einem Garten ganz nebenbei anfällt. Die Kartoffeln unten reinstecken und dann wachsen sie direkt auf der Erde entlang – mit teilweise erstaunlichem Ertrag und vergleichsweise sehr sauber. Die Knollen kann man bei dieser Anbauvariante nach Bedarf ernten, mein eigener Testanbau war ein Aha-Erlebnis, die Ernte war sogar besser und auf jeden Fall einfacher als in den gehäufelten Reihen.

Anbauzeit für Kartoffeln - je nach Höhenlage schon ab März bis in den Sommer möglich, sie brauchen gut 3 Monate zum Wachsen und werden geernet wenn die Pflanze abstirbt, bei dem o.g. Wiesenanbau ist jederzeit eine vorzeitige Entnahme von Knollen zum Frischverbrauch möglich ohne die Mutterpflanze gleich zu ruinieren.

Was die unterschiedlichen Sorten angeht ist man als Laie gut beraten, wenn man sich regionale Kartoffeln besorgt, aber Versuch macht klug, man kann durchaus auch experimentieren. Es ist für den Hausgebrauch nicht nötig, sich extra Saatkartoffeln zu besorgen, wenn gute, (also nicht totbehandelte!) Kartoffeln aus dem Laden verwendet werden, dann wachsen die auch, es geht hier nicht um Höchsterträge und Landwirtschaft sondern um Selbstbeschaffung von chemiefreien Lebensmitteln aber auch für den Notfall.

Wenn gar nichts geht mit Beschaffung aus der Region und der Supermarkt nur behandelte Kartoffeln führt (steht auf der Verpackung), dann muss man sich eben Saatkartoffeln kaufen. Bei der Ernte hebt man sich dann die Kleineren für die nächste Aussaat auf, am besten im Keller, kühl und nicht allzu trocken, wer selbst keinen kühlen Keller hat kann ggf. in der Bekanntschaft herumfragen oder man lässt die kleinen Kartoffeln gleich in der Erde, in manchen Gärten sind sie geradezu unausrottbar und kommen immer wieder.



Da Kartoffeln und Bohnen gut kombinierbar sind, kann man sie ohne weiteres auf der gleichen Stelle anbauen, beides wächst übrigens auch - und zwar hervorragend - auf dem Balkon! Die Bohnen sorgen für zusätzliche Nährstoffversorgung der Knollen da sie den Boden über ihre Wurzeln mit Stickstoff anreichern. Ebenfalls Dill kann direkt dazwischen wachsen. Wenn bereits Bohnen als Mischkultur vorhanden sind macht sich Knoblauch wohl nicht so gut, das habe ich aber nicht direkt ausprobiert, ansonsten soll Knoblauch mit Kartoffeln eine gute Kombination sein wegen der Schädlingsabwehr, sinnvoller ist in diesem Fall die Pflanzung einiger Tagetes-Pflanzen (Blumen), die als Nematodenschutz wirken, oder Ringelblumen, diese bewahren Kohl, der sich als Nachkultur für Kartoffeln eignet, weitgehend vor diversen Raupen, die Blumen können also gleich stehen bleiben und Ringelblumen können zu einer sehr guten Salbe verarbeitet werden (siehe später im Heilpflanzen-Teil, folgt erst noch).



Passend zu Bohnen lassen sich Tomaten und Petersilie im gleichen Beet / Kübel anbauen aber Tomaten NICHT mit Kartoffeln, diese beiden Nachtschattengewächse passen nicht.



Was auch gut zu Bohnen passt sind Kürbisse oder Gurken, in dem Fall allerdings besser Stangenbohnen, wenn die Gurken und Kürbisse unten wachsen, umgekehrt machen sich kletternde Gurken und Kürbisse ganz gut wenn die Bohnen unten bleiben, also Buschbohnen in dem Fall. Die Kombination dieser beiden Gemüse mit Mais ist von den Indianern überliefert, die Pflanzen stützen und beschatten sich gegenseitig nach ihrem Bedarf.

Ringelblumen passen auch hier dazu.



Im Beet oder Gewächshaus klappt das relativ einfach, bei Balkonanbau ist wegen der gewöhnlich kleineren Pflanzgefäße darauf zu achten, daß gerade Gurken viel Wasser brauchen, dann tragen sie aber erstaunlich gut, für Balkon eignen sich eher kletternde Gurken, Schlangengurken z.B. sie tragen auch reichlich.

Kürbisse sind eher nicht so die klassischen Balkongewächse, aber wenn der Kübel groß genug ist und gut gegossen wird, sollte sogar das funktionieren, ich habe das schon probiert, es geht, auch Zuccini gedeihen auf dem Balkon – meist sogar besser als im Garten weil das Balkonbiotop normalerweise schneckenfrei ist.



Kohl und Salat passen in allen Sorten gut zusammen, der spätere Platzbedarf von Kopfkohl ist einzurechnen, Salat kann fast direkt daneben wachsen und geerntet werden bevor der Kohl dann wirklich viel Platz einnimmt, Kopfkohl braucht recht lange bis er groß ist,

Kohlrabis hingegen sind schnell fertig und haben auch nicht ein so ausladendes Blattwerk, und da Kohl im Wurzelbereich nicht viel Platz beansprucht sollte er eigentlich auch auf dem Balkon wachsen können, das habe ich allerdings noch nicht getestet.

Was noch zu Kohl passt sind Bohnen oder Erbsen (also nicht beides zusammen), Gurken, Möhren oder Dill, Radieschen und Rettiche, Sellerie, Mangold oder Spinat oder Rote Beete, (also auch hier für ein Gemüse entscheiden) aber auch Erdbeeren, die kommen ohne weiteres mit Halbschatten aus und wachsen sogar noch mit gutem Ertrag direkt unter Sträuchern z.B. Johannisbeeren. Es macht ihnen also nichts, wenn der Kohl sie nach der Erdbeerernte in den Schatten stellt, z.T. ist Kohl aber als ungünstig für Erdbeeren angegeben.

Kohlrabi und Brokkoli haben nicht ganz die gleichen Ansprüche wie der sonstige (Kopf)-Kohl, das ist aber nicht ganz so wild, Brokkoli z.B. soll nicht mit anderen Kohlsorten zusammenstehen.

Unverträglich mit Kohl in allen Arten sind - nach der Literatur- Lauch (Porree) und Zwiebeln. Bei mir sind die Zwiebeln am Rand des Beetes wo u.a. Kohl stand recht gut geworden. Allerdings baue ich Gemüse immer in Mischkultur an, da kann man auch ausreichend Abstand zwischen etwas heikle Nachbarpflanzen bringen.

Erbsen sind etwas frostverträglich, man kann sie schon sehr zeitig legen (ab Mitte März in tieferen Lagen). Saatgut für Erbsen hält sich nicht sehr lange, hier kann man sich entweder selbst Samen nachziehen oder kauft jedes Jahr frische Samen.

Erbsen vertragen sich gut mit Borretsch, Dill, Fenchel, Gurken, Kapuzienerkresse, Kohl, Koriander, Möhren, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, Salaten, Sellerie, Sonnenblumen, Spinat und Zuccini.

Unverträglich sind sie mit Bohnen, Gartenkresse, Knoblauch, Porree, Ruccola, Schnittlauch, Tomaten, Zwiebeln.

Erdbeeren kann man gut mit Zwiebeln und Knoblauch kombinieren, ebenso mit Porree, auch Radieschen, Salate, Sonnenblumen und Spinat passen dazu.

Erdbeeren gedeihen auch unter Johannisbeersträuchern sehr gut, da sie Halbschatten vertragen.

Als ungünstige Nachbarn sind Gurken angegeben.

In manchen Büchern ist Kohl als günstig, in anderen als ungünstig angegeben, ich habe das aber bisher nicht ausprobiert.

Tomaten passen klasisch zu Petersilie, die kann man direkt darunter setzen, diese beiden scheinen sich echt zu mögen. Außerdem zu Salaten, Kresse, Basilikum, Borretsch, Bohnen, Chicoree, Dill, Knoblauch, einigen Kohlarten (Kohlrabi), Möhren, Rettichen, Ringelblumen, Sellerie, Spargel, Spinat, Zuckermais und Zwiebeln. Tomaten können mehrere Jahre auf der gleichen Stelle stehen.

Angegeben ist in der Literatur, daß Tomaten und Gurken nicht zusammenpassen, daß ist aber nicht unbedingt soo problematisch, wichtig ist aber, daß Tomaten mit Früchten kein Wasser von oben mehr vertragen, also alle zusammen ins Gewächshaus funktioniert nur, wenn nicht alles direkt zusammensteht und per Hand oder eben nur von unten gegossen wird. Auch im Garten mögen Tomaten einen vor Regen geschützten Standort, sie brauchen es außerdem warm, ab einer gewissen Höhenlage (z.B. bei mir) wachsen sie im Garten dann nicht mehr gut, geschützte Lage am Haus oder Gewächshaus ist dann sicherer. Tomatenhauben funktionieren auch - wenn es nicht zu windig ist.

Unverträglich sind sie mit anderen nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Auberginen, es sind aber auch Erbsen, Fenchel, Paprika, Rotkohl und Sonnenblumen.

Eine Mischkultur mit Rote Beete wird mal als günstig, mal als ungünstig angegeben - auch hier habe ich das nicht ausprobiert zumal die Rote Beete erheblich unempfindlicher ist, was den Standort betrifft und der geschützte Platz für Tomaten eher begrenzt zur Verfügung steht.





Ich hatte vor 2 Jahren Tomaten und Paprika zusammen auf dem Balkon - jeweils in mit Folie ausgeschlagenen Kisten und Blumentöpfen, die sind alle mit- bzw. nebeneinander gewachsen wie verrückt. Die Paprika standen (weil sie nicht so hoch wachsen) direkt unter dem Fenster und die Tomaten links und rechts daneben. Getragen haben sie alle, der Abstand war maximal 20-30 cm zwischen den unterschiedlichen Kulturen, gerade so, dass sich die einzelnen Pflanzen nicht gegenseitig behindern, mit den Wurzeln waren sie ohnehin separat durch die Kisten und Töpfe.

Ich habe nicht mit den Zentimetermaß nachgemessen, ob die direkten Nachbarn vielleicht nicht ganz so gut gewachsen sind wie die Pflanzen mit etwas mehr Abstand, aber insgesamt sah das alles recht gesund aus und das hat mir dann auch gereicht. In den Tomatenkisten hatte ich zusätzlich immer noch Petersilie mit drin, das sind teilweise richtig dichte Büsche geworden.
Einigen Pflanzen sollte man auf jeden Fall einen größeren Abstand zu den anderen Gartengewächsen lassen, z.B. ein Wermutstock steht besser allein irgendwo am Rande.
Andererseits gibt es welche, neben denen gedeiht es besonders gut, ich habe mitten in meine Gemüsereihen immer einige Baldrianstöcke als Pflanzenschutzmaßnahme gehabt, daneben sind die Gemüsepflanzen (vorwiegend hatte ich Kohl dort) immer viel kräftiger geworden.

Wird fortgesetzt.



Quellen zum Nachschlagen u.a.:

"Der gesunde Biogarten" (Das Beste) S. 36

"Gartenjahr" (Falken) S.83

"Vom richtigen Zeitpunkt" (Mondbuch) (Heyne) S.128 ff

"Kräuter und Gewürze" (blv) S.36 und im Text

"mein schöner Garten" (Zeitschrift 3/2002) S.112

"Aussaatkalender 2001" (Ludwig)

"Mein Kräutergarten" (Compakt) S. 37

"Gärtnern mit dem Mond (Tosa, J.Corte) S. 50 und im Pflanzenteil S.101-277

"Erfahrungen für den Garten" Maria Thun (Kosmos)

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So

18

Mai

2014

Schnecken im Garten?

Allgemein wirken Gerb- und Bitterstoffe, z.B. Odermennig und Pflanzen mit reichlich ätherischem Öl abwehrend auf Schnecken.

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), zermahlen um die gefährdete Pflanze herum ausgebracht, Begonien (Begonia cucullata u. semperflorens), Bohnenkraut, Borretsch, Brennessel, Buchbaumhecke (Duft), Eberraute (Randbepflanzung um bedrohte Beete), Efeu, Estragon, Farne (Barrieren aus getrocknetem, zerriebenem Farn vermischt mit zerkleinerten Eierschalen, Buchensägemehl, evt. noch mit etwas ungelöschtem Kalk, Mulchen mit (Wurm-)Farnkraut, Holunderblätter, Kamille, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch (dichte Reihen pflanzen), ausgehöhlte und aufrecht stehende Grapefruchtschalen, Heiligenkraut (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Holunder, Koriander, Kresse, Lavendel (Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, unverdünnt auf gefährdete Pflanzen sprühen), Liebstöckel, Majoran, Oregano, Petersilie, Rainfarn, Ringelblumen, Rosmarin, Salat umkränzt von stark verkleinerten Thymian, Salbei, Schafgarbe, Schwarze Johannisbeeren (Blätter), Seifenkraut, weißer Senf, Tannenzapfen (auskochen und ausgießen), Thuja, Thymian (Randbepflanzung), Tomaten, Wacholder, Wermut, Wurmfarn, Ysop (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Zwiebeln; entweder Auszüge machen, Beetrand bepflanzen oder mulchen. Stehen Ringelblumen oder Kapuzinerkressepflanzen zwischen dem Gemüse, wird letzteres weniger heimgesucht. Zum Mulchen geeignet sind Brennesseln (frisches Kraut), Borretsch (frisches Kraut), Farn, Gerstenstroh, Fichtennadeln, Ringelblumen (dichten Mulch um Pflanzen legen).

Pflanzen immer klein schneiden und um die gefährdeten Kulturpflanzen herumlegen oder dem Mulch beimischen. Schneckengranulat wehrt ab mit natürlichen Aromen. Gerb- und Bitterstoffe wehren Schnecken ab. Am Rand des Beetes Hirtentäschel und Ackerhellerkraut pflanzen, das 'lenkt die Schnecken ab'.

Kräuter wie Oregano, Minze und Thymian schützen als Beetumrandung vor gefrässigen Schädlingen. Dasselbe geschieht mit Purpurglöckchen, Schafgarbe und Sonnenhut. Sie bekommen dann keine Schnecken in Ihren Garten.

Vorbeugende regelmäßige Spritzungen in wöchentlichem Abstand mit ENVIRepel. Der Geruchssinn der Schnecken wird durch Lavendel verwirrt. Zum Spritzen auf die gefährdeten Pflanzen kann man folgende Lösung versuchen: 10 l Wasser, 1 l Obstessig, 50 g Lavendelöl. Abends fein versprühen.

Jauchen aus Farnkraut oder Rhabarberblättern, Brühe aus ausgekochten Tomatenblättern oder Kermesbeerenauszug (Phytolacca acinosa) am Beetrand versprühen, Fichtennadelkompost um gefährdete Pflanzen ausbringen.

Niempresskuchen aus gemahlenem und ausgepresstem Niemsamen oder Niemsamen über das gefährdete Beet verteilen und zusätzlich um das Beet herum einen Wall ohne Unterbrechung ausstreuen. Das Beet wird nicht mehr betreten, Eier und vorhandene Schnecken werden vernichtet. 30 - 50 g/qm werden benötigt. - Diese Rezeptur hat sich nicht unbedingt bestätigt. -

Zimt oder Steinmehl über gefährdete Pflanzen streuen, nach Regen wiederholen.
Lavendel- oder Salbeiöl fein verteilt über Pflanzen und Boden spritzen, 5 g je Liter Wasser mit einem Emulgator (Apotheke).
Zwiebelgeruch schreckt sie ab.
Ätzkalk 20 g/qm zweimal innerhalb 30 Minuten morgens und abends stäuben, damit die Schnecken direkt getroffen werden.
Maiglöckchensaft + Lebermoosextrakt gemischt können gegen Schnecken und andere Schädlinge eingesetzt werden. Beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern!
Metaldehyd und Eisen III-Phosphat dürfen im ökologischen Landbau eingesetzt werden. Besser Roggenbier statt Weizenbier.
Thymian. Der starke Duft von Thymian vertreibt Blattläuse, Möhrenfliegen und Schnecken. Kohl, zwischen den Thymian ausgepflanzt, bleibt von den Raupen des großen und kleinen Kohlweißlings und Erdflöhen verschont. Schnecken vermeiden den mit grob zerkleinerten Thymiantrieben umkränzten Salat.

Die Barrieren bilden aus Asche, Ätzkalk (nur bei sehr starkem Befall und allergrößter Vorsicht, 10 cm breit, aber nicht im Gemüsebereich), zermahlenen Eierschalen, Feinsand, Gerstengrannen, Holz, fein zerschreddert, Kies, trockenem Mulch, Sägemehl, Schilf, fein zerschreddert, Schlacke, Steinmehl, Tannennadeln, Wellpappe. Asche, Sand usw. wirken nur bei Trockenheit. Man kann außerdem zwischen Gemüsegartenteil und Schlafplätzen Barrieren bilden durch Rasen, Mindestbreite 4 m, Weißklee 2 - 3 m, Gartenkresse/Gelbsenf 2 m, Baumrinde 1,5 m, Sägemehl 1 m, 10 cm hoch. Mepha-Schneckenfrei enthält Pflanzenöle, die den Geruchssinn der Schnecken stören. Sie verharren in Ruheposition oder graben sich ein. Nach Regen erneuern.

Auch Beetumrandungen aus Buchs oder duftenden Kräutern mit stark verholzten Trieben halten die Schnecken ab. Sie bieten gleichzeitig Unterschlupf für Laufkäfer, Raubwanzen und Spinnen. Randbepflanzungen mit Tagetes als Lockpflanzen.

Schnecken mögen keinen Kupfer. Eine Kupferfalle überwinden sie nicht gerne. via: http://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Schnecken

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